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Zypern

Covid-19 hat die Welt im Griff!

Es ist Mitte Oktober und es sind Herbstferien. Es regnet unablässig bei acht Grad über Null. Normalerweise flüchten nun Viele noch einmal an sonnige Plätze. Doch am Flughafen Tegel beherrschen leere Gänge und entspannte Ruhe das Bild. Während sich Infektionszahlen verzehnfachen und sich die Europakarte der Risikogebiete rot färbt, gibt es nur noch wenige Optionen für eine solche Flucht. Griechenland und Zypern sind die letzten Inseln, die keine Risikogebiete sind und auf denen auf drastischen Maßnahmen verzichtet wird.

Die Ambraer E 195 der Austrian Airlines ist nur zu einem Drittel besetzt. Ein solcher Flug rechnet sich nicht. Und so stehen auf dem Vorfeld in Tegel auch nur drei Maschinen die auf Einsätze warten.

Etwas geschäftiger wirkt Wien, obwohl auch dort der Flugverkehr ebenfalls stark eingeschränkt ist. Zwölf Flüge zu europäischen Zielen, weist die Anzeigetafel für die nächsten drei Stunden aus.

Menschen in Teilen Asiens, waren uns in Sachen Hygiene schon immer voraus. Der Mund und Nasenschutz gehört in einigen Regionen schon seit Jahrzehnten zur Standardausrüstung eines Reisenden. Wenn ich bei Japanern auch schon hin und wieder Handschuhe gesehen habe, so hoffe ich doch, dass die Reisende aus Asien mit einem Einmal-Ganzkörperanzug keinen neuen Trend vorgibt.

Nachdem mein Formular, welches verhindern soll, dass ich Covid-19 verbreite, kontrolliert wurde geht es endlich los.

Austrian Airlines
Endlich wieder fliegen!

Ich weiß nichts über Zypern!

Larnaka, 28 Grad und wolkenloser Himmel. So lieben wir das! Nachdem ich mein „Covid-19“ Formular noch dreimal vorgezeigt habe übernehme ich meinen Mietwagen. Ein Nissan Micra mit 109.000 Kilometern auf der Uhr wird mein Begleiter für die nächsten neun Tage. „Irgendeine Schüssel“ sagte ich im Reisebüro, davon ausgehend, das Mietwagen meist relativ neu sind. Ein Irrtum! Vielleicht wissen die aber auch, dass es besser ist mir so ein abgeschriebenes Wrack zu geben, denn Mietwagen sind bei mir immer All-Road Fahrzeuge. Beim Landeanflug begann ich zu ahnen wie groß doch diese Insel ist. Na ja, ich habe mich 48 Stunden vorher für Zypern entschieden und Zeit für Vorbereitung war keine mehr!  Zypern liegt etwa 350 Kilometer vor der libanesischen Küste. Sie ist die drittgrößte Mittelmeerinsel und entstand 1960 als eigenständiger Staat aus einer britischen Kronkolonie.

Mietwagen Zypern
Meine Nuckelpinne.

Die Situation nach dem Covid-19 Impact

Auch auf Zypern hat Covid-19 Spuren hinterlassen. Die Saison auf der Sonneninsel startete erst im Juni, was für die meist vom Tourismus lebenden Einwohner herbe Einnahmeverluste bedeutete. So sieht man auch hier leerstehende Hotels und vor allem Geschäfte. Aktivitäten, wie Tauchen werden nur noch von Wenigen angeboten. Und das vor dem Hintergrund, dass man 2020 mit etwa 4 Millionen Besuchern rechnete und entsprechende Hotelkapazitäten aufgebaut hat. Das Hotel „Nissi Beach Plage“, in das ich gebucht wurde, ist derzeit jedoch mit 110 von 150 Zimmern gut gebucht. Vor allem Deutsche, Russen, Schweizer, Franzosen und Österreicher trifft man auf der Insel. Mit der Grenzschließung zum türkischen Teil Zyperns und mit Hygienekonzepten versucht man eine Art Normalität aufrechtzuerhalten. Doch wer will das alles kontrollieren?  Wenn Gäste den Plastik-Handschuh an der Hand tragen, die den Teller hält und die ungeschützte Hand im Buffet rumfingert, ist zumindest die Hirnleistung des Betreffenden schon stark beeinträchtigt. Am Buffet wird brav die Maske getragen. In den geschlossenen Räumen des Hotels tragen mindestens die Hälfte der Gäste die Maske nicht! Dann kann man die Maßnahmen auch gleich ignorieren!

Im Oktober 2020 hat man jedoch die Gehsteige in Ayia Napa meist für sich allein. Besonders nach Sonnenuntergang wird es offensichtlich. Ganze Straßenzüge an denen sich einst belebte Restaurants, Supermärkte, Souvenirläden und Casinos aneinanderreihen, versinken nun in Dunkelheit. Es gibt aber auch gute Seiten. Wegen akutem Wassermangel wird manchmal in der Saison, für eine Woche das Wasser abgestellt. Das betrifft zwar auch die Hotels, die dann auf Zisternen zurückgreifen und sparen müssen, doch die Gäste sollen davon nicht merken. Nun kann sich die Insel etwas erholen. Touristen wie ich die sonst eher Fernziele im Visier haben kommen, reisen nun als Notlösung nach Zypern und entdecken die doch vielseitige Insel für sich. Das verspricht wiederum Wachstum für die kommenden Jahre.

antik Kurion Zypern
Die antike Stadt Kurion unweit von Limassol.

Pauschalitäten

Seit Beginn des Massentourismus in den frühen Siebzigern, dominieren Betonburgen die Küste Zyperns. Nur im Landesinneren gibt es einige schöne Refugien, in denen man sich dem All-Inn Alltag entziehen kann. Auch ich begebe mich an das Buffet und komme mir dabei seltsam fremd vor. Wenn ich mich nicht täusche, ist es das erste Mal, dass ich zwischen Frauen im kleinen Schwarzen oder im Paillettenkleid und ihren Männern in Shorts und T-Shirt am Abend-Buffet stehe. Manche feiern das hier ab als sei es vollendete Nobelsse. Dabei sitzen wir auf Plastikstühlen an Tischen aus Kunstharz gebundene Schichtstoffplatten, während nervige Slow-Jazz Musik den Restaurantbereich beschallt. Das bei einer Halbpension ein Softdrink zum Abendessen extra zu bezahlen ist, woher soll ich das wissen? Erst ein Disput mit dem Personal lehrt mich die Eigentümlichkeiten des Hotelbetriebs. So darf man vor 9 Uhr auch nicht im Pool schwimmen. Ab 9:00 Uhr wird er dann aber gereinigt – geht ja vorher auch nicht!

Schicker Beton.

Erste Irrfahrt

Mein erstes Ziel ist „Aphrodites Bath“, 208 Kilometer von Ayia Napa entfernt. Das Meer ist glatt wie ein Dorfteich und ich habe selten einen so unfotogenen Strand gesehen.

Am 8. Dezember 2011 lief die EDRO III, auf ihrer Fahrt von Limassol nach Rhodos, in schwerer See vor Pegias nahe Paphos auf Grund.  Ladung, Treibstoff und Öle wurden entfernt und das Schiff gesichert. Nun avanciert das Wrack der „Edro III“ zur Touristenattraktion, da es nur wenige Meter von der Steilküste entfernt liegt.

Dann suche ich die venezianischen Brücken im Troodos Gebirge. Ein Unterfangen, dass ohne akribische Vorbereitung zum Scheitern verurteilt ist. Jedoch finde ich zumindest eine dieser Brücken, die jedoch ebenfalls das Prädikat unfotogen verdient hat. Letzte sinnvolle Option am Nachmittag ist der „Aphrodite Rock“ bei Paphos. Dort versinkt die Sonne unspektakulär in der Dunstsuppe des Mittelmeers.

Aphrodite Rock Zypern
Bis in die Abendstunden ein Pilgerort – der Aphrodite Rock.

Nikosia oder Lefkosia

Heute mache ich mir mal keinen Stress! Habe ich mir jedenfalls vorgenommen. Ich erkunde ganz gemütlich das Kapo Greko und fahre dann nach Nikosia. Die Insel ist zwar recht groß, jedoch gibt es eine bemerkenswert gute Infrastruktur aus Autobahnen und Landstraßen. So kann man jedes Ziel als Tagestour gut erreichen. Kostet eben nur Zeit und einige Tankfüllungen.

Nikosia ist eine Symbiose aus Verfall und Wiederaufbau. Zypriotische Flaggen wehen mit türkischen Fahnen um die Wette. Baukräne und Bauarbeiterkolonnen renovieren oder lassen neue Betonkunstwerke entstehen. In dem Labyrinth aus engen Einbahnstraßen in der Altstadt stößt man, wenn man danach sucht, auf die verbarrikadierten Straßen, die an der UN-Pufferzone enden. Eine Szenerie wie aus den sechziger Jahren in Berlin. Das gibt es so heute nur noch hier. Jedoch gelten strikte Fotografierverbote!  Ich frage die Soldaten, deren Stimmung so irgendwie zwischen gelangweilt und genervt ist. Natürlich dürfte ich ein Bild machen aber nur von weit weg, mit dem Teleobjektiv….hmm oder habe ich das falschverstanden? Diese Bilder sollen doch nur zeigen, wie absurd solche Grenzen, vor dem Hintergrund unserer globalen Probleme doch im Grunde sind.

Nikosia Grenze Soldaten
Grenze teilt Stadt!

Erster Ausflug ins Troodos Gebirge

Eine weitere Inselrundfahrt zu der ich schon um sechs Uhr starte. Erster Stopp ist der Strand an dem der Aphrodite Rock und einige andere Felsen in den ersten Sonnenstrahlen leuchten.

Dann geht es nach Akrotiri zum Wrack der 1932 gebauten “Mav Achaios“. Am 5. Januar 1976 geriet der Frachter mit einer Ladung Holz, auf dem Weg von Jugoslawien nach Jeddah in Saudi-Arabien in einen Sturm und lief beim Leuchtturm von Akrotiri auf Grund. Was vom Strand aus kein Schiff mehr erkennen lässt offenbart aus der Luft die Umrisse des Frachters.

Nun widme ich mich wieder den venezianischen Brücken im Troodos Gebirge. Diesmal bin ich besser vorbereitet und finde, dank eines Parkrangers auch die letzte Brück auf Anhieb.

Es kann nur gemutmaßt werden zu welchem Zweck diese Brücken vor über 600 Jahren gebaut wurden. Wurden sie für den Warentransport aus dem Norden zu den Häfen im Süden gebaut? Tatsache ist das es alte Transportrouten gab, die den Flussläufen des Xeros und Diarazos folgten. Eine andere Theorie besagt, dass auf den Routen Bauern Feldfrüchte aus den fruchtbaren Tälern an die Küste zur Versorgung der Venezianer transportierten. Könnte man in der Zeit zurückreisen, wäre es auch möglich man träfe Kamelkarawanen die Zeedernholz für Venedig abtransportieren. Vielleicht ist die Wahrheit auch eine Kombination aus allen Theorien. Faszinieren sind dies massiven Bauwerke, die ohne jede Instandhaltung die Jahrhunderten an sich vorbeiziehen lassen, noch heute.

  • Elias Brücke – wenig beachtet, jedoch sehr fotogen
  • Roudia Brücke – nach Unwettern und Hochwasser ist 2020 das gesamte Flussbett an der Brücke verwüstet
  • Tzelefos-Brücke – Park ähnliche Anlage jedoch eine der schönsten Brücken
  • Kelefos Brücke – sehr kleine Brücke an einem Damm, nicht so gut umzusetzen
Zypern Troodos Brücke
Tzelefos-Brücke

Lost

In diesem Teil des Troodos Gebirges bin ich allein. Kein Auto begegnet mir. Keine Cafés, an denen ich mal eine Pause machen wollte. Nur winzige Dörfer und mal ein kleines Weingut. Wer meint Zypern wäre nur karger Fels, der kann sich im Troodos Gebirge eines Besseren belehren lassen. Durch dichte Pinienwälder kann man stundenlang über Schotterpisten fahren ohne jemandem zu begegnen. Hier ist man wirklich lost.

Zypern Troodos Wald
Die „grüne Hölle“ im Troodos Gebirge.

Wracks und andere Schiffe

Die MV Dimitrios II war mit einer Ladung Holz auf dem Weg von Griechenland nach Syrien (Holz dass in Griechenland nicht mutwillig niedergebrannt wird, holzt man ab!) geriet am 23. März 1998 in schwere See und lief vor Paphos auf Grund. Im Zuge der Ermittlungen stellte sich heraus, die Kompetenzpapiere des griechischen Kapitäns und des pakistanischen 1. Offiziers waren gefälscht. Da hatten sich zwei ja gefunden (LOL).

Zypern Wrack Pafos
MV Dimitrios II

Bei einem Stopp Over in Limassol fällt auf, dass von den fünf Kreuzfahrtschiffen die in der Bucht lagen nur noch zwei dort sind. Nachfragen ergeben, dass die Schiffe hier an Zypern nur vorbeifahren, die Passagiere jedoch das Schiff nicht verlassen dürfen. Herausragend ist das „The Oval“ des Designbüros Atkins. Limassol wirkt lebhafter und nicht so öde wie die Bettenburgen in Paphos oder Ayia Napa. Vielleicht finde ich ja noch einmal Zeit für einen Besuch.

Das Stavrovouni-Kloster, auf einem der höchsten Berge Zyperns wurde zwischen 327 und 329 n. Chr. gegründet und gehört damit zu den ältesten Klöstern der Welt. Ein Besuch in dieser Stille hoch oben lohnt vor allem dann wenn es ab Mittag an der Küste heiß wird.

Nach zwölf Stunden im Auto, habe ich morgen sicher Muskelkater in den Armen vom Serpentinen fahren.

Abtauchen

Mittwoch, 21.10.2020, klarer Himmel, 24-30 ° Celsius

Mit Unterstützung von „Lucky Divers“ entdecke ich die Unterwasserwelt von Zypern. Am Cape Awkward ist der erste Tauchgang. Leider gibt es heute keine Feuerfische zu sehen und auch sonst lassen sich kaum Meeresbewohner sehen. Der zweite Tauchgang ist in Green Bay. Diese Bucht ist bekannt durch seinen Unterwasser-Skulpturengarten. Hier fühlt man sich ein wenig wie Indianer Jones auf Tauchstation.

Zurück zum Hotel bin ich zu Urlaub verdammt, denn ein Reifen meines Mietwagens ist platt und die nächsten 1000 Kilometer mit dem Notrad zu machen ist keine Option. Keine Option ist auf der Liege am Pool in der Sonne zu schmoren. Nach zehn Minuten ist mir langweilig und heiß. So räume ich mein Zimmer auf und warte bis die von Europcar kommen und mir einen neuen Mietwagen bringen.

Green Bay Scuba Dive
Sculpture Garden

Sonnenaufgang

Donnerstag, 22.10.2020, von Sonnenaufgang bis 11:00 leicht bewölkt, bis 17:30 klar, Celsius, am Abend wieder wolkig, 23°C -28° Celsius

Schon Sonnenaufgang stehe ich fotografierend am Monachus Monachus Arch. Nach einem Frühstück ohne selbstgemachten Zeitdruck fahre ich Richtung Süden. An der Schnittstelle der Kontinente Europas, Afrikas und Asiens, hat Zypern im Laufe der Jahrtausende Kulturen kommen und gehen gesehen. Die antike Stadt Kourion nahe Limassol, zählt neben der archäologischen Stätte Pafos zu den sehenswertesten auf Zypern. Die Ausgrabungen beinhalten neben dem antiken Theater eine große Basilika und das weitläufige Ruinenfeld, der so genannten Akropolis mit vielen Überresten und Grundmauern des einstigen Stadtkönigreiches. In Kourion kämpften früher Gladiatoren. Heute dient das antike Theater vor allem Konzert- und Theaterveranstaltungen.

Stone Arch Zypern
Love-Arch

Limassol

Nun statte ich Limassol einen zweiten Besuch ab und stehe das erste Mal auf Zypern im Stau. Schon von Weitem offenbart sich, wie drastisch sich das Stadtbild verändert. Wo man hinschaut drehen sich Baukräne. Futuristische Wolkenkratzer, entworfen von international renommierten Designbüros, wachsen in den Himmel oder stehen kurz vor ihrer Fertigstellung. Nicht zuletzt wegen seines Hafens ist Limassol die gefühlte Hauptstadt Zyperns. Allerdings hat das auch eine Schattenseite. Die Strände, an denen sich auch die teuren Hotels aufreihen, sind nicht besonders schön und im Hintergrund tobt der Verkehr. Die Wasserqualität ist zumindest optisch mäßig und bei Weitem nicht so klar wie in Ayia Napa oder anderen Urlaubsrefugien.

Oval Limassol Zypern
Hübsches Gesicht – Limassol

Omodos

Omodos sollte auf der ToDo Liste eines jeden Zypern Besuchers ganz oben stehen. Wenn an der Küste und in den Tälern die Hitze zu einer Qual wird, dann sind in Omodos, am Südhang des Troodos-Gebirges, die Temperaturen immer noch angenehm. Das Leben geht hier um einiges gemächlicher von statten, als in den geschäftigen Küstenorten. Haupteinnahmequelle der Bewohner sind bis heute der Anbau von Wein, Äpfeln, Birnen, Pflaumen, Pfirsichen und Aprikosen. Dem kleinen Ort mit etwa 400 Einwohnern eilt der Ruf voraus das schönste Dorf Zyperns zu sein. Von internationalen Reisepublikationen und lokalen Reiseführern wird es als das Weindorf Zyperns gepriesen.

Dominiert wird die Ortsmitte vom Kloster, dessen Gründung bis in das 4. Jahrhundert zurückgeht. Die unauffällige Klosterkirche Timiou Stavrou wurde allerdings erst im 19. Jahrhundert neu erbaut. Auf jedem Fall sollte man einen Blick in den Innenraum der Kirche werfen. Beeindruckend ist dort der vergoldeten Ikonostase aus dem 18. Jahrhundert. In der Kirche soll ein Splitter des Kreuz Jesu und eine Schädelreliquie des Apostels Philippus aufbewahrt sein. In einer Zeit nach Covid-19 wird der Ort wohl nie wieder so leer sein wie in 2020!

Die Black Pearl und die Geröllheimers

Die Sonne stirbt hinter dunklen Wolken. Im Hafen von Ayia Napa liegt düster und bedrohlich die sagenumwobene „Black Pearl“ vor Anker. Vor dem „Bedrock“ lauert Barney arglose Passanten mit der Keule auf, während das Geröllheimer Auto an der Ecke parkt. Die vier Gäste, die sich in das Themenrestaurant „Bedrock“ verirrt haben, sind jedoch kein Grund für ein Jabba Dabba Doo! Ob Hard Rock, Bedrock oder Asia Thai Fusion, derzeit geht nicht viel in Ayia Napa.

Black Pearl Zypern
„Black Pearl“

Sicherster Ort vor Covid-19: Unterwasser

Freitag 23/10/2020, klarer Himmel, 23°-30° Celsius

Covid-19 hat mich eingeholt. Seit heute besteht auf Zypern Maskenplicht auch auf der Straße. Ausnahme sind sportlich Aktivitäten. Zum Glück ist Tauchen ja ein Freizeitsport. Masken werden beim Tauchen ja üblicherweise auch getragen, wenn es keine Pandemie gibt.

