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Kurze Teaser zu den Reiseberichten, anstehenden Reiseprojekten, Reisetipps, Ideen für Individualreisende und Fotoprojekte

Hawaii Tops und Flops, Wetter, Unterkünfte und Preise

Im Winter nach Hawaii? Wie ist das Wetter dort? Was sind die Tops und Flops? Wie sind Unterkünfte und Preise?

Wir haben uns für Kauai, Maui und Big Island entschieden weil:
• Kauai, die außergewöhnlichste Naturszenerie aller Inseln hat,
• Maui, der ideale Ausgangspunkt für Walbeobachtungen ist,
• Big Island, die Vulkanaktivität und mit dem Mauna Kea den höchsten Berg hat

Wetter – Die Hawaii Inseln sind bei gleichbleibenden Temperaturen zwischen 20°-30° Grad Celsius ganzjährig bereisbare Ziele. Allerdings ist auf der Ostflanke der Inseln das Wetter meist schlechter als im Westen. So kann es passieren, dass die Gäste im Westen der Insel im Pullover unter dem Regenschirm sitzen, während nur 50 Kilometer entfernt auf der anderen Seite der Insel, unter blauem Himmel gesurft wird. Auf den Gipfeln der Vulkane können die Temperaturen in der Nacht unter null Grad fallen. Bei der Wahl der Unterkunft also unbedingt beachten!

Tourismus – Hawaii ist international eine Top Destination. Etwa 7 Millionen Besucher  zählt die Inselgruppe jährlich, wobei Maui, Oʻahu und Big Island am meisten frequentiert werden. Entsprechend voll sind die Inseln und nur in den Monaten April und November ist es nicht ganz so überlaufen. Vor Ort fiel aber auf, dass überall noch Vakanzen in allen Preisklassen vorhanden waren, was sich aber wenig negativ auf die Preise für Schlafplätze auswirkt.
Wer auf den Inseln mit einem Mietwagen unterwegs ist, muss Zeit und Aloha haben. In den Haupttouristenorten können sich die Staus durchaus mit den Staus in deutschen Großstädten zum Berufsverkehr messen.
Oft wartet man vor guten oder beliebten Restaurants auf einen Platz, um eine überteuerte und qualitativ durchschnittliche Mahlzeit zu bekommen.

Tipps – Helikopterrundflüge, besonders auf Kauai, Parktickets für den Sonnenaufgang auf dem Haleakala, längere Walbeobachtungstouren oder Schnorcheln mit Mantas, sollte man vorbuchen.
Wer sich erst spontan entscheidet, riskiert im Zeitraum seines Aufenthalts nichts mehr zu bekommen.
Ein 4WD (Allradfahrzeug) ist entgegen allen Hinweisen in Reiseführern und anderen Publikationen für die Fahrt zum Mauna Kea NICHT nötig. Die Straße zum Mauna Kea ist wenn auch auf einem Teilstück unbefestigt hervorragend ausgebaut. Die Nutzung eines 4WD Fahrzeugs wird auch nicht kontrolliert. Man sollte sich nur der Tatsache bewusst sein, dass man auf etwa 100 Meilen von Meereshöhe auf 4200 Meter hochfährt. Auf der Hinfahrt kostet das irre Benzin und auf der Talfahrt sollte man auch die Motorbremse nutzen da sonst die Bremsen überhitzen.
PS: Hawaii ohne Jeep ist möglich – macht aber keinen Spaß!

TOP – In ganz Hawaii ist zwischen Dezember und April Walsaison. 10.000 Buckelwale halten sich in den hawaiianischen Gewässern auf. Der Hot Spot sind hier vor allem die flachen Gewässer zwischen Maui. Lanai und Molokai. Sichtungen sind täglich garantiert! Die Anzahl und Qualität der Sichtungen hängt nicht vom Preis ab, sondern von der Dauer der Tour.
Die Napali Küste und ihr Hinterland wirken wie eine Landschaft aus der Urzeit, aus den Filmen Jurassic Park oder King Kong. Nur mit dem Helikopter kann man sich hier einen Eindruck machen. Einen Eindruck den man nie vergessen wird.
Die Wellen an der schroffen Küste von Hawaii im Winter, haben wir so noch nirgendwo gesehen. Blowholes und Tidenpools machen die Küste Hawaiis im Winter zu einem Eldorado für die Landschaftsfotografie.
Natürlich hat Hawaii auch erstklassige Tauch-, Schnorchel,- und Surfspots. Jedoch sind die Bedingungen fürs Schnorcheln und Schwimmen, auf Grund des raueren Wetters und der hohen Wellen, in der Wintersaison eher schlecht.
Der Sonnenaufgang auf dem Mauna Kea ist einfach überirdisch und die Landschaft ringsum ist außerirdisch.

