Tag Archives: Nationalpark

3.456 Kilometer durch Mauretanien

Wir fallen ein, mit unserem Geld, unseren Wertvorstellungen und wenig Zeit. Wir wollen Bilder die unsere Klischees bedienen. Bilder einer friedlichen und heilen Welt, in der Moslems und Christen Freunde sind. Menschen die sich in ihrer Unterschiedlichkeit akzeptieren und voneinander lernen. Doch wir wissen dass die Realität eine andere ist. Das Auswärtige Amt schreibt: „Vor…

Deutschlands Wildkatzen

„Am Anfang geht es ein bisschen den Berg rauf“ sagte der Mitarbeiter vom Nationalpark Harz am Telefon. OK! Ich schaute mir die Strecke noch einmal auf der Karte an und beschließe die fünf Kilometer mit dem Fahrrad zu fahren. Das sollte ja wohl deutlich schneller gehen. Kurz nach sieben baue ich mein Rad auf dem…

ABGEHOBEN

Laut faucht der Brenner und bläst heiße Luft in den Ballon. Ballonfahren ist eines der letzten Abenteuer die man erleben kann, denn der Wind bestimmt die Richtung in die der Ballon fährt. Vom Wind getrieben gleiten die Ballonfahrer über die die Landschaft. Ob vor der Haustür oder tausende Kilometer weit weg. Ballonfahren eröffnet immer ungewohnte Sichtweisen…

COSTA RICA – LA PURA VIDA

Als Kolumbus im Jahre 1502 an der Küste Costa Ricas landete, war es sicher hier endlich Gold, Silber und Edelsteine zu finden und taufte das entdeckte Land Costa Rica. Zur großen Enttäuschung der Spanier fanden sich hier keine erwähnenswerten Goldschätze. Auch mit Bodenschätzen geizt das, in großen Flächen schwer zugängliche Land. So ist diesem Land…

Kenia Safari und Diani Beach

Während die Dämmerung sich über der Savanne ausbreitet kommt einer der Angestellten, vermutlich der Mutigste, springt über die niedrige Mauer und klettert auf das Gerippe einen abgestorbenen Baumes, den man nahe der Terrasse aufgestellt hat. Wir hatten schon erfahren, dass man in dieser Lodge, mit der Methode des Anfütterns, versucht einen der seltenen Leoparden anzulocken. Während wir beobachten, wie der Mutige einen rohen Fleischbrocken auf einem eigens waagerecht angebrachten Brett auf dem Baum drapiert, gellt der Schrei einer der Besucherinnen über die Terrasse. Wir begreifen zunächst nicht den Grund. Es dauert einige Sekunden bis die Translation auch bei uns angekommen ist. Aufgeregt zeigt die Frau immer in eine Richtung, in der sie einen Leoparden gesehen haben will. Ja klar – die Ängstlichen die sich vor ihrem eigenen Schatten erschrecken, denke ich aber trotzdem starren wir nun ebenfalls in die Richtung in die ihr Finger zeigt. Wenn man nur lange genug auf eine Stelle starrt, beginnt man ja zu glauben, das zu sehen was man zu sehen erwartet. Doch dort im Gras hat sich jetzt doch irgendwas bewegt. Die Marabus und das Stachelschwein sind schon lange weg wird uns plötzlich bewusst. Im gleichen Moment schreit eine Angestellte: „Com on hurry hurry up, the leopard is here!“ Besorgnis breite sich in den Gesichtszügen des Mutigen aus und er beginnt vom Baum zu klettern. „Com on, hurry up“ gellt es von der Terrasse. Er springt und beginnt zur Mauer zu rennen. Die Besorgnis in seinem Gesicht ist nun der Panik gewichen. Der Leopard kommt aus der Deckung des Dickichts und beginnt seinen Spurt. Der Jagtinstinkt ist geweckt. Für Sekunden rennen Mensch und Tier um die Wetter. Einer für Futter, der andere um sein Leben. Es waren nicht mehr als drei Meter zwischen Leopard und Beute, als der Mutige sich mit einem beherzten Sprung auf die Mauer rettet und sich auf die Terrasse plumpsen lässt. Afrikaner werden vor Angst nicht blass, sie werden grau. „That must not be true“ keucht er mit einer Mischung aus Empörung und Erleichterung. Der Leopard indes wendet in einer Staubwolke und sucht angesichts der aufgeregten Menschen das Weite.

Als sich die Dunkelheit über der Wildnis Kenias ausgebreitet hat, siegt der Hunger und der Leopard kommt zurück. Elegant und geschmeidig erklimmt er den Baum und macht sich über seine Mahlzeit her. Auch während er das Fleisch zerteilt und verschlingt, verliert er seine Eleganz nicht.

WO DIE STRAUSSE ZU HAUSE SIND

11.09.1999-03.10.1999 Tag 1 „Was man nicht alles auf sich nimmt, um an Orte zu kommen die kaum jemand kennt, geschweige denn, dass ein Tourist auf die Idee käme sie zu besuchen. Was einige wenige Menschen 1999 nach Bulawayo lockt? Es sind die täglich bis zu zehn Dampflokomotiven der Sonderbauart Garrat, die in Bulawayo, und Hwange…

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