Diesmal gehe ich mit Cyprus Diving Centre , die qualitativ und in ihrer Flexibilität um Längen besser sind als die erste Agentur.  Wir sind nur zu zweit und die ersten in Green Bay. Wir sehen keine Schildkröten, dafür aber zwei Seepferde. Den Schweizer Auswanderern mit ihrem überzeugenden Konzept und ihrem Team bleibt nur viel Erfolg zu wünschen.

Seepferd Zypern
Seepferd

Capo Greko

Die Schwierigkeit ist das viele Orte auf Zypern viele Namen haben. Capo Greko zum Beispiel kann auch Kap Greco, Κάβο Γκρέκο oder Kapo Grekho sein. Bei Capo Greko kein Problem, da ich in der Näher gewohnt habe. Bei anderen Zielorten war die Suche im Navi oft nervend und nicht immer erfolgreich. Die nahe liegenden Ziele habe ich mir für die ruhigeren Urlaubstage aufgehoben. Das ist der „Kamara Tou Koraka Stone Arch“ und die Sea Caves. Allerdings finden an der Sea Cave in der Saison regelrechte Festivals statt. Hier kann man baden, schnorcheln und die Mutigsten springen von den zehn Meter hohen Klippen ins Wasser.

Sea Caves Zypern
Sea Caves

Schlachtfelder

Sonnabend, 24/10/2020, ab 9 Uhr teils wolkig, 22-28 ° Celsius

Wie schon erwähnt, kann man faszinierende Bilder bei den Sea Caves nur machen, wenn die Touristen noch in den Betten liegen oder beim Frühstück sitzen.

Viel später nach dem Frühstück drehe ich mal eine Runde über die Dörfer und fotografiere ein paar Dinge die keine Sehenswürdigkeiten darstellen. Dabei entdecke ich nahe dem kleinen Fischerhafen von Xylophagou unzählige Panzer die in Strandnähe vor sich hin oxidieren. Diese Panzer hat man nach den Kämpfen, während der türkischen Invasion, einfach hier stehen lassen. Waren wahrscheinlich wirtschaftliche Totalschäden. Diese Panzer sind doch mal endlich einen lohnendes Motiv für den Sonnenuntergang.

Panzer Zypern Invasion
Xylophagou Battlefield

Reisen mit Covid-19

3 Wochen – 5 Länder – Österreich – Italien – San Marino – Schweiz – Liechtenstein

Wohin in Zeiten der Covid-19 Pandemie, in der Risikogebiete täglich wechseln können und internationale Reisen schwierig zu planen sind ? Internationale Tourismusströme sind zum Erliegen gekommen.  Doch daraus ergeben sich auch Chancen die so vielleicht nicht wiederkommen. Eine „Fünf – Länder – Tour“ durch Europa, zu Orten die wir sonst nie, oder erst im Rentenalter besucht hätten war unsere Alternative. Sonnabendmorgen klingelt um 4:04 Uhr der Wecker. Schlaftrunken torkeln wir durchs Haus, suchen unsere Sachen zusammen, essen so etwas wie Frühstück, bevor wir uns ins Auto setzten.Um 4:55 Uhr rollen wir vom Hof. Bis zum Sonnenaufgang um sieben Uhr, kostet es echt Überwindung nicht hinterm Steuer zu entschlummern.Schon unterwegs ist es auf den Rastplätzen ist richtig voll. Zunächst sind es die LKW-Fahrer die Plätze suchen. Später dann, werden es immer mehr Camper, die aus den Ferien kommen oder erst auf dem Weg zu ihren Stellplätzen sind. Um und in München stauen wir uns dann gen Süden. Von Covid-19 Angst keine Spur. Zumindest der motorisierte Tourismus ist wieder on the road!

Alpen Großglockner Pass
Urlaub mit dem eigenen KFZ ist wieder im Trend!

Hallstatt

Hallstatt, das erste Ziel, bei dem wir vor Covid-19 nie auf die Idee gekommen wären, es zu besuchen. Doch die Reisesperren ließen die Ströme asiatischer Touristen abreißen. So wie in Hallstatt, bietet sich weltweit nun an vielen Orten die Chance, diese noch einmal zu erleben wie vielleicht vor mehr als zwanzig Jahren. Doch zumindest Hallstatt ist inzwischen wieder gut besucht. Vereinzelt sieht man sogar Chinesen, Inder und andere Nationen. Die jedoch gehören nicht zu den Horden die sonst hier die Peking Avenue bevölkern, sondern haben einen Wohnsitz in einem der Schengen Staaten. Hallstatt ist der Ort, der für Asiaten das „Bilderbuch Österreich“ verkörpert und wir geben zu, die Lage am See, zwischen den hochaufragenden Bergen macht den Ort zu etwas Besonderen. „Das benutzte Toilettenpapier nicht in den Abfalleimer werfen, Keine Birnen pflücken, No Drone Zone, nicht in die Fenster fotografieren! kein Holz aus dem Speichen nehmen und auch keine Zigarettenkippen reinstecken!“, sind nur einige der unzähligen Hinweisschilder in Hallstatt, die den Besuchern aus Asien und China, eine Hilfe für den Umgang mit unserer Kultur sein sollen. Das Tourismusgeschäft ist überall wieder angelaufen. An manchen Orten in Österreich waren die Sommermonate sogar besser als die Jahre zuvor. Doch wir staunen nicht schlecht, als ein Servicekraft erzählt, dass es bis 2019 doppelt so viel Touristen waren wie derzeit. Viele wünschen sich sogar die Busladungen asiatischer Tagestouristen zurück. Uns ist es jetzt schon zu voll! Nach einer langen Nacht, wir waren vom frühen Aufstehen und von der Fahrt total fertig, schlendern wir noch einmal die „Peking Avenue“ von Hallstatt entlang. Stille herrscht im Ort und die Straße haben wir am Morgen fast für uns allein. Sogar die Katzen trauen sich wieder zum Spielen auf die Straße, ohne Risiko zertreten zu werden.

Hallstatt Österreich Katze

Romantik-Straße

Auf der „Österreichischen Romantikstraße“ herrscht selbst am Sonntag starker Verkehr. Autokolonnen, Wohnmobile und wagemutige Motoradfahrer teilen sich das kurvige Asphaltband zwischen Hallstatt und Ramsau. Von Romantik kaum eine Spur!

Alpenidylle abseits der Straße

Ramsau-Dachstein

Von Ramsau fahren wir die Mautstraße (20 €) hinauf nach Schladming, dem Tor zum Dachstein. Wir stellen uns in die Schlange zur Panorama Seilbahn an, kaufen ein Ticket (97 €, 2 Pax) und checken dann im Gasthof Hunerkogel, (120 Euro,2 Pax) ein. Die Seilbahn hat eine Plattform auf dem Dach, auf der man im Freien die Fahrt genießen kann. Wir haben das Glück zu den wenigen zu gehören die für den Balkon ausgewählt werden. Da man Berg- und Talfahrt an der Talstation zu festen Zeiten buchen muss, haben wir hier auf dem Gipfel nur eine Stunde Zeit. Bei guten Wetter ist das zu kurz. Allein an der „Treppe ins Nichts“ stehen wir eine halbe Stunde an. Dann eilen wir durch die Eiswelten, dem Tunnel durch das Gipfeleis und sind somit just in Time wieder an der Seilbahnstation. Es bleibt jedoch keine Zeit für ein Sonnenbad auf den Terrassen oder ein Powernapping im Strandkorb mit Blick über die Bergwelt. Wieder im Tal chillen wir auf der Terrasse des Hunerkogel, besuchen den Streichelzoo, fahren mit österreichischen Jungs ein Bobby Car-Rennen, wandern etwas durch die nahe Umgebung, bevor wir den Rest des Tages wieder auf der Terrasse des Hunerkogel abhängen.

Treppe Nichts Dachstein
Treppe ins Nichts

Gösselalm -Spiegelsee

Sternenklar war die Nacht und klar ist der Himmel auch, als wir in der ersten Seilbahn hinauf auf den Dachstein fahren. Mit offener Jacke machen wir uns es in den Strandkörben auf der Terrasse bequem und genießen Sonne und den spektakulären Blick bis zum Großglockner. Auf der anderen Seite des Tals befindet sich die Reiteralm und einige Bergseen. Die nur 25 Kilometer entfernte Reiteralm ist unser nächstes Ziel.

Dachsteinmassiv

Die mautpflichtige Piste (8 Euro), ist ein kleines Abenteuer. Durch dichten Nadelwald, geht es in engen Serpentinen zwölf Kilometer steil bergauf und auf der schmalen Straße passen zwei Autos gerade so aneinander vorbei.

Leider muss der Wald an vielen Stellen weichen, um neuen Skipisten und Liftanlagen Platz zu machen. Immer höher hinauf führen die Seilbahnen. Vielleicht ist ja dort oben die Chance auf ein Skivergnügen im Winter größer.Schneekanonen stehen überall bereit um ein Schneevergnügen möglich zu machen, in den Wintern die keine mehr sind. Die Hoffnung schmilzt zuletzt.

Nach dem Mittagessen auf der Gösslalmhütte finden wir in der nur einen Steinwurf entfernten Eiskarhütte ein Zimmer für die Nacht.Für 60 Euro pro Person bekommen wir ein frisch renoviertes Zimmer mit Blick auf die Bergkette des Dachsteingebirges. Jetzt in der Nachsaison sind wir außer einer Alleinreisenden Dame die einzigen Gäste. Die Wirtin erzählt uns, dass sie aufgrund der Covid-19 Situation beschlossen haben, auch im Sommer zu öffnen. Dies rechnete sich in 2020 jedoch nicht und sie hoffen nun auf den Winter. Nach Umbauten und Renovierungen kämpfen sie nun mit den Folgen der Krise. Sie fügt noch hinzu: Wenn sie in Berlin leben würden, dann würden sie auch zur „Anti-Corona“ Demo gehen.

Großglockner Hochalpenstraße

Die Großglockner Hochalpenstraße bieten den Autofahrern, die an derMautstelle 37 Euro entrichtet haben, ein fahrerisch anspruchsvolles und schönes Erlebnis. Das allerdings nur in der Nacht. Am Tage folgt man in der Kolonne Wohnmobilen und überforderten Langsamfahrern. Vorbei an sich bergauf quälenden Radfahrern, braucht man Geduld für den Aufstieg. Dabei darf die Aufmerksamkeit aber nicht nachlassen, da in manchen Kurven auch Motorfahrer frontal entgegenkommen können. Die Ausblicke sind spektakulär und dem aufmerksamen Auge wird nicht entgehen, wie dramatisch der Rückgang der Gletscher vorangeschritten ist.  Endlich angekommen am Franz-Josefs Gedächtnis Rummel, fragt man sich was man hier noch soll? Der Gletscher ist nur noch rudimentär vorhanden, sowie auch Eis und Schnee auf den Gipfeln. So schlachtet man das Naturspektakel aus so lange es geht. Der Touristenrummel kann sich mit dem Times Square in New York messen. Die Lautstärke ebenfalls. Autos, Motoräder und Busse ohne Unterlass. Man hat Mühe die Straße zu überqueren! Menschenmassen wie auf dem Oktoberfest. Ob das noch so ist wenn der Gletscher getaut und die Berge schneefrei sind, bleibt abzuwarten.

Das „Panoramarestaurant Kaiser Franz-Josefs-Höhe“ entpuppt sich als schäbige Frittenbude und die Zimmer sind winzig, spartanisch und auch nicht wirklich sauber. Egal ob Zimmer, Getränke oder Mahlzeiten nichts ist hier seinen Preis wert! Das Frühstück kostet zusätzlich 12,50 Euro. Möchte man statt einem gekochten Ei ein Rührei, muss man das auch noch extra zahlen! Nachts stehe ich auf und mache eine Nachtaufnahme. Um sechs Uhr geht’s nochmal raus, die Dämmerung fotografieren und um halb neun steige ich die 600 Meter hinab zum Gletscher, beziehungsweise dem was in einem Kilometer Entfernung davon noch übrig ist. Auf meiner Wanderung hinunter zum Gletscher treffe ich auf ein Filmteam, dass hier eine Kurzreportage über den Gletscher und seinen Zustand dreht -> https://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/morgenmagazin/videos/MOMA-Reporter-Gletscherforschung-100.html

Großglockner

Dolomiten – Drei Zinnen

Nach einem kurzen Schlemmerstopp in Heiligenblut fahren wir weiter nach Italien. Tagesziel ist die Umrundung der Drei Zinnen. Die Angst vor Covid-19 sitzt in Italien tief. Vielleicht ist es auch mehr die Angst vor einem erneuten Shut-Down. Die Hygienevorschriften werden hier, im Gegensatz zu Österreich, konsequent umgesetzt. Italiener tragen selbst auf der Straße meist Masken und sind so recht einfach von anderen Besuchern zu unterscheiden. Desinfektionsmittel stehen überall und Hotelbuffets zur Selbstbedienung wie in Deutschland und Österreich gibt es hier nicht. In manchen Hotels werden sogar die Schlüssel mit Desinfektionsmittel gereinigt. Zwei Stunden später als geplant, kommen wir an den Drei Zinnen an. Naiv wie ich bin, habe ich nicht immer auf dem Schirm, dass heute alles „Sehenswerte“ vermarktet und dafür Geld kassiert wird. So bin ich dann doch erstaunt, dass wir für die Zufahrt zum Parkplatz bei den „Drei Zinnen“ vor einem Schlagbaum stehen. Für 30 Euro öffnet sich dieser und man darf hinauffahren. Eine Alternative ist die Anfahrt mit dem Linienbus oder eine stundenlange Wanderung. Die Wanderung um die „Drei Zinnen“ macht man im Trail mit hunderten Wanderern. Nur die nahende Schlechtwetterfront am späten Nachmittag lichtet die Reihen. Am Himmel ziehen dunkle Wolken auf. Donnergrollen rollt über die Drei Zinnen. Als wir auf halben Weg zur Lavaredo Hütte sind, fallen erste Tropfen. An der Hütte machen wir einen kurzen Stopp. Gerade eben hat es aufgehört zu tröpfeln. Eine Mischung aus Verzweiflung und Hoffnung verleitet mich zu der Entscheidung weiterzugehen. Doch dazu kommt es nicht. Der Himmel verdunkelt sich immer mehr. Kaum hundert Meter gelaufen, beginnt es zu hageln. Es wird immer dunkler und Blitze zucken zwischen den Felsen. Während wir schnellen Schrittes zum Parkplatz zurücklaufen, hagelt und regnet es immer stärker. Die Temperatur ist auf fünf Grad gefallen und am Auto angelangt, sind wir bis auf die Unterwäsche durchgeweicht. Das war’s mit dem Abstecher in die Dolomiten! Es bleibt nur eine heiße Dusche, trockene Sachen und ein leckeres Abendessen. Am Morgen, es regnet nicht mehr, ist aber mit sechs Grad immer noch unangenehm kühl. Doch das erste weiche Licht der Sonne streicht über die Felsen und Tannenwälder. Es gibt Momente, da fühlt man sich hier an den Zion Nationalpark in den USA erinnert. Die Dolomiten, beziehungsweise das wenige, das wir davon gesehen haben, gefällt uns besser als die Alpen in Österreich. Vielleicht kommen wir ja wieder und beenden die Wanderung um die Drei Zinnen.

Nein, kein Wanderwetter!

Sommer in Venedig!

Nun führt uns unsere Route etwa zwei Stunden an die Küste nach Maghera. Hier wollen wir unser Auto für die Tage in Venedig parken. Da die Parkplätze auf dem Festland voll sind, fahren wir über den Damm zum „Venezia Tronchetto Parking“. Es ist, mit 21 Euro pro Tag nicht die günstigste Alternative aber eine der bequemsten. Gegenüber dem Parkhaus ist eine große Anlegestelle der Vaporettas (Wasserbusse). Damit kommen wir in einer halben Stunde zur Anlegestelle nahe unseres Hotels. Dann nur noch geradeaus, dann links über die Brücke, dann rechts die Straße runter, dann am Parochia de S. Luca vorbei und wieder nach links, dann zweite nach rechts und dann ist das Hotel „Ca Alvise“ nach 55 Metern auf der linken Seite vor der Brücke. Eher zufällig haben wir ein Hotel in bester Lage gewählt. Es sind vom Hotel jeweils nicht mehr als 500 Meter zum Marcus Platz, zur Accademia Brücke und zur Rialto Brücke. In der Umgebung finden sich unzählige Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants. Um es perfekt zu machen, entspricht das Hotel-Interieur dem Sujet eines Mittelalter-Historienfilms. Am Nachmittag machen wir noch eine „Aperol Spritz Tour“. Das bedeutet wir quälen uns bei 30 Grad solange durch die Gassen bis wir einen Stuhl brauchen, setzen uns in ein Restaurant genehmigen uns besagtes Getränk und erkunden weiter die Gassen Venedigs, bis es dunkel ist. So haben wir einen ersten kleinen Eindruck.

Instagrammable

Venedig ist der Ort, wo sogar die junge Generation von ihren Smartphones kurz aufblickt. Venedig ist ein Insta-Hotspot und was man auf Insta gesehen hat, will man hier auch selbst posten. So wartet man am Abend auf der Rialto Brücke geduldig auf einen guten Platz für ein Selfie oder stellt gar sein Kamerastativ auf. Jahr für Jahr millionenfach fotografiert, doch nur selten gut, will fast jeder dieses Motiv als Datei selbst mit nach Hause nehmen. Es ist fast schon absurd und schwer zu glauben, doch in Venedig trifft man an jeder Ecke und auf jeder Brücke die „Influenzerinnen“, die „Bloggerinnen“ und alle die sich dafür halten. Mit leichtem Sommerkleid und einem breitkrempigen Hut, sitzen junge jung Mädchen auf Treppenstufen, lehnen lässig über Brückengeländern oder umarmen Säulen, während Freundin oder Freund sie fotografieren. Ja sogar Männer die sich Models mieten, machen hier Bilder die die Welt nicht braucht!

Venedig Gondoliere Portrait
Gondoliere

Venedig, so leer wie seit 20 Jahen nicht mehr!

Wenn auch jeder versichert, das Venedig so leer ist wie seit über zwanzig Jahren nicht mehr, so ist es für mein Empfinden immer noch unerträglich voll. Wer wie ich glaubt, er sein vor Sonnenaufgang am Dogenpalast der Einzige, muss sich eines Besseren belehren lassen.