FLOP  – Traditionelle Klänge, Hula Tänze und Blumenketten – Hawaii ist ein Ort, an dem der Himmel blauer, der Wald grüner, das Meer klarer und das Leben einfach nur entspannt und schön ist! Falsch gedacht! Hin und wieder gewinnt man den Eindruck, die Hawaiianer, die direkt vom Tourismus leben, sind freundlich, alle anderen hassen Touristen. Wir sind mehrfach wegen nichtiger Anlässe beschimpft und angepöbelt worden. Bedienungen in Restaurants sind gequält freundlich oder gleich ganz unfreundlich. Da zieht dann schon mal einer ein Gesicht, wenn man sich nicht sofort für ein Gericht entscheidet und eine Frage hat. Millionen Verbots- und Gebotsschilder warnen überall und sagen was man zu tun, aber meist zu unterlassen hat. Alle haben einen gemeinsamen Inhalt: „Bleib in deiner Hotelanlage, buche ein Tour, konsumiere, aber geht uns nicht auf die Nerven.“ Hawaii ist Massentourismus, mit allen seinen negativen Begleiterscheinungen. Das Flair eines Südseeparadieses, wo Hulamädchen am Strand ihre Hüften schwingen und Surfer in einsamen Buchten die perfekte Welle reiten, ist schon lange verflogen.
Preise – Man braucht auf Hawaii kein Kleingeld! Die kleinste Währungseinheit sind fünf Dollar. Eine Flasche Wasser, drei Brötchen, eine Schale frisches Obst im Supermarkt, Trinkgeld – alles jeweils fünf Dollar. Zimmer in Laufweite zum Strand kosten immer über 100 € pro Nacht, meist 200 € pro Nacht. Ein Zimmer zu finden, das 500 Dollar pro Nacht kostet, ist keine Schwierigkeit.

Wir waren am ersten Abend auf Kauai im Hotelrestaurant ein Kleinigkeit essen:
1 X Kartoffelchips mit Dressing
1 X kleine Portion Nudeln
1 ½ Liter Sider
1 ½ Liter Bier
1 X Limonade
macht zusammen 50 Dollar

Sonst kostet ein kleines Shave Ice 4,50 Dollar, ca. 250 Gramm Eis 7,50 Dollar, ca. 125 Gramm Eis 4,00 Dollar, 6 Pack Corona 7,99 Dollar, ein Mietwagen ab 50 Dollar pro Tag, 1 Stunde Hubschrauberrundflug ab 280 Dollar (Mauna Loa Helicopter Tours), 3-4 Sterne Übernachtung ab 160 Dollar pro Tag, Walbeobachtungstour ab 45 Dollar für 2 Stunden, Manta Rochen Schnorcheln ab 70 Dollar für 45 Minuten.

Wer den ausführlichen Bericht mit den entsprechenden Bildern lesen will, hier geht es weiter…

 

SANSIBAR – MEHR ALS NUR MEER – TOP 6 TO DOs

Sansibar
Sansibar, die Sehnsuchts-Destination! Die meisten Besucher denken bei dem Namen an Sonnenbaden, Schnorcheln und Tauchen. Die Mehrzahl verbringt die Zeit in den Resorts an der Ost- oder Nordküste und verlassen diese Orte eher selten. Doch die Inselgruppe hat mehr zu bieten als einen Aufenthalt in einem fünf Sterne Resort!