Sonnenaufgang am Dogenpalast

Etwa 30 Leute finden sich dort schon eine Stunde vor Sonnenaufgang ein und warten auf den magischen Moment, den sie sonst immer verpennen. Alles rennt wild über den Platz um den besten Standpunkt zu finden. Allerdings schreibe ich im Jahr 2020, wo die Covid-19 Angst das Reisen beherrscht und es keine kontinentalen Flugverbindungen gibt. Wie mag es hier sein, wenn im Jahr 30 Millionen Touristen Venedig besuchen? Die Mehrzahl der Besucher Venedigs folgen dem blankgelaufenen Pflaster der Gassen zwischen den Hauptsehenswürdigkeiten oder flanieren auf der Einkaufsmeile „Mercerie“. Verlässt man diese Routen findet man sich nur einen Block entfernt plötzlich in einem Venedig der Ruhe und Ursprünglichkeit. Hier laden kleine Cafés und Restaurants zum Verweilen ein und berechnen für ihren Service einen Bruchteil dessen, was auf den Sightseeing-Trassen verlangt wird. Doch erst wenn es dunkel geworden ist, wenn die Restaurants geschlossen und die Touristen sich aufs Festland oder ihre Zimmer zurückgezogen haben, entfaltet Venedig seinen Zauber. Wenigstens einmal, sollte man durch die dunklen Gassen wandern, während die Schritte von den Wänden wiederhallen. Dunkel ist dann das Wasser der Lagune, dass träge unter den Brücken dahinfließt. Manchmal sieht man dann einen Gondoliere, der leise ein Lied summend nach Hause rudert. Hat sich das Wasser hinter dem Boot wieder geglättet, spiegeln sich Zerrbilder der gelblich leuchtenden Fenster auf dem schwarzen Wasser des schmalen Kanals. Wer am Tag Ruhe sucht, zieht sich in die Viertel „II Ghetto“, das jüdisch Viertel oder nach „Dorsoduro“ zurück, in dem man fast nur Venezianer trifft, zurück. In den Gassen finden sich überall Cafés, in denen man sich mit italienischen Leckereien vollstopfen oder Aperol-Spritz abfüllen kann. Auch das Preisniveau, die Qualität und der Service ist oft besser als an den Touri-Hotspots. Am Abend laufen wir zum Platz Santi Giovanni e Paolo, schauen uns das Floating House, an und genießen den Sonnenuntergang auf der Ponte Accademia, bevor der Abend Aperol-spitzig endet.

Marcus Place sunrise

Burano

Einst fuhren die Männer zum Fischen hinaus, während die Frauen Spitzendeckchen strickten. Die Legende erzählt, dass die Männer die Häuser bunt bemalten, um sie vom Wasser aus leichter erkennen zu können. Burano war eine der Inseln in der Lagune, die besiedelt worden war. Heute leben nur noch wenige Familien auf der Insel, die in der Saison ab 10 Uhr von Touristen geflutet wird. Viele machen nur ein paar Schnappschüsse und fahren wieder ab. Wenige, gehen hier essen, kaufen Andenken oder gar echte Burano Spitze. So verkommt auch Burano zu einer reinen Insta-oder Tiktok Kulisse!

Venedig Burano bunt
Buntes Burano

Murano

Nach dem Sonnenaufgang vom Punta della Dogana und dem Frühstück fahren wir zur Insel Murano. Hier leben noch fünftausend Einwohner und die Insel ist deutlich geschäftiger als Burano. Jedoch gibt es nicht allzu viel zu sehen und nur Liebhaber der Glasbläserkunst sind hier im Paradies. Burano Glas, hat eine lange Tradition, die einst zum Reichtum Venedigs beitrug und gehört noch heute zu den erlesensten Gläsern der Welt!

Wir besuchen San Georgio Maggiore und den alten Fischmarkt „Campo de la Pescaria“. Am Abend verabschiedet uns ein spektakulärer Sonnenuntergang über der Skyline von Venedig.

Abschied von Venedig

Verona

Nach 57 Kilometern zu Fuß durch Venedig wollen wir Beinen und Füßen etwas Urlaub gönnen und fahren nach Verona. Natürlich besuchen wir wie Jedermann Giuliettas Haus, den Ort einer fiktiven Geschichte Shakespeares, mit dem 1928 angebauten Balkon. Veronas steht Venedig in der Vermarktung von Geschichte und alten Steinen in nichts nach. Es gibt mehr Souvenirstände und Läden als historische Gebäude. Die Arena di Verona ist derzeit eingezäunt und wird saniert. Sehenswert sind dort aber lediglich die von Zeit zu Zeit stattfindenden Opern und Theateraufführungen.

Road to San Marino

Um etwas mehr von Italien zu sehen, entscheiden wir uns für die kürzere Route an der Küste entlang nach San Marino. Das war ein Fehler! Zwischen Venedig und San Marion gibt es zumindest auf dieser Route nur leerstehende Gewerbegebiete, verfallene oder verlassene Häuser oder Grundstücke an denen das Schild „VENDESI“ prangt.Auf weiten Strecken folgt man dem EU subventionierten LKW Karawanen. Eine nicht enden wollende Kolonne von Lastwagen nutzt hier die Landstraße um die Mautgebühren zu sparen. Überholen ist sinnlos und selten möglich. Zusätzlich zu den unzähligen Blitzern auf der Landstraße, leistet sich jede nur noch so kleine und halb verlassene Kuhbläke mindestens eine Anlage zur Geschwindigkeitsüberwachung. Nach dem wir nahezu eine Stunde in einem LKW Stau verloren haben, passieren wir am frühen Nachmittag die Grenze von San Marino. Der Zwergstaat ist mit einer Fläche von 61 Quadratkilometern die kleinste Republik der Welt. Weithin sichtbar thronen die drei Burganlagen San Marinos auf dem Monte Titano. Wovon leben die Menschen in so einem kleinen Land? Sie lieben Waffen und handeln damit! Ob Messer, Schwerter, Bögen, oder Handfeuerwaffen, für die San-Marinesen und San-Marinesinnen sind sie ein Symbol der Freiheit. Wichtige Wirtschaftszweige sind aber auch der Tourismus, Finanzdienstleistungen und Handwerk. Exportiert wird nahe liegend vor allem nach Italien.

San Marino Titan

Toskana

Nach Italien fahren auch wir wieder. Nächstes Etappenziel ist die Toskana, das Mekka der Wein und Käseliebhaber. In der Stadt Pienza, mitten im Orcia Tal, mieten wir uns für zwei Nächte im Piccolo Hotel ein.

Neben den Wein und Käse Genießern, sind es auch die Fotografen und jene die es sein wollen, auf die diese einzigartige Landschaft eine unwiderstehliche Anziehungskraft ausübt. So bin ich auch nicht der Einzige der noch vor Einsetzen der Dämmerung durch Olivenhaine und Zypressenalleen irrt. Am Podere Belvedere gesellt sich eine Gruppe Tschechen zu mir. Doch das Motiv liegt in einem dunklen Tal und die Sonne geht im Gegenlicht auf. So fahre ich zum Poggi Covili, bei der Sonne und Nebel um die Vorherrschaft ringen. Hier ist schon eine Gruppe „Betreutes Fotografieren“ aus Großbritannien am Werk. Selbst in der Nachsaison, werden die vier Hauptmotive, Belvedere, Poggi Covil, die „Zig Zag Zypressen Allee“ und die Kirche „Madonna di Vitaleta“ bei Pienza, vom Morgengrauen bis nach Sonnenuntergang von Besuchern belagert.

Am Nachmittag erkunden wir bei leichtem Regen Pienza. Die beschauliche Stadt gilt als ein Beispiel von Idealstadt, nach der Vorstellung der Städteplaner der Renaissance-Epoche und ist seit 1996 Weltkulturerbe der UNESCO. Hoch oben auf einem Hügel, umgeben von wehrhaften Mauern,verströmen die Straßen und Plätze in der autofreien Altstadt ein Gefühl der Ruhe und Geborgenheit.

Belvedere – „der Inbegriff der Toskana“

Petrazetti und Pisa

Da wir nun im Umkreis von 30 Kilometern um Pienza jeden Winkel erkundet haben, fahren wir weiter über Siena nach Pisa. Um mehr von der Toskana zu sehen, nutzen wir wieder die Landstraßen. Doch nirgendwo ist die Toskana landschaftlich so reizvoll wie in der Umgebung von Pienza.

Petrazetti ist ein Kaff auf dem Weg von Siena nach Pisa. Die Hälfte der Bewohner, von denen man nur selten einen auf dem Gehweg sichtet, hat den Ort verlassen, die Gewerbebetriebe haben aufgegeben und der Rest der Bewohner hat ein „VENDESI“ Schild ans Haus genagelt. Vielleicht gerade deshalb leistet sich der Gemeinderat von Petrazetti fünf Anlagen zur Geschwindigeitsüberwachung. Der Ort ist nur etwa 500 Meter lang und eine der Anlagen ist nur 100 Meter von der Nächsten entfernt. Wer also auf seiner Route die Endzeitdörfer Italiens durchquert, sollte die Augen offenhalten oder eine Warn-App nutzen.

Kurz vor Pisa geraten wir in ein schweres Gewitter und es sieht nicht so aus, als würden wir heute noch irgendetwas unternehmen können. Doch als wir auf dem „Piaza dei Miracoli“ stehen, lässt die Sonne den Carrara-Marmor von Turm, dem Dom S. Maria Assunta und des Baptisteriums noch einmal erstrahlen. Doch die dunklen Gewitterwolken, die hier einen perfekten Hintergrund bilden, kündigen einen Wetterwechsel an.

Pisa world heritage

Veruzza – Ligurien

Von Pisa fahren wir am Morgen nach Veruzza. Das verschlafene Fischerdorf an der zerklüfteten ligurischen Küste, an der die Berge steil ins Meer hinabfallen, hat sich in den vergangenen Jahren zu einen zum „Place tobe“ entwickelt. Allein die Fahrt dorthin ist ein Abenteuer. Die kurvenreiche Straße, die einst den Felsen abgerungen wurde, führt durch dichten Küstenwald und diente nur den wenigen Fahrzeugen der Bewohner. An vielen Stellen ist die Straße nur so breit wie ein PKW. Veruzza ist autofrei und kann nur zu Fuß erkundet werden. Die ligurische Küste bietet einige dieser ursprünglichen Orte, an der man Ruhe und Abgeschiedenheit zwischen Bergen und Meer genießen kann. Doch wenn der Sturm die Wellen peitscht und die Bäume sich knarrend im Wind neigen, wird es sehr ungemütlich in der Idylle. Nachdem wir zwei Wochen mit dem Herbstwetter im entscheidenden Moment immer noch Glück hatten,wendet sich das Blatt hier an der ligurischen Küste.

Fünf Minuten Sonnenschein an der Ligurischen Küste

Verschneite Pässe

Hinter Milano hüllen sich die Berge zu beiden Seiten in regenschwere Wolken und schon vor Bormio lassen frisch verschneite Wälder und Hänge nicht Gutes ahnen. Ich schätze die Schneegrenze auf 1500 Meter und werde bald wissen, wie exakt ich geschätzt hatte. An der Zufahrt zur legendären „Strada del Passo dello Stelvio“ steht ein Schild, dass die Zufahrt zum Pass untersagt. Wir umfahren das Schild, denn solange eine Art Straße unter den Rädern ist, gibt es keinen Grund sein Ziel zu ändern. Als der Höhenmesser 1500 Meter anzeigt, beginnt es zu schneien. Doch auch das ist noch kein Grund, nicht doch zu versuchen die Tibet Hütte zu erreichen. Doch mit zunehmender Höhe sinken die Temperaturen und der Schnee auf der Fahrbahn beginnt die Traktion zu mindern. Immer langsamer geht es voran. Knapp zehn Kilometer vor der Hütte drehen sich zwar die Räder noch, doch das Auto bewegt sich nicht. Das Ziel Tibet Hütte, auf 2800 Metern, ist plötzlich unerreichbar. Eine geschlossene Schneedecke auf der Fahrbahn, Sommerreifen, Frontantrieb und Minusgrade sind keine gute Kombination! Wir rufen in der Hütte an und erfahren das seit 17:30 Uhr alle Pässe gesperrt sind. Frühestens morgen Mittag ist die Straße befahrbar. Wir müssen auf der schmalen Passstraße wenden und uns in Bormio eine Unterkunft suchen.
Pisa-Veruazza 104 Km, 1:44 h   8:30-9:45
Veruazza – Scalo Milano Outlet & More, 246 Km, 3:10h
Scalo Milano – Tibet Hütte,  238 Km, 3:48h (Hotel Baita  Die Pini in Bormio)

Gestern Badeshorts, heute Wintertiefel – kurz vor dem Ende auf dem Stilfser Joch.

Schweiz

Die Pässe sind weiterhin geschlossen und die Wettervorhersagen für die nächsten zwei Tage sehen übel aus. So entscheiden wir uns für Realp, das als einziges Ziel in der Schweiz, das von Bormio erreichbar ist, ohne wieder den ganzen Tag im Auto zu verbringen. So der Plan. Der Julierpass, dessen höchster Punkt auf 2.300 Meter liegt ist offen, aber dennoch eine fahrerische Herausforderung. Hinter jeder Kurve gibt es neue atemberaubende Panoramen einer frisch verschneiten Landschaft, wie sie Ende September nicht einmal von den Einheimischen erwartet wird. Als wir in Dieni auf den Oberalppass fahren wollen, kündigen Schilder, die eine Sperrung des Passes anzeigen an, dass der Tag dann wohl doch wieder ganz anders als geplant verlaufen wird. Wir versuchen es dennoch bis wir vor einem Schlagbaum stehen, der den Pass sperrt. Wir fahren zurück nach Dieni und kehren im Hotel Cresta ein.

Mit unseren Loops als Mundschutz werden wir angesehen wie Räuber. Die Maskenpflicht durch Covid-19 wird in der Schweiz sehr unterschiedlich gehandhabt. Während ein Restaurant die Regeln sehr restriktiv umsetzt, kann es sein, dass auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein Gastwirt völlig darauf verzichtet. Umgesetzt wird die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln. Doch auch dort stört sich selten jemand an Fahrgästen ohne Maske.

Gotthard Rundfahrt

Wir versuchen eine neue Route zu finden. Einzige Möglichkeit außer dem Pass ist der Gotthardtunnel. Das ist ein Umweg von mehr als 130 Kilometern. Wir fahren also wieder zurück nach Disentis und dort auf die Gotthardautobahn. Doch nach wenigen Kilometern zeigt uns das Navi einen Stau, sowie eine Umfahrung über den Furkapass an. Wir verlassen uns auf das Navi und als uns noch 20 Kilometer von Andermatt trennen, stehen wir vor dem Schlagbaum des gesperrten Furkapasses. Da Pässe für den Warenverkehr nicht mehr von Bedeutung sind, werden sie nicht geräumt, sondern einfach gesperrt. Anders als in Italien verhindern hier Schlagbäume die Zufahrt. Wir fahren zurück zur Autobahn und wollen auf die A2 Richtung Andermatt. Zwei Sicherheitskräfte, keine Polizei, sperren jedoch die Zufahrt. Keine Baustelle, kein Stau und kein Grund! Wir sind verzweifelt und wissen nun nicht wie wir unser Ziel erreichen sollen. Letzte Chance, wir folgen einem Reisebus aus der Schweiz, den wir unterwegs auf der Autobahn in unserer Richtung gesehen haben und der nun vor uns steht. Wir hoffen, dass der Fahrer mehr weiß als wir. Hinter den Reisebus passieren wir nun den acht Kilometer langen Stau vor dem Gotthard-Tunnel in der entgegengesetzten Richtung. Dann wendet der Bus dort, wo wir zuvor die Autobahn verlassen haben und umfährt den Stau dann auf der gleichen Route wie wir zuvor. Wir können es kaum glauben, als wir wieder an denselben Sicherheitskräften auf derselben Auffahrt vorbeifahren. Diesmal jedoch dürfen wir auf die Autobahn auffahren. Flüssig fließt der Verkehr durch den Gotthard-Tunnel wie schon zuvor.
Die Strecke von Bormio nach Andermatt beträgt 230 Kilometer und ist in vier Stunden zu schaffen. Nach neun Stunden im Auto erreichen wir das Hotel Aurora in Andermatt. Dies war definitiv kein Urlaubstag!

Furka Dampfbahn

Da die Zugverfolgung der Furka-Oberalb-Dampfbahn durch die Sperrung des Furka-Passes nicht möglich ist knipse ich nur ein Bild von der Ausfahrt des Zuges aus Realp. Dann verladen wir unser Auto auf die Matterhorn Gotthard Bahn, da dies derzeit die einzige Möglichkeit ist Zermatt zu erreichen ohne die gesamte Schweiz auf Autobahnen zu durchqueren und wieder den ganzen Tag im Auto zu verbringen.

Furka Oberalb Eisenbahn

Matterhorn

In Zermatt dreht sich alles uns das Matterhorn, Skifahren und die High Snobiety. Ganze 1.065 Hotels, Chalets und andere Unterkünfte, listet die Infobroschüre von Zermatt auf. Bevor Covid-19 den Tourismus Boom beendete, besuchten fast eine Million Menschen Zermatt und die Umgebung. Nicht alle Hotels berechnen für ein Zimmer mit Matterhorn-Blick 1.975 CHF aber für die Mehrheit der Besucher liegen die Zimmerpreise über dem Budget. Hotels, Restaurants und Designershops prägen das Bild des autofreien Zermatt, mit dem immer präsenten Matterhorn im Hintergrund. Das vom Zermatter Tourismusmarketing gepriesene „alte Zermatt“ ist nicht mehr als Staffage für betuchte Besucher, die eine heile Alpenwelt sehen möchten.

Wer den Trubel in Zermatt vermeiden möchte und einen kostenfreien Parkplatz am Hotel bevorzugt, übernachtet in Täsch. Das „Matterhorn Inn“ gegenüber der Bahnstation ist unsere Wahl.

Toblerone Moutain

Für uns ist Täsch der Ausgangspunkt unserer Tour zum Matterhorn. Am Morgen fahren wir mit dem Zermatt-Shuttle von Täsch nach Zermatt. Von dort laufen wir zur Seilbahn und fahren hinauf auf das kleine Matterhorn. Die Täler liegen noch unter dichten Wolken, doch in 3.883 Meter Höhe eröffnet sich bei strahlender Sonne und klarem Himmel, einer der beeindrucktesten Blicke über die Schweizer Alpen. Man wirbt mit dem Begriff „Matterhorn Glacier Paradise“ und der Name weckt große Erwartungen. Bei einem Preis von etwa 200 Euro pro Person für ein Normalticket dürfen sie es auch sein. Doch das „Glacier Paradise“ ist „nur“ ein Tunnel im Gletscher, in dem Skulpturen aus Eis gezeigt werden, so wie auch auf dem Dachstein in Österreich. Bei einem solchen Preis erwartet man auch nicht, dass man für die Toilettenbenutzung im Gipfelrestaurant noch einmal 2 Euro zahlen muss. Es ist allein der bequeme Weg nach oben und der Blick über mehrere Viertausender der diesen Preis rechtfertigt.

Wir können uns von diesem Panorama nur schwer trennen, fahren aber dann doch mit der Seilbahn wieder zu Tal. Durch die Shopping Meile von Zermatt geht es zu Fuß von der Seilbahnstation zum Bahnhof der Gornergrat-Bahn. Mit Hilfe einer Zahnstange erklimmt der Zug seit 1898, eine fast unglaubliche Steigung von maximal 20 Prozent.Auf der Fahrthinauf auf den Gornergrat, in 3.089 Meter Höhe, eröffnen sich auf jedem der neun Kilometer immer neue Perspektiven auf der Schweiz bekanntesten Berg. Unter dem Gornergrat schiebt sich der Gornergletscher zu Tal und das Matterhorn zeigt sich hier aus der bekannten Toblerone-Perspektive. Erstaunlich ist, dass man selbst hier, in über 3.000 Meter Höhe, noch Schneekanonen und Beschneiungsanlagen installiert sind. Einer der schönsten Tage dieser Reise geht zu Ende, als wir auf der Terrasse unseres Hotelzimmers die letzten Sonnenstrahlen genießen.

Fürstentum Liechtenstein

Wenn man die Bilder der Reise betrachtet, könnte man glauben es war immer nur schönes Wetter. Doch heute regnet es bei sechs Grad und die Wolken hängen tief in den Tälern. In Fiesch checken wir alle möglichen Wetter-Apps und überlegen wo wir hinfahren können. Doch heute besteht nirgends Aussicht auf Besserung. So fällt auch unser Ausflug zur „Aletsch-Arena“ buchstäblich ins Wasser und wir fahren nach Vaduz in Liechtenstein.
Im Fürstentum Liechtenstein fallen zuerst die vielen Banken in der eher überschaubaren Hauptstadt Vaduz auf. Das strikte Bankgeheimnis, niedrige Steuern und die lockeren Gesetzgebungen zum Stiftungsrecht, machen das Fürstentum zu einem Steuerparadies. Man schätzt das es etwa 80.000 Briefkastenfirmen und viele Stiftungen ihren Sitzin Liechtenstein haben.
So interessant Liechtenstein für Steueroptimierer ist, für uns ist es einer der langweiligsten Plätze die wir je besucht haben. Die alte Rheinbrücke aus Holz, der Fürstenpalast und einige Museen sind alles was das Fürstentum den touristischen Besuchern zu bieten hat. Nach einer Stunde Stadtrundgang in Vaduz holt uns der Regen ein. Wir verkriechen uns im „Hotel Oberland“ Triesenberg, von wo wir einen grandiosen Blick über Liechtenstein und auf die Alpen haben.
Über dem Anwesen von Johannes Adam Pius Ferdinand Alios Josef Maria Marko d´ Aviano von und zu Liechtenstein, dem amtierenden Fürsten von Liechtenstein, mit einer Drohne zu fliegen, ist keine so gute Idee. Die Sicherheitskräfte sind schneller vor Ort als ich landen und flüchten kann. Ich setze eine überraschte und reumütige Mine auf und lasse 15 Minutenlang Belehrungen, Drohungen und Warnungen auf mich einprasseln. Dann darf ich ohne Audienz bei der fürstlichen Polizei, die Weiterreise antreten.

Wohin in Zeiten der Covid-19 Pandemie, in der Risikogebiete täglich wechseln können und internationale Reisen schwierig zu planen sind ? Internationale Tourismusströme sind zum Erliegen gekommen.  Doch daraus ergeben sich auch Chancen die so vielleicht nicht wiederkommen. Eine "Fünf - Länder - Tour" durch Europa, zu Orten die wir sonst nie, oder erst im Rentenalter besucht hätten war unsere Alternative.
Das Haus von Johannes Adam Pius Ferdinand Alios Josef Maria Marko d´ Aviano von und zu Liechtenstein .

Appenzellerland

Wir flüchten ins Appenzeller Land in der Schweiz. Mit der Luftseilbahn, so nennen die Schweizer ihre Seilbahnen, schweben wir hinauf auf die Ebenalb. Von dort wandern wir über Almen, durch ein Höhlensystem bis zum Gasthaus „AescherWildkirchli“. Das Gasthaus gehört zu den ältesten Berggasthäusern der Schweiz und seit Mitte des 17. Jahrhunderts fasziniert dieser mystische Ort über Generationen hinweg. Es wurden Geschichten von kleinen wilden Leuten erzählt, welche einst in den Wildkirchlihöhlen gelebt haben sollen und den Sennen zur Hilfe gekommen seien.Bei über zwanzig Grad in der Sonne genießen wir stundenlang diesen besonderen Ort und probieren viele Variationen der lokalen Küche. Dann beginnen den beschwerlichen Aufstieg zur Bergstation und schweben mit der Luftseilbahn wieder zu Tal.

Aescher Wildkirchli Schweiz
Gasthaus Aescher Wildkirchli

Heimwärts

Die EU-Road Tour neigt sich seinem Ende. Wir sind wieder Richtung Deutschland unterwegs. Doch bevor wir über 600 Kilometer auf der Autobahn durch Deutschlands Langeweile Landschaften jagen, übernachten wir noch einmal in Oberschwangau. Dort erstrahlt das „Märchenschloss“ des Sonnenkönigs im herbstlichen Abendlicht. Am Morgen machen wir die obligatorische Wanderung zur Marienbrücke und fahren dann nach Hause.

Tromsø im Winter

Storsteinen Tromso Panorama
Blick vom Storsteinen

TOP 10 Tromsø

  • Die Stadt Tromsø
  • Parken in Tromsø
  • Wohnen in Tromsø
  • Essen in Tromsø
  • Bars und Alkohol
  • Shoppen in Tromsø
  • TOP 10 in Tromsø
  • Livecam Tromsø

Die Stadt Tromsø

Die Universitätsstadt Tromsø ist sicher nicht die erste Stadt, dessen Namen man mit Urlaub in Norwegen verbindet. Doch die Universitätsstadt mit 12.000 Studenten und etwa 75.600 Einwohnern ist alles andere als ein verschlafenes Nest. Der Großteil der Stadt liegt auf Tromsøya und ist über die Tromsø-Brücke und den Tromsøysund-Tunnel mit dem Festland und über die Sandnessund-Brücke mit der Insel Kvaløya verbunden.
Bei genauerem Recherchieren wird man bemerken, dass Tromsø mehr zu bieten hat, als man vermutet.
Von September bis Oktober versammeln sich Buckelwale und Orcas vor der Küste.
In der Periode zwischen September und März ist Tromsö das Lichtspieltheater für die Aufführungen der Aurora Borealis, der Nordlichter. Diese beiden Events ziehen mehr und mehr Touristen an, die diese Naturspektakel selbst erleben wollen.
Abgerundet wird das Programm für die Besucher durch Hundeschlitten- und Touren mit Schneemobilen, mit Wanderungen und Walbeobachtungen von Schiffen vor der Küste.
Das Polaria zeigt Filme über Spitzbergen und die Nordlichter. Weiter werden die Auswirkungen der Eisschmelze auf die Natur beschrieben. Ausgefallen ist die Architektur des Polaria, die wie übereinander geschobene Eisschollen wirken.
Im Polarmuseum, der Universität Tromsø, erfährt man viel über verschiedene Polarexpeditionen, Eisbären und Forscher wie Roald Amundsen.

Norway Tromsø Polaris
Polaris

Im Stadtzentrum von Tromsø, dem Paris des Nordens, findet man die größte Ansammlung alter Holzhäuser in Nordnorwegen. Das älteste heute noch erhaltene Haus ist aus dem Jahr 1749 steht auf der Festung Skansen und wurde 45 Jahre vor der Verleihung des Stadtrechtes im Jahr 1794 erbaut.

Die Arctic Cathedral oder Eismeerkathedrale in Tromsø ist die nördlichste Kathedrale der Welt.

Parken in Tromsø

Einzigartig das Parkhaus „Fjellet“ im Tunnel. Ich war zuerst auch verwirrt, aber es handelt sich wirklich um ein Tunnelsystem unter Tromsø. Dort gibt es genügend Parkplätze (900), aber die Tagespauschale liegt bei ca. 28,50 €.

Wohnen in Tromsø

Hotels in Tromsø sind teuer! Hat man einen Mietwagen, so kommen auch noch die Kosten für das Parken obendrauf. Gute Airbnb Apartments kosten zwar auch ihren Preis, jedoch kann man bei mehrtägigen Aufenthalten einiges an Geld sparen und dafür deutlich an Komfort gewinnen.

Essen in Tromsø

Risø der beste Kaffee in Tromsø, Strandgata 32 Zugegeben, der Kaffee im Riso schmeckt gut.Jedoch ist der Service langsam und die drei Kuchenkreationen rangieren unter dem Durchschnitt und erreichen kaum die Qualität deutscher Bäckereiketten. Mehr Mühe gibt man sich im Kaffeebønna. Besonders die Filiale unweit des Radisson Blue Hotel lohnt einen einen Besuch. Die Kombination aus Museum norwegischer Gebrauchsgegenstände und gemütlichen Sitzmöbeln, macht den Aufenthalt interessant und angenehm.
Zum Mittag und Abendessen empfiehlt sich Emmas Drømmekjøkken, Nitty Gritty oder Mathallen. Emma und Nitty offerieren norwegisch-samische Küche und ist damit vielleicht nicht jedermanns Geschmack. Also am besten vorher die Speisekarten online checken. Absolut empfehlenswert ist das „Egon“. Das empfinden nicht nur wir so. Lange Wartezeiten vor dem Restaurant zur Abendzeit sind nicht selten.
Auf dem Hausberg Storsteinen von Tromsø befindet sich ebenfalls ein Restaurant, dass jedoch eher an eine Großkantine erinnert. Die Burger, wie zum Beispiel Lakseburger oder Elgburger kosten jeweils 23€.

Tromsø Restaurant Egon
Egon


Freien Internetzugang findet man in der Tromsdalen Bibliotek (Grønnegt. 94, 9008 Tromsø). In den zahlreichen Cafés und Kneipen der Bibliothek kann man sich bei Leckereien aufwärmen.

Norway Tromsø Kaffeebonna
Kaffeebonna

Bars + Alkohol

Absacker gibt es in der Bastard Bar oder im Rorbua Pub. In der Magic Ice Bar, nahe dem Hurtigrouten-Pier, verlangt man 22,50 € Einritt, indem ein kleiner Allerweltschnaps als Willkommensdrink enthalten ist. Wir finden das unverschämt und testen diese Bar nicht. Live Musik, Bier und Snacks bietet die Bastard Bar, Strandgata 22, 9008 Tromsø. Allerdings schenken Bars und Restaurants nur bis 1 Uhr in der Nacht Alkohol aus.

Alkohol und Co. ist in Norwegen nicht nur teuer, sondern auch schwer zu bekommen. In allen Märkten gibt es festgelegte Verkaufzeiten. Diese sind:

  • an Wochentagen zwischen 8:00 Uhr und 20:00 Uhr
  • an Sonnabenden von 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr
  • an Silvester gibt es abweichende Zeiten, dann ist bereits um 15:00 der Verkauf von Alkohol verboten

Unter Alkohol fällt auch Bier und Wein mit weniger als 4,5% Alkohol.
Alkohol trinken in der Öffentlichkeit ist in Norwegen verboten. Daran hält sich jedoch nicht jeder. Es gibt Bars bei denen die Gäste auch im Winter mit einem Bier oder Wein draußen stehen. Das ist ja dann öffentlich.

Tromsø Rorbua BAR
Rorbua Pub

TOP 10

  1. Fjellheisen Tromsø ist eine Seilbahn, welche vom Stadtteil Hungeren auf den Hausberg Storsteinen fährt. Alternativ gibt es auch einen Wanderweg auf den Gipfel. Tipp: Wenn man öfter die Seilbahn nutzen möchte, kann man Mehrfachtickets vorher (z.Bsp. Narvesen Shop) und dabei etwas sparen. Die Hin- und Rückfahrt kostet an der Talstation 23,50 Euro pro Person. Das Fjellstua Café auf dem Storsteinen offeriert Mittag- und Abendessen während man die die spektakuläre Aussicht genießt.
  2. Nordlichttour 80-180 € (je nach Dauer) Vorhersage für Aurora Borealis: https://www.swpc.noaa.gov/
    https://www.norway-lights.com/#tromso
    http://www.virtualtromso.no/en/northern-lights/182-tromso-nortern-lights-forecast-for-next-3-and-27-days.html
  3. Tromsøbrua, die geschwungene Brücke, die oft im Advertising zu sehen ist
  4. Ishavskatedralen (Eismeerkathedrale). Der Eintritt kostet 5 € (Stand 2019). Die Kirche ist innen sehr schlicht gehalten.
  5. Ausflüge:  Tagesausflug Lyngsalpen und Aurora Spirit (nördlichste Whisky Destillery der Welt)
  6. Scheemobil-, Schlittenhund- oder Rentierschlittentour in die Umgebung von Tromsø 130-200 € (je nach Dauer)
  7. Fjordtour und Walbeobachtung 4-7 Stunden ab Tromsø, 120 – 160 €
  8. Ice Domes 85 € pro Person (Tourpreis), wer individual anreist 51,00 € pro Person)
  9.  Altstadt mit den Holzhäusern besuchen, 0 €
  10. Polaria (14,50 € pro Person) und Polarmuseum (7 € pro Person)

Livecam Tromsø

http://camera.deckchair.com/radisson-blu-tromso-norway

Norway Tromsø Tour
Masse statt Klasse – Rentier & Sami Tour von Tromsø

Südsee – Klima – Beste Reisezeit

Wetter allgemein

Seit einigen Jahren fällt auf, dass das Wetter in vielen Regionen der Welt nicht mehr den üblichen Zyklen folgt und es zu „Extremereignissen“ kommt. Der kälteste Winter in Indien seit 50 Jahren im Jahr 2011, verregnete Südseeaufenthalte auf den Salomonen und Vanuatu sind da nur Beispiele. Daher nutzen wir für die Wettervorhersagen weltweit die Webseite yr.no. Dieser, vom Norwegischen Meteorologischen Institut und dem Norwegischen Rundfunk zur Verfügung gestellter Dienst, aktualisieren die Vorhersagen viermal am Tag und Erfahrungen haben gezeigt, dass diese zuverlässiger sind als viele andere Wetterseiten.

Wer es noch nicht weiß, ein Regentag bedeutet nicht zwingend, dass es den ganzen Tag regnet. Oft regnet es nur eine Stunde. Wird in 24 Stunden eine Wassersäule größer als 0,1 mm (0,1 l/m²) gemessen, ist das meteorologisch gesehen ein Regentag. Die Nebensaison kann daher ähnliche Chancen auf einen gelungenen Urlaub bieten, wie die „beste Reisezeit“. Genau so kann es in dieser „besten Reisezeit“ auch tagelang bewölkt sein oder gar stundenlang regnen. Es gibt keine Garantien – nur Richtwerte.

Die Hauptinseln und Inseln mit aufragenden Bergen bekommen in der Regel weitaus mehr Regen als die Koralleninseln ab, da sich die Wolken an den Bergen aufstauen. Die flachen Inseln und Atolle sind hingegen deutlich flacher, weshalb hier Regenwolken oft nur darüber hinwegziehen oder gelegentlich Niederschläge spenden.

Cook Inseln

In den Monaten von Januar bis Mai und im Dezember gibt es in Rarotonga viele Niederschläge. Die Wassertemperaturen liegen ganzjährig über 21° Celsius. Beste Reisezeit sind die Monate von Juni bis Anfang November. Doch auch in diesen Monaten kann es gelegentlich zu Niederschlägen kommen.

Klima Cook Inseln

Fiji Inseln

Hauptsaison ist von Dezember bis Januar, Nebensaison Mai bis September. Zwischen Januar und Februar ist es regnerisch und es kann Stürme geben. Von Mai bis Oktober ist Trockenzeit mit wenig Regen, angenehmer Luftfeuchtigkeit und durchschnittlichen Temperaturen von 29° Celsius. In unserer Winterzeit von November bis April herrscht Regenzeit mit durchschnittlichen 31° Celsius, hoher Luftfeuchtigkeit und der Gefahr von tropischen Wirbelstürmen (ereignen sich statistisch gesehen alle fünf Jahre, der letzte war im Februar 2016). Im trockeneren Westen Fidschis, wo die Yasawa-Inseln liegen, regnet es in dieser Zeit meist nur ein bis zwei Stunden am Nachmittag.

Klima Fidschi Fiji

Französisch Polynesien

Trotz der geografisch großen Ausdehnung, ist das Wetter auf allen Inseln annähernd gleich. Von November bis März dauert die heißere und feuchtere Periode des Jahres. Mit Tagestemperaturen von bis zu 32 °Celsius ist es sehr warm und es besteht eine hohe Luftfeuchtigkeit. Zudem ist in dieser Zeit mit starken Regenfällen zu rechnen. Denn dann bringen Passatwinde aus dem Norden und Nordosten dreiviertel des jährlichen Niederschlages. Zwischen Januar und März kann die Inselwelt Französisch Polynesiens auch von Zyklonen getroffen werden.
Die Landebahn auf Hiva Oa liegt hoch oben auf einem Bergrücken und kann vor allem von März bis August wegen Nebel oder Regen geschlossen werden.
Von April bis Oktober herrscht hingegen kühleres und trockeneres Wetter. Verantwortlich dafür ist der trockenere Südostpassat. Dann werden am Tage bis zu 29 °Celsius gemessen. Die Luftfeuchtigkeit ist in diesen Monaten geringer. Doch auch in diesen Monaten kann es gelegentlich zu Niederschlägen kommen.
Auf den Passatwinden zugewandten Ostseiten der Inseln sorgt der Seewind für Abkühlung, aber auch für mehr Feuchtigkeit. Die Wassertemperatur liegt ganzjährig zwischen 26 und 29 °Celsius.

Klima Französisch Polynesien

Guam

Auf Guam ist es das ganze Jahr über tropisch warm mit einer hohen Luftfeuchtigkeit. Wegen der Nähe zum Äquator variieren die Temperaturen wenig. Sie liegen zwischen 27 und 31 °Celsius. Die “Beste Reisezeit” ist kühlere und trockenere Saison von Ende Dezember bis Ende Mai. Die feuchte und wärmere Jahreszeit dauert von Juli bis Dezember. In dieser Zeit können etwa alle acht Jahre auch Taifune die Insel treffen.

Klima Guam Reisezeit

Kiribati

Wegen der Nähe zum Äquator variieren die Temperaturen wenig. Sie liegen zwischen 26 und 34 °Celsius. Das Klima auf allen Inseln Kiribatis ist während des gesamten Jahres tropisch. Auf den Inseln nördlich des Äquators, gibt es zwischen Juni und November die stärksten Niederschläge. Nahe dem Äquator ist das Klima ausgeglichener und die geringen Regenschauer verteilen sich über das Jahr. Auf den Inseln südlich des Äquators regnet es in den Monaten von November bis April. Dabei fallen die Regenschauer meist kurz und heftig aus.

Kiribati ist stark durch tropische Wirbelstürme gefährdet, die insbesondere zwischen November und März auftreten können. Als beste Reisezeit empfehlen sich die Monate Juli bis Oktober.

Klima Kiribati Wetter

Föderierte Staaten von Mikronesien

Obwohl die Inseln Mikronesiens über eine riesige Fläche im Pazifik verstreut liegen, herrscht wegen der Lage direkt am Äquator, auf allen Atollen ganzjährig ein tropisches und warmes Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit. Die Mittelwerte von 25 bis 30° Celsius bleiben im Tages- und Jahresverlauf fast immer konstant gleich.
Eine „beste Reisezeit“ für ganz Mikronesien ist schwierig zu definieren. Auf den Inseln und Atollen nördlich des Äquators, sorgen Passatwinde zwischen November und April für kühlere Temperaturen und weniger Regen.
Auf den Inseln und Atollen südlich des Äquators, herrschen zwischen Mai und Oktober kühlere Temperaturen und es fällt weniger Regen.
In Mikronesien regnet es an rund 300 Tagen im Jahr. So kommt es auch in den trockeneren Monaten immer wieder zu Niederschlägen.
Die Inseln Mikronesiens werden statistisch von 19 tropischen Wirbelstürmen pro Jahr getroffen. Aufgepasst ihr Abenteurer! Zwischen Juni und Dezember ist vor allem auf den nordwestlichen Inseln Sturmsaison.