Stone Town – Wer sich nur ein paar Stunden Zeit nehmen will, sollte einen Rundgang durch die Gassen von Stone Town nicht versäumen. Touren werden von allen Hotels und Lodges angeboten, man kann diese aber auch auf eigene Faust machen. Man startet gegenüber des Fährterminals an der alten Apotheke, die durch ihre mintfarbenen Balkone auffällt. Danach geht man zur anglikanischen Kathedrale (Eintritt 2 €) auf deren Gelände man auch das Mahnmal gegen den Sklavenhandel findet. Von dort schlängelt man sich durch die Gassen der Altstadt zur Kenyatta Road, auf der man Richtung Norden die Westspitze der Küste entlang geht. Dabei passiert man das alte Stadttor sowie das alte Fort von 1698. Von dort sind es nur noch 50 Meter bis zum sehenswerten Mizingani Seafront Hotel. Hier gibt es die besten Kuchen und Kaffeekreationen der Stadt. Das Hotel, welches einst ein Palast war, besticht vor allem durch seine aufwendige Restaurierung und die detailverliebte Innengestaltung. Die deutsche Managerin sorgt für Perfektion in Service und Organisation. Wer hier wohnt, hat das Gefühl in einem lebendigen Museum untergekommen zu sein und wird auch nicht mehr weg wollen. Nach dem beschriebenen Stadtrundgang, für den man etwa zwei Stunden benötigt, hat man einen guten Überblick. In den Gassen von Stone Town lässt es sich auch gut Souvenirs shoppen oder Insel-Touren buchen. Doch Vorsicht, der Stadtplan ist eher nutzlos. Wir haben uns mehrfach in den Gassen verlaufen aber langweilig war es nie.

Sansibar - Stone Town - Forodhani Gardens- Menschen -street photography - night - Food

Der Forodhani-Park verwandelt sich zum Sonnenuntergang in ein Freiluftrestaurant. In lebendiger Atmosphäre geben sich Einheimische und mutige Touristen der Verlockungen der arabischen und afrikanischen Küche hin. Sättigende Malzeiten kosten etwa drei Euro.
Touren – Ein Halb- oder Ganztagesausflug nach Prison Island (Changuu) ist ein Muss. Auf der kurzen Überfahrt von Stone Town ist es möglich Delfine zu sehen, aber eher selten der  Fall. Auf der Insel selbst leben etwa 200 Giant Aldabran Schildkröten, die einst ein Sultan hier ansiedelte, der sie von den Seychellen importierte. Auf dem Rundgang über das Eiland muss man auch Erläuterungen zu den Bedingungen, im vor langer Zeit aufgegebenen Gefängnis über sich ergehen lassen. Aufgegeben wurde 2015 auch der Hotelbetrieb auf der Insel. Betrieben wird nur noch das Restaurant. Wer den Touristenansturm auf Prison Island vermeiden möchte, sollte Stone Town spätestens um 8:00 Uhr verlassen, was aber nur auf privaten Touren möglich ist. Die teureren Touren, für welche wir uns entschieden sind durch einen Schnorchel- und Badestopp aufgewertet. Touren nach Prison Island gibt es ab 14 Dollar. Privattouren für zwei Personen kosten 35 Dollar pro Person. Einige Agenturen bieten auch spezielle Delphintouren an, bei denen man mit den Tieren schwimmen kann.

Jozani Forest – Die seltenen Red Colobus Affen trifft man im Jozani Forest, eine halbe Autostunde südlich von Stone Town an. Da die Affen in der Hitze des Tages eher in den Bäumen dösen, ist ein Besuch am Morgen die beste Option die Tiere zu beobachten. Der Jozani Forest ist der letzte intakte Wald auf der Insel.

Strände, Atolle, Resorts & Events – Matemwe, Kendwa, Pongwe und Jambiani sind die Topstrände auf der Hauptinsel Unguia. Wer mehr Zeit hat sollte auf jeden Fall zum Mnemba Atoll fahren. Das weitgehend intakte Mnemba Atoll gehört zu den besten Schnochelspots der Welt. Die Touren kosten etwa 25 Dollar. Etwas teurer sind die Ausflüge zum Chumbe Island Korallenpark. Das Gebiet war bis 1994 militärisches Sperrgebiet und steht seit dem unter Naturschutz. So blieb nahe der Küste ein einzigartiges Korallenriff, das auch als Rückzugsgebiet der Karettschildkröten ist erhalten. Die Tagestouren kosten 90 Dollar, die Übernachtung auf der Insel 280 Dollar. Ein Teil der Einnahmen fließt dabei in den Schutz der Insel und des Riffs.
Kendwa Rocks liegt ganz im Norden der Insel. Wer hier in einem der Resorts eingecheckt hat und zu Vollmond in Kendwa weilt, sollte die Vollmondparty am Strand des Kendwa Resorts nicht versäumen. DJs legen Musik auf, lokale Bands spielen und es wird getanzt. Feuerschlucker tun als würden sie Feuer schlucken, Bars und Garküchen sorgen für das leibliche Wohl. Einige Leute kommen sogar aus Dar es Salam für dieses Event hier her.