Nauru

Nauru ist klein und liegt rund 60 Kilometer südlich des Äquators. Das Thermometer schwankt nur zwischen 24 und 34° Celsius und es herrscht eine hohe Luftfeuchtigkeit. Mit ergiebigen Regen muss in jedem Monat gerechnet werden. Die niederschlagsreichsten Monate sind November bis Februar.
Die „beste Reisezeit“ für Nauru sind die Monate zwischen März und Oktober. Auch wenn fast täglich mit größeren Regenfällen gerechnet werden muss, regnet es dann weniger und das Wetter ist auf Grund der warmen und trockenen Passatwinde sehr angenehm. Die Sonne scheint fast ganzjährig acht Stunden pro Tag. In der Vergangenheit wurde Nauru von tropischen Wirbelstürmen verschont.

Klima Wetter Nauru

Neukaledonien

Die Temperaturen auf Neukaledonien, sind etwas kühler als auf anderen Südsee-Inseln. Der längs über die Hauptinsel verlaufende Gebirgszug, teilt die Insel in zwei klimatische Zonen. Der Norden und Osten werden von einem feuchten Klima beherrscht und der im Regenschatten liegende Westen und Süden ist durch trockneres Klima geprägt. Von Dezember bis März herrscht ein warmes, windiges und eher feuchtes Wetter auf Neukaledonien. Es kommt fast täglich zu kurzen, sehr heftigen tropischen Regenschauern. In den Monaten Von April bis November ist ein kühles und trockenes Klima auf Neukaledonien vorherrschend. Von November bis Mai besteht die Gefahr von Zyklonen.

Klima Wetter Neukaledonien

Republik Marshallinseln

Auf den Marshallinseln in unmittelbarer Nähe zum Äquator, herrscht immer ein tropisches und feuchtes Klima mit hohen Temperaturen.
Die Temperaturen schwanken im Jahresverlauf kaum. Von Januar bis März werden sie durch den kühlen Nordostpassat etwas gemildert.Auf den südlichen Inseln und Atollen ist es wärmer als auf den Nördlichen. Mit kurzen und ergiebigen Regenschauern muss man das ganze Jahr über täglich rechnen.
Als beste Reisezeit empfiehlt sich die trockenere Periode zwischen Dezember und April. Dann fallen die Regenschauer geringer aus als in der feuchteren Periode von Mai bis November. Im Süden der Republik kann mit 4.000 Litern Regen pro Quadratmeter, achtmal mehr Regen fallen als im Norden!
Wirbelstürme ziehen meist an den Marshallinseln vorbei, doch ist es nicht ausgeschlossen, dass sie die Atolle zwischen September und November treffen.

Klima Wetter Marshallinseln

Republik Palau

Regenreich und heiß ist das Klima auf dem Inselstaat Palau zumindest in den Monate Juli bis Oktober. Die Tagestemperaturen klettern auf bis zu 32°Celsius. In den Monaten November bis März kann das Thermometer, wenn auch sehr selten, auf bis zu 8 ° Celsius absinken. Die jährlichen Niederschlagsmengen betragen satte 1.500 bis 2.500 mm. Mit Regenfällen muss in allen Monaten gerechnet werden. Am stärksten regnet es zwischen Juli und Oktober. Die beste Reisezeit für Palau ist die Zeit zwischen Dezember und April, da dann die Chance auf trockene Tage am höchsten ist.

Klima Wetter Palau

Papua-Neuguinea – Rabaul

In den Küstenzonen Papua-Neuguineas herrscht ein tropisches heißes Klima. Die Temperaturen liegen zwischen 26 und 30° Celsius. In den Monaten Dezember und Januar können sie auf 39° Celsius steigen. Die Tiefstwerte werden im Juni und Juli mit etwa 23°Celsius erreicht. Die Wassertemperaturen betragen zwischen 26 und 29° Celsius.
Auf Papua-Neuguinea gibt es eine feuchtere und eine trockenere Jahreszeit. Zwischen Dezember und April führt der Nordwestmonsun sehr feuchte Luftmassen vom Pazifik heran, der für starke Niederschläge sorgen kann. In diesem Zeitraum muss auch mit Taifunen gerechnet werden.
Die „beste Reisezeit“ für Papua-Neuguinea ist im Zeitraum zwischen Mai und November. Dann sorgt der Südostpassat für sonnige und trockene Tage mit wenigen Niederschlägen.

Klima Wetter Papua Neuguinea

Pitcairninseln

Ergiebige Regenfälle und tropische Temperaturen prägen das Wetter auf den Pitcairn Inseln. Die Temperaturen sind mit nächtlichen Tiefsttemperaturen von 12° Celsius und Tageshöchsttemperaturen von 28° Celsius niedriger als auf anderen Südseeinseln. Die beste Reisezeit ist zwischen August und November. Im August und September sind die Temperaturen am niedrigsten.

Klima Wetter Pitcairn

Salomonen

Auf den Salomonen herrscht ein warmes und feuchtes Klima mit Durchschnittstemperaturen von 24-29° Celsius bei geringen Schwankungen im Jahresverlauf. Im August sind die Temperaturen am niedrigsten und im Februar am höchsten.
Die beste Zeit für eine Reise auf die Salomonen sind die Monate von Mai bis Oktober. In dieser Zeit ist es im Inselstaat meist sonnig und trocken. Die sonst hohe Luftfeuchtigkeit wird durch leichte Meeresbrisen gemildert.
Die Regenzeit dauert von November bis April. Zwischen Januar und März können alle zwei bis drei Jahre tropische Wirbelstürme die Inselgruppe treffen. In der Regenzeit sind die Verkehrsverbindungen zu Lande, zu Wasser und in der Luft häufig unterbrochen.

Klima Wetter Salomonen

Samoa

Die beste Reisezeit für Samoa ist die Zeit von Mai bis Oktober und hier vor allem die trockensten Monate Juni, Juli und August. Im Vergleich zur Regenzeit zwischen November und April sind die Temperaturen in der „Trockenzeit“ ein klein wenig niedriger, es regnet weniger und die schwüle tropische Luft wird durch Passatwinde gemildert. Zudem bedrohen dann keine Wirbelstürme die Urlaubsfreude unter Palmen und die Sonne scheint jeden Tag lange vom blauen Himmel.

Klima Wetter Samoa

Königreich Tonga

Wie auf allen Südsee Inseln, herrscht auf Tonga hat ein warmes, Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit. Im Vergleich zu den anderen Südseestaaten ist es in dem kleinen Königreich etwas kühler. Die Temperaturen sind auch hier recht ausgeglichen.
Die niedrigsten Temperaturen werden von Juli bis September mit 17 bis 25° Celsius, die höchsten Temperaturen zwischen Januar und März mit 23 bis 29°Celsius gemessen. Nur selten steigen die Temperaturen über 30° Celsius. Im Süden Tongas ist es etwa 5° Celsius kühler als im Norden. Ebenso regnet es im Süden, wo auch die Hauptinsel Tongatapu liegt, deutlich weniger als im Norden.
Die beste Reisezeit sind die relativ trockenen und kühlen Monate zwischen Mai und November, wobei vor allem die Monate zwischen Juli bis Oktober zu empfehlen sind. Dann sind die Niederschlagsmengen am geringsten und die Sonnenscheindauer erreicht ihren Höhepunkt. In der Zeit von Dezember bis April gehen starke Regenfälle nieder und die Gefahr von Zyklonen steigt. Der März gilt als der regenreichste Monat. Der Himmel ist dann häufig bedeckt und es bilden sich am Nachmittag Gewitter.

Klima Wetter Tonga

Tuvalu

Wie auf allen Südsee Inseln, herrscht auf Tuvalu hat ein warmes, Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit und geringen jahreszeitlichen Temperaturschwankungen. Man unterscheidet zwei Jahreszeiten. In der Regenzeit, die im November beginnt und im März endet, fällt in 5 Monaten etwa so viel Regen wie in Deutschland in einem halben Jahr niedergeht. In der Regenzeit muss mit erschwerten Reisebedingungen zu Lande, zu Wasser und in der Luft gerechnet werden.
Von Januar bis März besteht die Gefahr, dass tropische Wirbelstürme die Inseln heimsuchen.
Beste Reisezeit für Tuvalu ist der Zeitraum von April bis Oktober. Allerdings sind auch dann mal stärkere aber kurze Regenfälle möglich. Dominierend sind Sonnenschein und blauer Himmel.

Klima Wetter Tuvalu

Vanuatu

Wie auf allen Südsee Inseln, herrscht auf Vanuatu hat ein warmes, Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit und geringen jahreszeitlichen Temperaturschwankungen. Mit maximal 25° Celsius am Tag und etwa 18 ° Celsius in der Nacht sind die Temperaturen von Juli bis September am niedrigsten. Die beste Reisezeit für Vanuatu ist von Juni bis September. In diesen Monaten ist es warm, aber nicht zu heiß. Zudem fällt relativ wenig Regen und kühlende Passatwinde mildern die Luftfeuchtigkeit. Von Dezember bis April sollte man die Inselgruppe eher nicht besuchen. Dann wird es relativ heiß, es ist oft regnerisch und sehr schwül. Außerdem ist in diesem Gebiet der Südsee die Gefahr für Wirbelstürme recht hoch. In den übrigen Monaten zwischen November und April fällt in Form kurzer, heftiger tropischer Schauer der meiste Niederschlag. Im März gibt es 21 Regentage und die Niederschläge sind wahrhaft tropisch.

Klima Wetter Vanuatu

Südsee – Flüge – Einreise – Tipps

Es gibt eine Region, die ist für Europäer noch schwerer zu erreichen als Australien oder Neuseeland. Die Südsee. So groß wie die Fläche von Russland, Asien und China zusammen, nimmt Sie ein Drittel der Erdoberfläche ein.
So weit entfernt, wo die scheinbar unberührten Inseln mit exotisch klingenden Namen liegen, muss das Wasser klarer und die Vegetation viel grüner sein. Und tatsächlich gibt es dort keine Schlangen an Sehenswürdigkeiten und keine Hotelburgen an den Stränden. Einige Inseln bieten nicht mehr als eine Hütte zur Übernachtung.

Manche der Inseln ragen nur wenige Meter aus der Meer, während sich auf anderen Inseln majestätische Felsnadeln und Berge aus dem Dschungel erheben.
Die Inselbewohner entwickelten vielfältige und einzigartige Kulturen. Sie besitzen noch heute die Fähigkeit, ohne die Errungenschaften der modernen Technik, in der unendlichen Wasserwüste zu navigieren.

So mancher Seefahrer erlag den Reizen der Südsee mit seiner üppigen Natur und der unbeschwerten freizügigen Lebensweise ihrer Bewohner, nach Monate währender Fahrt über die Ozeane. Überliefert ist die Geschichte des Transportschiffes „Bounty“. Teile der Besatzung beschlossen im Jahr 1790 nicht nach London zurückzukehren und stattdessen mit tahitianischen Frauen die Pitcairn Inseln zu besiedeln.

In langen Recherchen und auf mehreren Reisen sammelten wir wertvolle Informationen, über diese in unseren Breiten, wenig bekannte Region.

Inselkombinationen

Folgende Inselkombinationen sind, basierend auf den Flugverbindungen, machbar.
Alle nicht genannten Inseln und Inselstaaten sollte man nicht kombinieren, da es dann sehr zeitaufwendig und teuer wird und am Ende kaum Erholung übrig bleibt.
Santiago de Chile – Osterinseln – Tahiti
Tahiti – Marquesas
Tahiti – Cook Islands
Tonga – Samoa – Cook Islands
Tonga – Samoa – Fiji
VanuatuSalomonen
Neukaledonien – Rabaul (PNG)

Einreise

  • VISA on Arrival ist auf den meisten Südseeinseln möglich, allerdings benötigt man dann zwingend ein Flugticket für den Beleg der Weitereise (siehe Tabelle Einreisebestimmungen)
  • auf Grund der Flugverbindungen kann man die Südsee in drei Regionen teilen:
    1) grüne Linien von Australien erreichbar
    2) rote Linien von Neuseeland erreichbar
    3) Französisch Polynesien und Osterinseln von Nord- bzw. Südamerika erreichbar
  • möchte man von einer Region in eine andere Reisen, benötigt man unglaublich viel Zeit und muss oft einen Umweg über Australien oder Neuseeland in Kauf nehmen
  • plane Puffertage ein, da Flüge nicht selten verspätet sind oder ganz gestrichen werden (die Puffertage lassen sich dann für kurze Ausflüge nutzen)
  • „Beste Reisezeit“ – die Südsee ist kein Garant für ewige Sonne – auch in den Monaten, die als beste Reisezeit ausgewiesen sind, kann es jederzeit zu tage- oder wochenlangen Regenfällen kommen
  • die Preise vor Ort für orientieren sich an dem Niveau von Australien und Neuseeland und die meisten Waren haben einen langen Seeweg hinter sich
  • reise mit leichtem Gepäck, da es zwischen den Inseln eines Inselstaates oft nur kleine Propellermaschinen verkehren, die nicht selten gut gebucht sind
  • eine Reiseapotheke die Pflaster, Ibuprofen 600 und Desinfektions-spray enthalten sollte (auch kleinste Verletzungen können dramatische Folgen haben, das es dort Viren und Keime gibt, die unserem Immunsystem völlig unbekannt sind (ich  habe das schmerzlich erfahren müssen)
  • die Auswahl an Reiseveranstaltern in Europa mit Angeboten für die Südsee ist sehr überschaubar und die Preise sind für einen deutschen Durchschnittshaushalt kaum zu stemmen – eine Möglichkeit ist, Veranstalter in Australien oder Neuseeland, die ein deutlich breiteres Angebot haben zu nutzen
  • buche nur über Agenturen, wenn dir die eigene Organisation zu mühselig ist – das spart Geld!
  • einige Resorts bieten auch Unterkünfte an, die man mit anderen teilt – dass reduziert den Reisepreis drastisch
  • auf einigen Südseeinseln (z.Bsp. Fiji, Bula-Pass) ist günstiges Inselhopping in Kombi mit Fährtickets möglich
  • manchmal gibt es an den Häfen sogar supergünstige Last Minute Angebote
  • Fährtickets für Fahrzeuge unbedingt im Voraus buchen, denn zwischen einigen Inseln sind die Plätz für Fahrzeuge (Samoa, Upolu-Savaii) oft für Wochen ausverkauft
  • wenn du klare Vorstellungen vom Ort und der Art der Unterkunft hast, buche mindestens drei Monate im Voraus, viele gute Unterkünfte sind sonst ausgebucht

Internationale Flugverbindungen in der Südsee

Flüge Südsee Karte

Einreisebestimmungen VISA on arrival

Einreise Visa Südsee Fiji

Letzte Überarbeitung 04.10.2019

LISSABON

Aus den USA, Kanada, China, Japan, Schweden, den Niederlanden und vielen anderen europäischen Ländern kommen die Menschen nach Lissabon. Der Hype um die Stadt ist ungebrochen. Besonders, wenn Kreuzfahrtschiffe am Kai liegen wird es unerträglich voll in der Altstadt Lissabons. Es heisst anstehen an bekanten Cafés, an Museen und an allen Sehenswürdigkeiten. Vollgestopft mit Touristen müht sich die Carris durch die Altstadt Lissabons. Die alte Tram teilt sich die Straßen mit Autos, Bussen, LKW, TucTuc´s und nicht selten bricht der Verkehr zusammen. Über Lissabon gibt es viel Reiseliteratur und noch mehr Blogs, die scheinbar alle nur inhaltslose Oberflächlichkeiten voneinander abschreiben.

Alles was ich dem hinzufüge, sind einige Insider-Tipps, eine Liste aller Rooftop-Bars und Rooftop-Restaurants und aller Aussichtspukte, da es die in diese Vollständigkeit sonst nirgends gibt.

Die besten Aussichtspunkte

Miradouros – Wir beginnen mit dem Miradouro Nossa Senhora do Monte, dem höchsten Aussichtspunkt Lissabons. Neben dem malerischen Blick über Lissabon und den Tejo, findet sich hier oben auch eine Marienstatue und eine winzige Wallfahrtskapelle. Allerdings war es hier so voll, dass wir die  Marienstatue erst entdeckt haben, als ich die Party auflöste.

Lisboa Lissabon Aussicht view point
Miradouro Nossa Senhora do Monte

Ebenfalls katholisch ist das Kloster Igreja e Mosteiro Sao Vicente de Fora, dass König Philipp II. von Spanien 1582 errichten ließ. Der Renaissancebau ist Sitz des Kardinals von Lissabon. Im Innern finden sich die schon beschriebenen Azulejos und von der Außenterrasse bietet sich ein bescheidener Blick über das Stadtviertel Graça.

Am Abend ist der Miradouro da Graça ein beliebter Treffpunkt für Touristen. Zum Sonnenuntergang schweift der Blick über die Burg, die Baixa bis hin zur Ponte 25 de Abril. Eine ebenso schöne Aussicht genießt man vom Miradouro Sao Pedro Alcantara im Bairro Alto. Bei einem Drink vom Kiosk genießt man gemeinsam den Blick hinüber zur Burg.

Lissabon view Point aussicht
Miradouro da Graça

Miraduro de Sao Pedro befindet sich in unmittelbarer Nähe des Barrio Alto und bietet eine schöne Aussicht auf das Castelo St. Georg.

Die Linea 28 in Alfama fährt bis zum Aussichtspunkt Portas do Sol, wo sich auch das gleichnamige Restaurant findet. Von hier oben sieht man die Kreuzfahrtschiffe am Kai liegen.

Ebenso ist der Ascensor da Bica ein technisches Denkmal aus einer längst vergangenen Zeit. Konstruiert wurde die Standseilbahn ebenfalls durch den portugiesischen Ingenieur Raoul Mesnier du Ponsard. Sie ging am 28. Juni 1892 in Betrieb. Ursprünglich wurde sie mittels Wasserballast angetrieben, 1896 auf Dampf umgestellt und schließlich 1914 elektrifiziert. Beginn der kurzen Tramlinie ist an der Station Rua de São Paulo. Nur 160 Meter entfernt befindet sich der Miradouro de Santa Catarina. Von hier hat man einen schönen Blick auf die Ponte 25 de Abril und die verbeifahrenden Schiffe. Ein kleiner Kiosk bietet Erfrischungen nach dem beschwerlichen Aufstieg.

Der Aufzug„Elevator de Santa Justa“ wurde 1902 nach Plänen des Ingenieurs Raoul Mesnier de Ponsard, einem Schüler Gustav Eiffels, errichtet. Er verbindet die Stadtteile Baixa (Unterstadt), Chiado und Bairro Alto (Oberstadt) miteinander. Auf dem Dach des Elevator befindet sich eine meist überfüllte Aussichtsplattform mit schönem Blick auf Altstadt und Castelo.