The Rock – ist Sansibars überbewertetes Restaurant. Das in dem Restaurant auf einem Felsen am Kijiweni Beach Fischgerichte kreiert werden ist weder eine Überraschung noch ein Alleinstellungsmerkmal. Die enge Bestuhlung und die Tatsache, dass vor Mittag die angestellten dort liegen und schlafen und nicht mal eine kalte Cola verkaufen schon eher. Die weitaus bessere Option an diesem Ort ist das Upendo Restaurant direkt gegenüber am Strand. Chillige Sitzmöbel, coole Musik und alles was man sonst auf einer Matratze im Schatten liegend benötigen könnte. Auch alkoholische Getränke sind hier auf der touristisch geprägten Ostseite der Insel kein Problem zu welcher Tageszeit auch immer.

Sansibar - Nungwi - Schildkröten - Karettschildkröten - Projekt - Mnarani Marine Turtles Conservation

Nungwi – hat dem interessierten Besucher viel zu bieten. Das sind zunächst die Dau-Bootsbauer. Hier entstehen in Handarbeit die traditionellen Fischerboote und es ist interessant den Handwerkern eine Weile bei ihrer Arbeit zuzuschauen. Keine hundert Meter entfernt befindet sich das Mnarani Aquarium. Traditionell wurden auf Sansibar Meeresschildkröten wegen ihres Fleisches gejagt. Seit 1993 gibt es in Nungwi das Schildkröten-Projekt. Fischer die eine Schildkröte im Netz haben, bekommen ein Entgelt, wenn diese im Aquarium abgegeben werden. Hier werden Karettschildkröten und die Grüne Meeresschildkröte nachgezüchtet und jedes Jahr im Februar entlässt man den Nachwuchs in die Freiheit des Meeres. Das Eintrittsgeld von fünf Dollar fließt in das Projekt. Weitere Spenden helfen das Projekt auf ganz Sansibar auszuweiten.
Der weiße Sandstrand ohne Felsen und Seeigel ist zum Schwimmen und Baden geeigneter als die Strände an der Ostküste. Da Nungwi eines der touristischen Hauptziele der Insel ist, gibt es auch eine große Zahl an Hotels und Lodges. Tauchbasen und Tagestouren ergänzen das Angebot.

Reisewege – Condor fliegt Sansibar von Frankfurt direkt an. Von Arusha, und Dar es Salam liegen mehrere Fluggesellschaften Sansibar an. Flüge von Dar es Salam gibt es ab 40 Euro. Precision Air sollte man meiden! Flugausfälle und Verspätungen sind hier an der Tagesordnung. 35 Dollar kostet die „Kilimandscharo“ Fähre von Dar es Salam und sie ist der sicherste und zuverlässigste Transportweg nach Sansibar.

Willst Du den ganzen Reisebericht lesen?

Papua Neuguinea – The last frontier

Undurchdringlicher Regenwald, nebelverhangene Berge, geheimnisvolle Kulturen, düstere Legenden, Geisterbeschwörungen im Schein des Feuers an den Ufern des Sepik, Tote die von Berggipfeln seit Jahrhunderten über die Täler blicken und rauchende Vulkane. Das alles klingt nach Zutaten aus einem Indianer Jones Film. Aber genau so kann man es noch heute erleben. Papua-Neuguinea gilt als „The last frontier“. Als das Ende der besiedelten Welt. Das Land ist nicht ganz ungefährlich, die Infrastruktur ist rudimentär, das Reisen teuer, aber dafür sind die Einblicke in die unterschiedlichen Kulturen des Landes interessanter als in vielen Teilen der Welt. Der Glaube an Geister und Übersinnliches, Rituale und Tänze sind ein lebendiger Teil des Alltags und noch nicht gänzlich zum unterhaltsamen Ringelpietz für Touristen verkommen.

Das unbekannte Land, außerhalb des Fadenkreuzes der großen Touristikkonzerne, bietet eine Vielfalt, die man sonst in der Welt nur noch schwer findet. Es zeigt exemplarisch wie einzigartig und schützenswert unser Planet, seine Natur und seine Kultur ist. Abenteuer sind meine Welt und so machte ich mich auf genau das zu erleben und es wurde abenteuerlicher als ich es mir je vorgestellt habe. Kommt mit auf eine Reise ans Ende der Welt – EXPECT THE UNEXPECTED.