Vom Hügel auf dem das Castelo de São Jorge steht, schauten schon die Mauren und die Römer auf den Tejo. Heute haben Touristen die Burganlage erobert und die Heerscharen laben sich im Café des Castelos oder blicken von den Miradouros über ihre Eroberung Lissabon.

Mehr als hundert Treppenstufen gilt es auf der Calcada do Duque in Chiadozu erklimmen. Am Straßenrand liegen einige nette portugiesische Restaurants, von denen aus die Gäste unter anderem den Blick auf das Castelo de São Jorge genießen können.

Die besten Roof Top Locations.

Es gibt schönere Aussichten und die Location „Park-Bar“ im 6. Stock (Calcada do Combro 58, Lissabon 1200-115, Portugal) ist auch lange kein Geheimtipp mehr. Es ist laut und voll. Doch es geht auch nicht so gestelzt zu wie in einem Altis Avenida oder im Sheraton. Also wer es ungezwungen mag – rauf auf‘s Parkhausdach! (Calçada do Combro, 58, Bairro Alto, geöffnet 13-20:00 Uhr)

Das Bairro Alto Hotel, erbaut im 18. Jahrhundert, befindet sich zwischen dem Künstlerviertel Bairro Alto und dem weltoffenen Chiado. Ob diese Bar die schönste Roof Top Bar in Lissabon ist, muss jeder selbst entscheiden. Hier oben über der Altstadt, dem Tejo Fluss mit Blick auf die Brücke Ponte de 25 Abril genießt man die entspannte Atmosphäre bei einem Mojito. (Bairro Alto Hotel, Praca Luis de Camoes 2 Lisbon 1200-243, auf unabsehbare Zeit geschlossen wegen Renovierung)

Sky Bar heisst der Party-Hotspot unter freiem Himmel. Auf dem Dach des Hotel Tivoli treffen Nachtschwärmer und schlürfen die neuesten Long-Drink Kreationen. Am Freitag und Sonnabend legen DJ‘s auf, und am Wochenende gibt es Brunch unter freiem Himmel. An allen anderen Tagen öffnet die Bar um 17.30 Uhr. (Hotel  Tivoli Lisboa, Av. da Liberdade, 185 Lisbon)

Zum Greifen nahe ist die Burg Castelo de São Jorge und das Schloss ist auch nicht weit. Die Rooftop Bar des Hotel Mundial mit ihrem modernen Chic ist der krasse Gegensatz zur Historienshow ringsum. In der Küche kreiert ein Sternekoch erlesene Speisen. Im Sommer an Donnerstagen und Freitagen legen DJs auf. (Hotel Mundial, Praça Martim Moniz 2, 1100-341 Lisboa, geöffnet: täglich 18.30 bis 00.30 Uhr)

Das Restaurant Rossio lockt mit 360 Grad Panorama-Außenterrasse und Bar. Die Location hält was die beeindruckende Art Deco Fassade verspricht. Es geht elegant zu im Rossio und ist der Shopping-break der Schönen und Reichen und jener die sich dafür halten. (Altis Avenida Hotel, R. 1º de Dezembro 120, 1200-360 Lisboa, geöffnet 7.00 bis 1.00 Uhr)

Die Panorama Bar im Hotel Sheraton Lisboa wäre die Wahl, falls es mal regnet. Die Bar ist nicht open air aber gemessen an der Gebäudehöhe, definitiv die höchste Bar der Stadt.

Das Entretanto Rooftop ist das ruhige Open Air Restaurant mit Bar des Hotels Chiado. Hoch über den ungezählten kleinen Ziegeldächern zwischen Barrio Alto und Alfama kann man zu Mittag oder auch zu Abend essen. Das Servicepersonal empfanden wir als etwas unterkühlt. (Hotel Chiado, R. Nova do Almada 114, 1100-044 Lisboa)

Lisboa Lissabon Chiado Rooftop
Entretanto Rooftop

Level Eight Rooftop & Bar – zugegeben viele Rooftop Bars und Restaurant liegen dicht beieinander und bieten nahezu die gleichen Ausblicke. Da aber fast alle an warmen Tagen voll sind, ist es sinnvoll entweder zu reservieren oder zumindest alle auf einer Liste zu haben um schnell ein Alternative zu finden, wenn man mal keinen Platz ergattert. (Terraco, R. Castilho 14, 1250-096 Lisboa)

Vom Restaurant Rio Maravilha auf dem Dach der Lx Factory hat man einen der besten Ausblicke auf die Brücke 25 de Abril. Eine Skulptur des Künstlers Leonel Moura öffnet ihre Arme ebenso wie die Christus-Statue in Lissabon oder Rio de Janeiro. (Rio Maravilha, LX Factory, R. Rodrigues de Faria 103, 1300-501 Lisboa) Die ehemalige Industrieruine ist inzwischen zu einem touristischen Hot Spot avanciert. Restaurants, Bars, Künstler und unabhängige Modemacher buhlen um die Gunst der potenziellen Kunden.

Lissabon Maravilha LX - Factory 2019
LX – Factory einfach MEGA

Das Memmo Príncipe Real ist ein Hotel das vom Architekten Samual Torres de Carvalho entworfen wurde. Es hat auf der Dachterrasse einen Pool mit grünen Mosaiken. Im Café Colonial, gestaltet in zeitgenössischem und klassischem Design mit Blick auf den Pool und die Innenstadt, werden Drinks und kleine Snacks angeboten. (Rua D. Pedro V, 56 J, 1250-094 Lisboa, Príncipe Real, geöffnet 19-23 Uhr)

Vom Restaurant LostIn schweift der Blick über die roten Ziegeldächer der Altstadt hinüber zum Castelo. Man kann im Innern hinter Panoramascheiben speisen oder im lauschigen Garten chillen. (Lost In, R. Dom Pedro V Nº56-D, 1250-094 Lisboa, geöffnet 12:30-0:00 Uhr)

Lissabon - Restaurant Lost In 2019

Das Noobai ist ein romantisches Restaurant mit suboptimalem Ausblick über den Hafen auf die Brücke. (Miradouro de Santa Catarina, Adamastor, 1200-401 Lisboa)

Mitten in der Martini Werbemaschine ist man in der Terrazza Martini. Netter Ausblick auf den Bezirk Príncipe Real aber meist überfüllt.

Im obersten Stockwerk des neu renovierten Hotels NH Collection Lisboa Liberdade befindet sich auf der Dachterrasse das Rooftop Bar Ático. Die Überraschung ist hier der Pool, den jedoch nur noch Hotelgäste nutzen dürfen. Auf den Brettern die die Bar bedeuten, fletzt man in stilvollen Lounge-Möbeln unter Sonnenschirmen und genießt den atemberaubenden 360-Blick über Lissabon, bis hin zum Fluss Tagus. (NH Collection Lisboa Liberdade, Avda. da Liberdade, 180 B, 1250-146 Lisboa).

Lissabon NH Hotel Rooftop Atico
Rooftop Bar Ático

Das Varanda Do Castelo befindet sich im Bezirk Príncipe Real und bietet eine beeindruckende 250-Grad Sicht auf den Tejo und einige der historischsten Viertel der ältesten Hauptstadt Westeuropas. Bekannt ist die Bar auch für seine preisgünstigen Tapas und die extravaganten Cocktails. Geöffnet ist vom 1. April und dauert bis Ende Oktober. (2 Rua Rodrigo da Fonseca Lisboa, 1250-191, geöffnet 12:00-18:00 Uhr)

Das japanische Restaurant Silk Club, zentral im Stadtteil Chiado in Lissabon gelegen, ist zumindest einer der ausgefallensten Orte um den Sonnenuntergang von einer Terrasse genießen zu können. Der Innen-und Außenbereich bietet einen atemberaubenden 270 Grad Blick auf über die Stadt.(Rua da Misericórdia 14 Edifício Espaço Chiado, 1200-273 Lisboa, geöffnet 19:30-0:00 Uhr)

Madame Petisca glänzt nur durch seine Aussicht, weniger durch Speisen oder netten Service. Es soll aber auch schon zufrieden Gäste dort gegeben haben. (Rua de Santa Catarina 17 3º Andar, Lissabon-Bairro Alto 1200-401, geöffnet 12:00-0:00 Uhr)

Terraço Chill-Out Limão Die Aussicht ist fantastisch und die Raumgestaltung gelungen. Auf der Terrasse werden Snacks und Getränke gereicht, jedoch kann man hier nicht essen. (H 10 Hotel, Av. Duque de Loulé 83, 1050-089 Lisboa, geöffnet 13:00-23:00 Uhr)

Lissabon Terraço Chill-Out Limao
Terraço Chill-Out Limão

Das Lumni – Restaurante & Bar glänzt durch die tollen Gerichte und die reichhaltige Bar. Der Ausblick ist eher bescheiden. (Rua do Diario de Noticias 142,  5o Piso, Lissabon 1200-146, Bairro Alto, Bica & Cais do Sodré, geöffnet 07:30–11:30, 16:00–23:00)

Rooftop Lumni Lissabon 2019
Lumni Restaurant und Bar

Das Topo Chiado sei hier nur erwähnt fall jemand während des Stadtbummels eine Pause machen möchte. Vom  Elevador de Santa Justa, der gleich nebenan liegt, hat man eine bessere Aussicht. (Terraços do Carmo, Lissabon 1200-092)

Im Rooftop Restaurant des Lisboa Pessoa Hotel kann man schon das Frühstück aber auch das Abendessen im Freien genießen. Die Aussicht auf die Dächer der Altstadt ist ganz nett, der Service ist es eher nicht. (R. da Oliveira ao Carmo 8, 1200-309 Lisboa, geöffnet 07:00-23:00 Uhr)

Wenn die weißen Fassaden des Barrio Alto zum Sonnenuntergang golden erstrahlen, sitzt man hier in der ersten Reihe. Das Topo – Chic Rooftop Bar atop Martim Moniz im 6. Stock, hat eine der besten Aussichten. Speisen und Getränke sind teuer aber der Service ist super. (Commercial Center Martim Moniz, Praca Martim Moniz, offen von 12-0:00 Uhr)

Hinauf zum „The Insolito“ bewegt sich langsam und knarzend ein historischer Aufzug ins oberste Stockwerk. Hier befindet sich die Dachterrasse, mit einem wunderschönen Blick über die Stadt. Die mediterranen Speisen haben ein gutes Preis – Leistungsverhältnis. (Rua Sao Pedro de Alcantara 83, Lissabon 1250-238, Bairro Alto, Bica & Cais do Sodré)

Etwa eine Stunde außerhalb der Altstadt bietet sich eine andere Perspektive auf den Stadtteil Bairro do Restelo. The View Rooftop By Frize ist daher auch deutlich günstiger als die Restaurants im touristischen Epizentrum. Bier vom Fass 2,50 €, Menü ab 6 €, Whiskey ab 5 € und Caipirinha ab 5 € .(R. Alcolena 5-7, Lisboa, Portugal, geöffnet; 14:00-23:00Uhr)

Streetart  gehört zu Lissabon und es lohnt sich immer die Augen offen zu halten, denn Streetart lebt und verändert sich. Sogar historische Streetart findet man in Lissabon. Und zwar die berühmten Azulejos – die Blauen. Das sind zumeist quadratische, bunt bemalte und glasierte Keramikfliesen, die ihren Ursprung im Maurischen Reich haben, dass sich einst bis auf die iberische Halbinsel erstreckte. Ganze Häuserfassaden wurden einst mit den blauen Fliesen gestaltet. So ist es nur logisch, dass es in Lissabon sogar ein “Museu Nacional do Azulejo“ gibt.

Auch sonst lohnt es sich mit offenen Augen durch Lissabon zu wandeln und nicht zu hasten. So entdeckt man sicher auch die Laternen mit dem St. Vinzenzschiff und den zwei Raben. Der Legende nach waren es zwei Raben, die dabei halfen den Leichnam des Vinzenz zu finden. Während der Überführung des Leichnams zurück nach Lissabon, soll das Schiff dann von den zwei Raben begleitet worden sein. So bekam das Stadtwappen eben jenes Schiff mit und die schwarzen Raben.

Lissabon Lisboa TOP 10 2019

Der Torre de Belém im Stadtteil Belém an der Mündung des Tejo, ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Lissabons. Zusammen mit dem nahegelegenen Mosteiro dos Jerónimos gehört der Turm zu den wenigen Bauwerken, die den einzigartigen portugiesischen Baustil des 16. Jahrhunderts repräsentieren. Die meisten Gebäude in diesem Stil fielen dem Erdbeben im Jahr 1755 zum Opfer. Ursprünglich war der Turm ein Leuchtfeuer. Auf der gegenüberliegenden Seite gab es noch einen zweiten Turm. Feindliche Schiffe konnten so ins Kreuzfeuer genommen werden. In 35 Meter Höhe gibt es auch hier eine Aussichtsplattform. In Sichtweite findet sich auch das Padrão dos Descobrimentos, das Denkmal das sich die untergegangene Weltmacht Portugal selbst gesetzt hat.

Ich empfehle sehr den Torre, das Mosteiro, sowie die Bäckerei Pastéis de Belém so früh wie irgend möglich zu besuchen, denn ab 9:30 Uhr am Morgen ergießen sich Heerscharen von Besuchern über das Gelände.

Carris – die Tram

In wenigen anderen Städten sind historische Verkehrsmittel von solcher touristischer Bedeutung, wie die Straßenbahnen, Seilbahnen und Elevatoren in Lissabon. Die Tram, die bereits 1873 eröffnet wurde, ist ein „must do“ bei jeder Lissabon Tour. Die regulären Linien 12, 24, 28 und 28E rollen in der Saison vollgestopft mit Touristen, quietschend über Steigungen, durch enge Kurven und durch die schmalen Gassen der Lissaboner Altstadt. Mit einem Preis von 18 € pro Person, sind die „Hills Tramcar Touren“ eine günstige Alternative zu den sonst hoffnungslos überfüllten Bahnen.Seit 1990 zwölf Linien stillgelegt wurden, existieren heute nur noch 31 Kilometern Strecke. Aber auch der monumentale Fahrstuhl in die Oberstadt, die Standseilbahnen und andere Verkehrsmittel sollten man ausprobieren. Die Tram, auch Carris genannt, hat im Depot Santa Amaro ein eigenes Museum.

Lissabon-Carris-Alfama

Ponte de 25 Abril

Zum Abschluss noch ein Tipp für die, denen die Miradouros zu voll sind oder jene, welche nicht jeden Abend den gleichen “Sonnenuntergang über der Stadt” fotografieren möchten. Vom Park Jardim do Passeio dos Heróis do Mar hat man zur blauen Stunde einen wundervollen Blick auf die auf illuminierte Brücke “Ponte de 25 Abril“ und man fühlt sich fast wie in San Francisco.

Lissabon TOP 10 2019 Lisboa
Die Brücke “Ponte de 25 Abril“

TRANSIBIRISCHE EISENBAHN

Transsibirische Eisenbahn Reise Russland

ABENTEUER TRANSSIB

Die Transsibirische Eisenbahn ist die auf Geheiß des Zaren Alexander III gebaute Strecke von Moskau nach Wladiwostok. Eröffnet wurde sie offiziell 1905 und mit ihr begann die Erschließung Sibiriens. Die Bahnlinie ist mit 9.288 Kilometern die längste Bahnstrecke der Welt, überquert  zwei Kontinente und durchquert  sieben Zeitzonen.

WANN?

Egal zu welcher Jahreszeit die Transsibirische Eisenbahn ist immer eine Reise wert. Ob durch die verschneiten Landschaften Sibiriens, das zu Hause von Väterchen Frost oder mit vielen Zwischenstopps in sehenswerten Städten, in denen Kathedralen zum Staunen und Cafés zum verweilen einladen. Hauptreisezeit ist der August, da zu dieser Jahreszeit in Russland, der Mongolei und in China angenehme klimatische Bedingungen herrschen. Dementsprechend voll sind Züge und Hotels.

WELCHER ZUG?

Einige Züge befahren die Transsibirische Magistrale auf ihrer gesamten Länge, andere nur auf Teilabschnitten. Einstellige Zugnummern bezeichnen Züge mit hohem Komfort, neuem Wagenmaterial und kurzen Fahrzeiten. Die Ankunfts- und Abfahrtszeiten sind so getaktet, dass sie den Bedürfnissen von Touristen entgegenkommen. In Zügen wie dem Zugpaar 1 und 2 „Rossia“ oder dem „Peking-Express“ Nummer 4 und 5 sind Touristen meist unter sich und das echte Russlandfeeling wird sich hier nicht einstellen. Aber auch hier muss jeder für sich selbst entscheiden was er mag. Wir entschieden uns ein Vierbettabteil in der 2. Klasse zu kaufen und empfanden das komfortabler als die 1. Klasse.

WELCHE KLASSE?

Vorteile der 1. Klasse: sauberere und modernere Wagen, mehr Stauraum und einmal ein Abendessen, Tee, Zucker, Schokolade, Softdrinks inklusive, Steckdosen im Abteil, Betten länger als in der 2. Klasse

Vorteile der 2. Klasse (wenn man das ganze Abteil zu zweit bucht): oben schlafen unten sitzen, genug Stauraum für Gepäck und genug Platz sich auszubreiten

Vorteile der Großraumwagen: günstiger als 1. Und 2. Klasse sonst keine

Transsib-transsibirische-eisenbahn-wagenklasse
2. Klasse Abteil

HIGHLIGHTS

Russland und die Transsib geizen nicht mit Superlativen! Auf seinem Weg gen Osten überquert der Zug einige der größten Flüsse der Erde und steuert zahlreiche Städte mit klangvollen Namen, wie Jekaterinburg oder Irkutsk an. Einer der beeindruckenden Höhepunkte der Reise ist der Baikalsee. Dieser tiefste und wasserreichste See des Planeten inmitten einer intakten Natur ist für sich schon eine Reise wert. Hier kann sich auch einen mehrtägige Unterbrechung lohnen.

DIE 15 WICHTIGSTEN TIPPS FÜR DIE TRANSSIB

  • Zeit für die Visaerteilung 6-10 Wochen
  • in den Speisewagen gibt es nur Instandspeisen (Kartoffelbrei mit Fleisch, oder mit Huhn) und verschiedene Backwaren: Wer sich unterwegs im Zug selbst verpflegen will braucht:
    Besteck, Tee, Kaffee, Trinkschokolade, Zucker, Tasse und natürlich die Lebensmittel die man mag.
  • an den Bahnhofskiosken gab es auf den 9.288 Kilometern immer das identische Angebot an Fertignahrung (Suppen, Schokolade, Kekse, Cola und Co.) und ab und zu gibt es frisches Brot
  • ACHTUNG: wer in der 1.Klasse seine im Fahrpreis inkludierte einmalige Mahlzeit, die Softdrinks, Schokolade und Tee nicht am ersten Abend angeboten bekommt sollte mit Nachdruck bei der Zugbegleiterin danach fragen (einige unterschlagen es einfach)
  • die Möglichkeiten im Abteil für 4 Personen Gepäck zu verstauen sind sehr begrenzt -> Cabin-Trolleys, Stofftaschen und Rucksäcke sind besser geeignet als Hartschalen- oder große Soft-Trolleys
  • auf Bahnhöfen gibt es offiziell weder alkoholische Getränke noch Zigaretten.
  • Jogginghose und Latschen (in der 1. Klasse werden Latschen gestellt)
  • Toilettenauflagen und Desinfektionsmittel, Toilettenpapier, Feuchttücher, Ohrenstöpsel
  • Mehrfachverteiler (1. Klasse Abteil hat drei 220 V Steckdosen)
  • in der 2. Klasse und den Großraumwagen ist es fast unmöglich einer der Steckdosen zu ergattern. Eine volle Powerbank kann da sehr hilfreich sein
  • WLAN soll auf der Transsib durchgängig verfügbar sein, eine russische Telefonkarte ist daher eine Option für Internet auf der Reise
  • erstaunlich wenig Russen und das betrifft auch die jungen Menschen sprechen englisch. Daher sind Russischkenntnisse von Vorteil. Hilfreich ist es schon wenigstens die Buchstaben und ein paar Zahlen drauf zu haben. Wer gar kein Russisch spricht sollte sich einen guten Translator zulegen, der offline von Deutsch in Russisch und umgekehrt übersetzt und dabei das russische auch in arabischer Schrift anzeigt. Noch besser ist ein Tool mit Spracherkennung.
  • die free Apps fürs Smartphone liefern kaum brauchbare Ergebnisse!
  • Karte der Russischen Föderation (z.B. von EMB Verlag) auf der man sehen kann wo man sich gerade befindet
  • wer aus dem Fenster fotografieren oder filmen möchte ist gut beraten Fensterputztücher und einen ausziehbaren Fensterputzer dabei zu haben
  • die Zugbegleiterinnen leiten die Abläufe in ihren Wagen zumeist mit harter Hand – individuelle Präsente bringen ihnen ein Lächeln und lassen auch manchmal einen Sonderwunsch in Erfüllung gehen
Dampflok-TRANSSIB - Transsibirische-Eisenbahn-Russland
Wladiwostok – Endstation der Transsibirischen Eisenbahn am Pazifik

Abu Dhabi – TOP 10

 

Abu Dhabi, die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate kennen sicher viele als Luftdrehkreuz zu allen Kontinenten. Rund zwanzig Fluggesellschaften befördern jährlich etwa zwanzig Millionen Fluggäste. Aber nur wenige kennen Abu Dhabi als Reiseziel. In Luxus-Hotels residieren. Durch Sanddünen wandeln. Dem Muezzin-Ruf lauschen. Die Hitze aushalten. Arabische Speisen genießen. Architektonischen Wahnsinn bestaunen. Kommt mit nach Abu Dhabi.

Was in Abu Dhabi mit westlichem Know How und Arbeitsmigranten aus Glas und Beton in den Wüstensand gesetzt wurde ist zwar architektonisch beeindruckend, aber alles andere als zukunftsorientiert. Doch das für und wieder ist hier nicht das Thema. Vielmehr nehme ich Euch mit auf einen Stadtrundgang.

Wir wohnen im „The Ritz-Carlton“ am Grand Canal. Ein fünf Sterne Hotel, dessen Angestellte aus Nepal und Indien einem jeden Wunsch erfüllen. Vom eigentlichen Zentrum fünfzehn Kilometer entfernt, ist es zwar nicht das, was man zentrale Lage nennt, doch im Fall Abu Dhabi ist diese Lage besser als, die Innenstadt. Warum? Weil in der Innenstadt „nichts“ ist und weil man am Grand Canal baden kann und die Mosche fußläufig zu erreichen ist. Ok, ich bin nie gelaufen, denn  in der Nebensaison herrschen am Tage 45° Celsius und da läuft nicht mal mehr der Skorpion in der Wüste. Golfcarts vom Hotel zur Mosche machen einem die Entscheidung auch leicht.

 

So starte ich meinen Stadtrundgang an der Scheich-Zayed-Moschee. Für Leute die nur einen Stoppover in Abu Dhabi machen, man erreicht die Moschee auch mit dem Flughafenbus A1. Diesen findest du vor dem Flughafengebäude. Die Scheich-Zayed-Moschee liegt auf dem halben Weg vom Flughafen zum Stadtzentrum. Auf einer Stadtrundfahrt mit dem Big Bus ist die Moschee eine der ersten Haltestellen.

Scheich-Zayid-Moschee, die wohl zu beeindruckteste Sehenswürdigkeit in Abu Dhabi! Auch in den Emiraten wird groß gedacht! Die 2007 eröffnete Moschee kostete eine halbe Milliarde Dollar. Sie Platz für vierzigtausend Gläubige und ist die größte Moschee der Vereinigten Arabischen Emirate, sowie die achtgrößte der Welt. Mit zweiunddreißig Metern Durchmesser ist die Kuppel der Moschee die größte der Welt. Vier, jeweils 107 Meter hohe Minarette erheben sich in den stahlblauen Himmel, der zu jederzeit einen perfekten Kontrast dazu bildet.

Zugang, Verhaltenshinweise und Dresscode: Am Eingang musst du einen Sicherheitscheck durchlaufen. Schwere Rucksäcke und anderes Gepäck kann man kostenlos gegen eine Pfandmarke abgeben. Der Zugang zur Moschee ist kostenfrei. Frauen müssen ihre Haare und ihren Körper verschleiern. Dafür erhalten sie am Eingang kostenlos eine Abaya, das traditionelle körperverhüllende Gewand. Bei Herren sind kurze Hosen und ärmellose Hemden nicht erlaubt und müssen durch ein verhüllendes Gewand verdeckt werden. Für den Zugang bestimmter Bereiche der Sheikh-Zayid-Mosque muss man seine Schuhe ausziehen. Es versteht sich von selbst das Händchenhalten, Küssen und ähnliche Körperkontakte hier wie anderswo in der Öffentlichkeit nicht erwünscht sind.
Öffnungszeiten: Samstag bis Donnerstag 9 – 22 Uhr, Freitag 16:30 – 22 Uhr, letzter Einlass jeweils um 21:30 Uhr
Kostenlose, einstündige Führungen finden freitags um 17 und 19 Uhr, samstags um 10, 11, 14, 17 und 19 Uhr und von Sonntag bis Donnerstag um 10, 11 und 17 Uhr statt. Anmelden muss man sich dafür nicht.

Etihad Towers & Emirates Palace Hotel – Die architektonisch ansprechenden Etihad Towers sind ein Komplex aus fünf Wolkenkratzern, die von 2006 bis 2011 erbaut wurden. Versäume nicht vom Obervation Deck@300 im 74. Stockwerk des 2. Turmes, in 300 Meter Höhe über Abu Dhabi zu blicken.
Den Eintrittspreis von 75 AED/ 17 Euro für diesen höchstgelegenen Aussichtspunkt Abu Dhabis kann man in einen Verzehrgutschein umwandeln lassen.

Die Avenue at Etihad Towers nimmt für sich in Anspruch zu den teuersten und exklusivsten Einkaufsstraßen der Welt zu sein. In intimer und pompöser Umgebung interpretieren über dreißig Luxusmarken den Lifestyle im orientalischen Stil. Die „Avenue at Etihad Towers“ hat auf zwei Etagen eine Fläche von fast vierzehntausend Quadratmetern.
Die Marina Mall ist der Treffpunkt der Markenopfer, die am Ende der 18th Street auf einer Insel, direkt an der Corniche Promenade gelegen ist. Hier findet man unzählige Markenshops, die man auch in allen anderen Destinationen weltweit findet. Allerding sind die Preise durchaus höher als in Europa, so dass man nicht mal im „Sale“ ein Schnäppchen machen kann. Im Untergeschoß befindet sich ein Supermarkt, in dem man sich mit den Dingen des täglichen Bedarfs eindecken kann.  Es sind aber besonders die exotischen Gewürze, die man hier  für wenig Geld kaufen kann.

Die Marina Mall hat einen hundert Meter hohen Aussichtsturm der kostenlos zugänglichen ist, das Riesenrad Marina Eye, einen Eislaufplatz, eine Bowlingbahn, Cafés und Restaurants. Und noch ein Superlativ: Die auf der Marina Mall-Insel wehende Flagge der VAE ist eine der größten Fahnen der Welt.
Zahlreiche Hotels bieten einen kostenlosen Transfer zur Marina Mall an. Ebenso gibt es einen kostenlosen Shuttleservice zwischen dem Hafen und der Marina Mall. Während der Liegezeit von Kreuzfahrtschiffen, wird der Takt der Shuttlebusse auf dreißig Minuten verkürzt.

Die Corniche Strandpromenade ist Abu Dhabis bekannteste Flaniermeile, die sich etwa sechs Kilometer am Meer entlang zieht. Sie ist die Grenze zwischen Strand und Meer auf der einen Seite und der beeindruckenden Skyline auf der anderen Seite. Allerding sollte man hier die Mittagshitze meiden, denn zu dieser Zeit wirkt die Corniche wie ausgestorben. Erst am Abend und nur in der „Winter“-Saison, wenn es nicht so heiß ist, bevölkert sich die Corniche mit Spaziergängern und Joggern und auch die Bänke auf der Promenade sind besetzt.
An der Corniche befindet sich ein öffentlicher Badestrand, der mit der blauen Flagge ausgezeichnet wurde, die ihn als sicheres und sauberes Badegewässer ausweist. Bei Wassertemperaturen um die dreißig Grad sollte man aber keine Abkühlung erwarten.

Ghost City -Zwei Blondinen schleppen sich in der brütenden Hitze mit ihren Wasserfläschchen über die achtspurige Corniche Road während ihnen unsichtbare ungläubig blickende Augenpaare hinter den abgedunkelten Scheiben der wenigen Autos folgen. Warum in aller Welt laufen die hier in der Hitze halbnackt durch die Gegend? Sie wollen der Corniche noch eine Chnace geben. Doch es ist wie die Tage zuvor – öde, grau, staubig sandig, hässlich und menschenleer.

Al Mina Fish Market – Auch hier sucht nach vergebens nach Ursprünglichkeit. Doch gleich nebenan liegen die Dhaus am Kai. Immer fünf Boote sind zusammen vertäut und wer es schafft hier vor Sonnenaufgang aufzukreuzen, kann eben hier, bei der Entladung der Fische noch etwas vom ursprünglichen arabische Flair spüren.

Qasr al-Hosn ist für die Araber ein wichtiger Teil ihrer kulturellen Vergangenheit. Die Festung ist das älteste Gebäude der Stadt. Errichtet wurde an dieser Stelle 1761 ein Wachturm, der dazu dienen sollte, einen Süßwasserbrunnen zu verteidigen. Später wurde es vom regierenden Scheich in eine Festung umgewandelt. Im Laufe der Zeit wurde Qasr Al Hosn baulich verändert und erweitert und hatte verschiedene Funktionen. Es diente als Zufluchtsort, als Regenten-Residenz und als Regierungssitz. Heutzutage befindet sich im Qasr al-Hosn ein Museum für Sammelstücke aus Abu Dhabi sowie der gesamten Region des Persischen Golfs. Seit die Arabischen Emirate während des Ölbooms in den 1960 er Jahren in die Moderne katapultiert wurde, erinnert das Museum an die Lebensumstände der Vorfahren, die noch als Beduinen, Perlentaucher, Fischer oder Händler im Rhythmus von Sanddünen und Meer  gelebt haben.
Öffnungszeiten: Quasr al-Hosn ist täglich von 16 – 23 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Achtung derzeit wegen Bauarbeiten geschlossen (Eröffnung voraussichtlich im März 2019)

Das Heritage Village of VAE versucht die Geschichte der Menschen dieser Region lebendig zu halten.
Lebendig werden die nach historischen Vorbildern nachgebauten Gebäude durch die kleinen Werkstätten, in denen eigens engagierte Handwerker ihre Kunstfertigkeiten zeigen. Die Innenbereiche sind klimatisiert. Wer nicht in die Wüste fährt oder doch kann auch hier Kamel-Petting machen. Vom Strand, wo die alten Boote stehen, hat man einen tollen Blick auf die Skyline von Abu Dhabi. In der Saison kann es vorkommen, dass mehrere Busse gleichzeitig ankommen. Dann wird das Museumsdorf von Touristen und Einheimischen überrannt.

Madinat Zayed Shopping Centre ist die Mall für die arabisch Mittelschicht und die Arbeitsmigranten, da hier das Preisniveau etwa geringer ist. In den Geschäften findet man hier auch Wasserpfeifen, Weihrauch und einheimische Duftwässer Vorsicht bei Spontankäufen, denn was auf den ersten Blick als super günstig erscheint sind oft Plagiate der entsprechenden Marken.  Neben dem Madinat Zayed Shopping Center befindet sich das Gold Center, in dem geschäftstüchtige Araber das Edelmetall gegen bunt bedrucktes Papier tauschen. Beim Kauf sollte man die Einfuhrsteuer bei der Ankunft in Deutschland bedenken. Empfehlenswert ist der Food Court des Madinat Zayed Shopping Centre in der obersten Etage mit einem vielfältigen und günstigen Angebot von Speisen aus ganz Asien.
Gesamturteil; wer Schnäppchen sucht oder einfach die arabische Atmosphäre schnuppern möchte, ist hier goldrichtig.

The Galleria – Mein erster Gedanke: „Eine Mall wie die anderen Malls auch“. Gepflegt wie alle Malls, Branchenmix wie alle Malls, Food Court wie alle Malls. Vor der Mall gibt es eine nette Promenade mit Blick auf das Meer und Teile der Stadt. Aber nett ist ja bekanntlich der kleine Bruder von…. Fazit: hat man eine Mall gesehen hat man alle gesehen.
Yas Mall Hier besteht ein direkter Zugang zur Ferrari World. Wer in Begleitung seiner Kinder unterwegs ist kann diese in der Kids World parken. Eine der großzügigeren Malls mit Restaurants und den immer präsenten Designer Shops, die sich in jeder anderen Mall finden. Im Arabian Oud gibt es bezahlbare arabische Parfüm Kreationen.

Souk Qaryat di Al Beri war der letzte Hot Spot den ich uns in Ermangelung anderer Optionen rausgesucht hatte. Zunächst hatte ich angenommen es wäre ein Markt mit orientalischen Tüchern und duftenden orientalischen Gewürzen. Doch auch dieses Mal wurden wir enttäuscht. Diese Mall liegt am Grand Canal und ist Teil des Shangri-la-Hotels. Und in der Tat fühlt man sich in dieser Mall dem Subkontinent nirgends näher als hier! Das Gebäude ist erfüllt vom Geruch (ich hätte auch schreiben können Gestank) schwerer öliger Parfums. Auf dem Weg treppauf treppab durch die verwinkelten Gänge zum Ende der Mall mussten wir zweimal das Gebäude verlassen, da uns so übel von dem Geruch war. Aners als in den sonstigen Malls finden sich hier Shops für Teppiche und traditionelle Kleidung, die Kandura, Ghuttra, Abaya und Sheylas.

Der Souk bietet auch noch einen speziellen kostenlosen Service an, eine Fahrt mit einem Boot durch den Souk und durch das Shangri-La, sehr entspannend und sehr nett diese kleine Bootstour.

Saadiyat Public Beach – Ob eine meditative Yoga-Sitzung, im Feinen weißen Sand liegen, im türkisfarbenen Wasser planschen oder im mondänen und stylischen Beach Café schlemmen – der Saadiyat Public Beach ist ein idealer Rückzugsort und bietet Freizeitaktivitäten wie Windsurfen und Segeln. Der 400 Meter lange und unter Umweltschutz stehende Saadiyat Public Beach befindet sich auf der Insel Saadiyat, auf der sich auch der Abu Dhabi Louvre befindet.
Für die Besucher stehen Duschen und Umkleideräume sowie Liegestühle, Handtücher und Schließfächer zu Verfügung.
Öffnungszeiten: von 8 Uhr morgens bis zum Sonnenuntergang
Preise: Für Erwachsene kostet der Eintritt 25 AED (etwas mehr als 5,60 €), für Kinder 15 AED (etwa 3,40 €). Sonnenstühle kannst du für 50 Dirham (etwas mehr als 10 €) mieten.
Anfahrt: Mit dem Taxi kostet die etwa zwanzigminütige Anfahrt zum Saadiyat Beach etwa 40 Dirham. Eine günstigere, jedoch umständlichere Möglichkeit bietet dir der öffentliche Bus 404, bei dem du pro Strecke gerade einmal 2 AED hinblättern musst.

Louvre Abu Dhabi – Unweit des Saadiyat Public Beach findet sich der 2017 eröffnete Louvre in Abu Dhabi. Louvre nennt sich dieses Kunstmuseum, da mit dem Louvre in Paris eine auf 30 Jahre festgelegte Kooperation besteht. So kann man am Rande der Wüste Kunstwerke aus der Antike und aus dem 21. Jahrhundert sowie von Picasso, Gauguin oder Manet bewundern. Das beeindruckende Dach ist einem schattenspendenden Palmenhain nachempfunden und besteht aus achttausend Metallsternen, die das Licht  gefiltert ins Innere leiten. Derzeit wird eine japanisch Kunst ausgestellt.
Öffnungszeiten: Montag ist Ruhetag. Von Samstag bis Mittwoch öffnet der Louvre Abu Dhabi seine Pforten zwischen 10 und 20 Uhr. Donnerstags und freitags hast du noch etwas mehr Zeit für Kunstgenuss, da das Museum dann von 10 bis 22 Uhr geöffnet ist.
Preise: Der Normalpreis für Erwachsene beträgt 60 AED (etwa 13,50 €). Junge Erwachsene zwischen 13 und 22 Jahren müssen nur den halben Eintrittspreis zahlen, während sich Kinder unter 13 Jahren kostenlos der Kunst in der Wüste widmen können.
Anfahrt: Die etwa zwanzigminütige Taxifahrt vom Stadtzentrum zum Abu Dhabi Louvre sollte dich etwas um die 40 Dirham kosten. Eine günstigere Anreisemöglichkeit bietet dir der öffentliche Bus 94, bei dem du pro Strecke gerade einmal 2 AED berappen musst.

Ferrari World – Das futuristische Bauwerk gilt als eines der touristischen Highlights von Abu Dhabi. Sie befindet sich auf Yas Island und Yas Island wiederum ist nur etwa fünfzehn Kilometer vom Abu Dhabi International Airport entfernt. Yas liegt relativ nah am Flughafen, was die Ferrari World damit theoretisch auch für eine nicht allzu lange Abu Dhabi Zwischenlandung zu einem attraktiven Ziel macht.
Die Formula Rossa ist die schnellste Achterbahn der Welt und damit sicher der Besuchermagnet der Ferrari World. In den ersten fünf Sekunden wird deine vergnügungssüchtige Seite auf 240 km/h beschleunigt. 4D-Welten und eine italienische Retro-Miniaturlandschaft lassen sich bewundern. Zudem hast du die Möglichkeit, dir einige Ferrari-Schlitten anzugucken.
Anreise: Wenn du aus dem Stadtzentrum zur Ferrari World anreist, dann zahlst du für die etwa halbstündige Fahrt mindestens 70 AED. Brichst du hingegen direkt vom Flughafen zum Freizeitpark auf, dann ist der Weg wesentlich kürzer und damit entsprechend günstiger. Auch mit den Bussen 190 oder 195 ist eine Anfahrt zur Ferrari World vom Stadtzentrum aus möglich.
Öffnungszeiten: Die Ferrari World ist täglich 11 bis 20 Uhr geöffnet. Zu Zeiten des Ramadan weichen die Öffnungszeiten leicht ab.
Tickets: Am besten die Tickets online kaufen. So vermeidet man das Schlange stehe an der Kasse  und kann auch den einen oder anderen Rabatt abgreifen. Allerdings ist die Ferrari World mit Preisen ab 60 Euro in keinem Fall ein Schnäppchen. Hinzu kommt, dass ein Ticket nicht einmal zum Besuch aller Highlights der Ferrari World berechtigt.

Abu Dhabi Wüstentour – Das leere Viertel nennen die Araber die Rub al-Khali. Sie ist die größte Sandwüste der Welt und fast doppelt so groß wie Deutschland. Am Rand dieser scheinbar unendlichen Wüste liegt Abu Dhabi. Was liegt also näher als eine Wüstensafari?
Man hat die Qual der Wahl unter den zahlreichen Angeboten das passende für einen selbst zu finden. Zu den beliebtesten Touren gehören die etwa fünfstündigen Wüstensafari-Angebote für um die 60 Euro pro Person. Mal kannst du entspannt unter den Sternen essen, ein anderes Mal mit einem Sandboard durch die Wüste brettern oder auf einem Kamel über den Sand traben.
Zunächst sollte man sich darüber klar sein, was man will. Es gibt viele Wüstengebiete, die von Abu Dhabi aus angefahren werden. Alle vermitteln mehr oder weniger einen Eindruck von der Wüste.

Wirklich spektakulär dagegen ist die Tel Moreeb. Hier findet man auch wieder Superlative, denn die Tel Moreeb ist mit 300 Metern eine der höchsten und steilsten Sanddünen der Welt –faszinierend erscheint die Fahrt dorthin: Häufig sind Straßenabschnitte von Sanddünen verweht, man merkt, dass hier nicht allzu oft Autos vorbeikommen. Von Abu Dhabi fährt man etwa vier Stunden bis hinter die Liwa Oasen, wo die Wüste spektakulär wird. Nach weitern zwanzig Minuten Fahrt hat man die Tel Moreeb Düne erreicht. Am beeindruckensten sind die Farben in der Wüste zu Sonnenauf- und Untergang. Dieses Erlebnis ist jedoch nur mit einer Übernachtung in der Wüste erlebbar.
Optionen: Ganztages Liwa Oasis Safari von Abu Dhabi ab165 Euro pro Person
Halbtagestour Wüsten Safari inklusive Abendessen bei Sonnenuntergang ab 63 Euro pro Person
Übernacht Desert Safaris in Gruppe oder als Privat Tour von 130-500 € pro Person

Wir haben uns eine Tour über GetYourGuide bei „Ocean View“ gebucht. Die Tour führte nach Dihan. Kamele füttern, Kamel reiten, Sandboarding, Dune-bashing bei dem mir echt und ernsthaft übel wurde! Mein letzter Reisekaugummi hat das Schlimmste verhindert. Ja, das volle Touri Programm für insgesamt 48 € pro Person und war voll gut!

Sündensteuer –  Ende 2017 haben die Vereinigten Arabische  Emirate eine Sündensteuer eingeführt. Demnach ist es eine größere Sünde Camel Zigaretten (Schachtel- ca. 4,90 €) als eine in Europa produzierte Zigarette der Marke West (Schachtel ca. 1,40 €). Aber auch die Anhänger der im 16. Jahrhundert in Arabien erfunden Shischa werden nicht verschont und zahlen nun fast das Doppelte. Es darf bezweifelt werden, dass es die Erbmonarchen über die Gesundheit ihrer Untertannen sorgen. Es gilt jedoch als sicher, dass sich die Sündensteuer positiv auf den Staatshaushalt auswirken.
Saison ist von November bis April. Dann liegen die Temperaturen bei 21 bis zu 30° Celsius. Doch dieses Jahr ist es auch in Abu Dhabi heißer als sonst. Die Maximaltemperaturen werden im August mit 43 ° Celsius erreicht. Doch wie man uns erzählte war es nicht selten das das Thermometer in den Sommermonaten die 50 ° Celsius Marke knackte.

Einst segelten sie nach Indien, China und Indonesien. . Die Küstenstädte Arabiens waren Handelszentren für Weihrauch, Seide, Gewürze und Porzellan. Wichtigstes Handelsgut war die Dattel – unverzichtbar als Proviant auf langen Seereisen, und mit der Verbreitung des Islam verehrt als heilige Frucht.Heute fahren die Dhaus als kleine Küstenfrachter, Ausflugs- und Fischerboote und fast alle sind motorisiert. Die meisten der Schiffe sind heute aus Fiberglas oder Stahl. Nur im Emirat Ras al Khaimah werden von Indern, Bangladeschern und Pakistanern Boote traditionell aus Holz gebaut. Doch nicht mehr für den überseeischen Handel sondern für Reiche Emiratis, die ein Stück Kultur kaufen und erhalten wollen. In Abu Dahbi reihen sich vor der Kulisse der Wolkenkratzer mit modernen Glasfassaden die Daus der Fischer im Hafen aneinander.

MILSEBURG

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Die Milseburg überragt alle umliegenden Erhebungen der Kuppenrhön um mindestens 130 Meter.

Der markante Fels, etwa 16 Kilometer Luftlinie von Fulda entfernt, entstand durch Vulkanismus im Tertiär.
Wie es damals so der Trend war, wurde auf dem Fels eine Burg errichtet. Im Jahr 1119 wurde die Anlage erstmalig erwähnt.
Die Milseburg war jedoch mit einer Grundfläche von etwa 500 Quadratmetern eher klein. Man geht davon aus, dass sie spätestens im 13. Jahrhundert verlassen wurde und dann allmählich verfiel.

1756 entstand die Kreuzigungsgruppe und die heutige Gangolfskapelle wurde 1932 errichtet.

Die Milseburghütte wurde am 29. Juni 1884 eingeweiht und ist bis heute weitgehend in ihrer ursprünglichen Konstruktion erhalten geblieben. Nach Auffassung einiger Fortschrittsfanatiker entspricht die urige Hütte, mit ihren sanitären Anlagen, sowie die Ver-und Entsorgungssituation nicht mehr dem „Zeitgeist“. Nachdem die Hütte 134 Jahre lang im Besitz des Rhönklubs war, tennte man sich wegen der befürchteten Sanierungskosten von dem Bauwerk. Seit April 2018 ist nun die Gemeinde Hofbieber Betreiber der Milseburghütte. Diese plant nun das Gebäude umfassend zu sanieren und teilweise neu aufzubauen.

Es bleibt zu hoffen, dass der Charm der alten Hütte erhalten bleibt und man auch in Zukunft unweit der Panoramaaussicht im Schatten der Bäume ein Bier zischen kann. Derzeit noch zu jeder Jahreszeit ein lohnender Geheimtipp – eine Wanderung zum 835 Meter hohen Gipfel der Milseburg.

Stockholm

Spiegelung auf dem Stortorget in Stockholm/Sweden.

Spiegelung auf dem Stortorget.

Mit einer halben Stunde Verspätung startet easy Jet, Flug U2 5885 nach Stockholm und um kurz nach 15:00 Uhr landen wir auf dem Flughafen Stockholm/Arlanda.

Zuerst kaufen wir am Automaten ein 72 Stunden-Ticket für den Arlanda Expres für 33,50 Euro. Ein Einzelticket würde sonst pro Person oneway in die Stadt 25,80 € kosten. Der Zug braucht nur 20 Minuten in die Innenstadt und nach zehn Minuten Fußweg stehen wir an der Rezeption des „Downtown Camper by Scandic“ Hotels. Wir können uns nicht vorstellen wie man besser und stylischer in Stockholm übernachten könnte. Zu unserer Freunde bekommen wir auch noch ein Upgrade auf ein riesiges und behindertengerechtes Zimmer.
Wer mich kennt, den wird´s kaum wundern – die erste Sehenswürdigkeit Stockholms die wir besuchen ist der Sternentaler. Dort gibt es Latte Macchiato, einen Lemmon Poppy Seed Muffin und eine Schweden-Gedenk Tasse.
Über die Strömbron Brücke geht es in die Altstadt Gamla Stan. Vor uns liegt der hässlich Bauklotz des Royalpalastes und daneben liegt das, von der weichen Nachmittagssonne beleuchtete Grand Hotel. Stortorget ist Stockholms berühmter und geschichtsträchtiger Platz mit den roten und dem gelben Gebäude. Nur 90 Zentimeter breit ist die Gasse „Mårten Trotzigs Gränd“, die nur 300 Meter vom Stortorget entfernt beginnt. Im Viertel Järntorget kann man noch erahnen wie es im Mittelalter wohl gewesen sein mag. Durch enge Gassen gesäumt von rauh verputzten Häusern mit hölzernen Fensterläden gelangt man zur Treppe, die 36 Stufen hinauf führt zur Prästgatan.
Zum Dinner geht es zurück zum Norrmalm. Während statistisch Stockholm im September eher mit 14° Celsius und Regen aufwartet, können wir uns über 20° Celsius und Sonnen freuen. Überall sitzen die Menschen in den Cafés in den Straßen. Für Schweden ist das fast unerträglich heiß, denn während wir schon zur Sicherheit eine Jacke dabei haben und für den Abend noch mit Tüchern bewaffnet sind, laufen die Schweden in T-Shirts und kurzen Hosen.
Das K25 (Kungsgatan 25, 111 56 Stockholm) in das wir einkehren, ist eine große Food Halle mit vielen kleinen Restaurants, die verschiedene kulinarische Richtungen anbieten. Die Restaurants bieten Wasser gratis an. Mit etwa zehn Euro pro Mahl ist das Preis-Leistung Verhältnis einfach spitze!
Soweit unser erster Orientierungslauf durch Stockholm und wir entschwinden gegen dreiviertel Zehn ins Hotel.
Das Frühstück im „Downtown Camper by Scandic“ ist super toll, leider ist es auch super voll. Dann wieder ab in die Altstadt. Vor dem königlichen Schloss kaufen wir Tickets für die Hop on Hop off Tour mit „Royaltours“, in der eine Bootsfahrt inklusive ist. Nachdem wir die gesamte Tour gefahren sind, steigen wir an der Centralstation aus und kaufen hier ein Metro Tagesticket. Von hier fahren zur Station Radhuset  und Solna Centrum. In Radhuset ist ein Elch und weitere Tiere der skandinavischen Fauna ausgestellt. Viel beeindruckender sind in beiden Stationen die in den rohen Fels geschlagenen riesigen Gewölbe. Weiter rumpelt die Metro nach Odenplan. In der Nähe, gegenüber des Hard Rock Cafés befindet sich die öffentliche Bibliothek Stockholms, welche die schönste der Welt sein soll. In dem runden Saal dessen Wände aus Regalen bestehen warten 40.000 Bücher auf Leser.

Klein aber OHO!

Nur 600 Meter die Straße hinunter befindet sich die ehemalige Wohnung von Astrid Lindgren (Dalagatan 46, 113 24 Stockholm). Wer die Wohnung besichtigen will muss vorher einen Termin vereinbaren. Bevor wir die Bootstour antreten, schieben wir uns noch die schwedische Köstlichkeit einer Zimtschecke in uns rein und kippen einen Latte drauf. Wir umschiffen die Insel Djurgården, die ein Stadtteil und Parkgebiet im Stockholmer Bezirk Östermalm ist. Auf dem Wasser merkt man trotz Ausnahmesommer/Herbst dann schon, dass hier die kalte Jahreszeit naht und ich ziehe die zweite Jacke über die erste. Die Schweden natürlich immer noch im T-shirt! Nachdem der Pott wieder vertäut am Kai liegt schlendern wir wieder zurück durch die Altstadt, vorbei am Schloss, über den Platz Stortorget zu einem echt schwedischen Restaurant, dem House of Burgers (Tyska brinken 19, 111 27 Stockholm). Man kann das noch toppen, wenn man danach ins Ben & Jerry’s Gamla Stan (Västerlånggatan 59, 111 29 Stockholm) geht. Auf der Drottninggatan (deutsch: Königinstraße) der Einkaufsmeile laufen wir uns einen Teil der Kalorien wieder ab.

Volles Programm!
Wir durchqueren wieder die Altstadt auf dem Weg zur Insel Södermalm. Ja, dass Stockholm zum größten Teil auf Inseln erbaut ist, wussten wir auch nicht. Auf Södermalm findet man die Straße Pustegränd, die steilste Straße in Stockholm. Die Stockholmer nennen sie auch „Beschwerdegang“, aber natürlich in ihrer eigenen Sprache, die wir nie und nimmer lernen!. Genau genommen ist die Gasse nur einen Abstecher wert, wenn man sowieso auf der Insel ist. Über die Götgatan, der „Shoppingmeile“ zwischen Slussen und Medborgarplastsen, laufen wir nach Söderkäkar.

Hier in der Nytgorgsgatan Nr. 5 steht ein kleines rotes Holzhäuschen und das ist das kleinste Haus der Welt. Naja vielleicht ist es nur das kleinste Stockholms – egal Haken ran und weiter. In den Viertel gibt es natürlich viele andere Söderhütten, denen ist aber der Fluch erspart geblieben im Reiseführern Erwähnung zu finden. So können die Bewohner unbehelligt ihr Leben leben. An der Uferpromenade entlang laufen wir zurück zur Altstadtinsel Gamla Stan. Dort neben dem Roten Haus befindet sich „Kaffeekoppen“ (Stortorget 20, 111 29 Stockholm)  Gleich gegenüber des Royal Palace ist die Finska Kyran. die warnwestenorange finnische Kirche , welche 1725 eröffnet wurde, nicht zu übersehen. Auch wenn Kirchenbesuche nicht so der Thrill sind sollte man einmal in den Innenhof gehen. Hier findet sich das kleiste Wahrzeichen Stockholms, der Järnpojke, bekannt auch als Iron Boy oder in deutsch „Junge, der auf den Mond schaut“.
Unsere Stadtwanderung führt uns vorbei am Grand Hotel und an der Nationalmuseum. Über die Brücke Skeppsholmsbron, mit den imposanten goldenen Kronen in der Mitte, gelangen wir nach Östermalm. Auf der Insel Östermalm leuchtet die Kirche Jacobs Kryka in grellem Rot schon von weitem. Etwa weiter trifft man auf das „Nordiska Kompaniet“. Am besten kann man dieses Kaufhaus wohl mit dem KADEWE vergleichen. In diesem Haus wurde Schwedens erste mechanische Rolltreppe installiert. Zwei Blocks weiter beginnt die Biblioteksgatan, eine der schönsten Einkaufsstraßen Stockholms, besonders wenn wie heute wieder die Sonne scheint. Wer Backwaren mag wird Stockholm lieben. So leckeres Zeug wie hier habe ich noch nirgends gesehen und gegessen!
Die Vielfalt , die Frische und die etwas anderen Ungesundheiten sind einfach zu verlockend. Also zum Mittag ab in die Snickarbacken 7. Ein Avocadotoast und ´ne Limo wird deinen Diätplan schon nicht zerstören. Ersparen kann man sich dagegen die Östermalms Saluhall. Die Markthalle wurde 1880 erreichtet, heute ist dies aber ein großer Supermarkt der bestenfalls für Selbstversorger interessant sein könnte.

Zu Gast bei Astrid Lindgren
Von dort machen laufen wir über die Strandvägen, der boulevardähnlichen Prachtstraße in Östermalm über die Djurgårdsbron (Tiergartenbrücke) zur Insel Djurgården. Die Wohnungen hier haben bis zu 20 Zimmer und sind etsprechnd teuer. Der Normale Stockholmer wohnt hier nicht. Dafür aber Per Gessle von Roxette und andere Stars. Auf das Vermächtnis Schwedes wohl bekanntester Literaturgröße trifft man auf Djurgården im Junibacken. In einer Gondel schwebt man in zwölf Minuten durch die Geschichten der Schriftstellerin Astrid Lindgren.  Für mich die am besten investierten 17,50 € auf dieser Reise! Ein Muss für Jung und Alt. Auf der Insel findet sich auch ein Freilichtmuseum, das Abba Museum (21 Euro) und die Vasa. Nein, nicht das Vasa, sondern das Schiff, dass dadurch berühmt wurde, dass die Jungfernfahrt am 10. August 1628 nach etwa einem Kilometer auf dem Grund des Hafens von Stockholm endete. Der Eintritt ist mit 58 € jedoch nicht gerade ein Schnäppchen. Inhaber des Stockholm Passes kommen ohne zusätzlichen Eintritt rein.
Die Vasa (oder Wasa) war eine schwedische Galeone, die zu den größten und am stärksten bewaffneten Kriegsschiffen ihrer Zeit zählte. Bereits zu Beginn ihrer Jungfernfahrt am 10. August 1628 sank die Vasa nach nur etwa 1300 Metern Fahrtstrecke bei normalem Seegang wegen schwerwiegender konstruktiver Instabilität. Nach ihrer Auffindung 1956 und Bergung 1961 wurde sie mehrfach restauriert und ist heute im Vasa-Museum in Stockholm zu besichtigen. Das Schiff trug den Namen der schwedischen Königsdynastie Wasa (schwedisch vasa).

Zum Abschluss dieser Tour geht es für eine Zimtschnecke und einen Latte wieder nach Östermalm ins Löfberg Lila (Kungsgatan 3, 111 43 Stockholm). Typisch schwedisch, Curry und Reis zum Abendessen im K 25! Achtung – ein Bier kostet hier 6,50 €. Der Abendspaziergang führt am illuminierten Royal Klotz vorbei. Wer für Szeneclubs zu alt ist, kann am Abend in die Fotofrafiska (Stadsgårdshamnen 22, 116 45 Stockholm ) gehen. Die Galerie ist täglich bis weit in die Nacht geöffnet.

Sergels torg Platz - Stockholm -Schweden

Sergels torg Platz

Die frühen Vögel genießen schon am Morgen den Blick vom Royal Palast auf das Rosenbad, dem Sitz der schwedischen Regierung. Heute ist der 09. September 2018 und es ist Parlamentswahl in Schweden.
Weiter wandern wir zum Stadshus, dem Rathaus Stockholms, in dem Sitz der Stadtregierung und des Stadtparlamentes. Der riesige Backsteinkomplex mit dem markanten Uhrenturm liegt an der südöstlichen Spitze der Insel Kungsholmen am Riddarfjärden im Mälarsee.

Stockholm liegt zu großen Teilen auf Inseln. Diese besondere Stadtlage und die faszinierende Schärenwelt  vor den Toren Stockholms machen die Stadt zu einem besonders attraktiven Ziel für Kurzreisen und Wochenendtrips. Natürlich gewinnt die Stadt deutlich, wenn man mit dem Wetter so ein Glück hat wie wir es hatten.
Ein Muss für Fotografen ist der  Sergels torg Platz mit seinem grafischen Muster. Der Platz ist nach dem Bildhauer Johan Tobias Sergel benannt, dessen Atelier in der Nähe des Platzes lag.

Dann geht es wieder mit dem Arlanda Express zum Flughafen Stockholm/Arlanda und von dort direkt nach Berlin.

Gastbeitrag von C. Witt

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