Deutschlands Wildkatzen

„Am Anfang geht es ein bisschen den Berg rauf“ sagte der Mitarbeiter vom Nationalpark Harz am Telefon. OK! Ich schaute mir die Strecke noch einmal auf der Karte an und beschließe die fünf Kilometer mit dem Fahrrad zu fahren. Das sollte ja wohl deutlich schneller gehen. Kurz nach sieben baue ich mein Rad auf dem Parkplatz in Bad Harzburg zusammen und radele los. Nach nicht mal einem Kilometer im kleinsten Gang gebe ich japsend auf. „Ein bisschen den Berg rauf“? Das war wohl ein Witz! Der Waldweg steigt auf 100 Meter gefühlt um 50 Meter an. Mit langer Unterwäsche, dicker Jacke und meinem Fotorucksack schiebe ich nach Luft ringend und schwitzend den Berg hoch. Nach zwei Kilometern, auf denen ich mindestens einmal ernsthaft in Erwägung gezogen habe mein Rad in den Wald zu schmeißen, ist die schlimmste Quälerei vorbei und ich kann weiter radeln. Mein Ziel ist die nur 4,5 Kilometer von Bad Harzburg entfernet Rabenklippe.

Raubkatze Luchs Luchse Bad Harzburg Harz Nationalpark Wald

Elegant und fließend sind die Bewegungen, wenn sich die großen Tatzen lautlos auf den Waldboden drücken. Auf dem Weg über die Lichtung hält er inne und für eine Sekunde sieht er mit direkt in die Augen. Mit schnellen und doch sehr anmutigen Sprüngen erklimmt er eine Felswand und verschwindet im Dickicht hinter Bäumen. Ich bin überrascht wie groß ein Luchs ist. Es sind die größten Raubkatzen Europas. Ein ausgewachsenes Männchen kann 1,20 lang und 70 Zentimeter hoch werden.
Die Mitarbeiter des „Luchsprojekt Harz“ bemühen sich mit Erfolg um die Wiederansiedlung des Luchses im Harz. In den Jahren 2000 bis 2006 wurden von den Mitarbeitern insgesamt 24 Luchse ausgewildert. Eine Begegnung mit den größten Raubkatzen Deutschlands ist aber immer noch sehr selten, aber seit über zehn Jahren im Nationalpark Harz planbar. Um diese faszinierenden Tiere den Menschen nahe zu bringen und um Unterstützung zu werben, gibt es nahe Bad Harzburg zwei Schaugehege in dem je zwei Luchse gehalten werden.
Wer also in diesem Sommer im Nationalpark Harz wandern möchte, wird um Bad Harzburg ein lohnendes Ziel finden. Auf dem Weg zu den Luchs-Schaugehegen liegt der Radau Wasserfall und die alte Harzburg. Am Molkenhaus und an der Waldgaststätte Rabenklippe, mit ihrer schönen Aussicht, kann man sich stärken. Wer nicht so gut zu Fuß ist, aber dennoch in die Harzer Bergwelt möchte, ein Bus verkehrt zwischen April und Mitte November vom Bad Harzburger Bahnhof hoch zur Rabenklippe.
Nicht nur der Ruf der Luchse in der Ranz, auch die Dampflokomotiven der Harzer Schmalspurbahn, auf ihrem Weg rauf zum Brocken, hallen durch die Wälder. Bis zum Brocken ist es eine nur 12 Kilometer lange Wanderung.
Für ein beeindruckendes Erlebnis mit Raubkatzen muss man nicht nach Afrika oder Asien reisen. Für mich war das ein viel zu kurzer Ausflug der unbedingt wiederholt und ausgedehnt werden muss.

 

RIGA ROCKT!

Wer Musik mag, wird Riga lieben. Letten lieben Musik und sie mögen es zu singen. Gemessen an der Einwohnerzahl gibt es in Lettland mehr Chöre, Gesangsclubs und Bands als irgendwo sonst in Europa. Es gibt keinen Tag in Riga an dem nicht irgendwo ein Konzert stattfindet. Besonders in der warmen Jahreszeit ist Riga die Stadt der Partypeople. Folk, Rock, Pop oder Klassik. In den zahlreichen Clubs und auf den Freilichtbühnen wird jeder etwas für seine Ohren finden. Wer dann nach durchfeierter Nacht noch Lust hat etwas zu unternehmen – los geht’s. In der historischen Altstadt laden Cafés, Restaurants und Bars zum Verweilen ein. Mode, die garantiert unique ist findet man in den kleinen Szeneläden. Bei stahlblauem Himmel bietet sich ein Ausflug zur Ostsee an. Die Luft am breiten Sandstrand der Ostsee, nur eine halbe Stunde mit dem Zug vom Zentrum entfernt, riecht nach großer weiter Welt. Flüge gibt es ab 100 €, Hotels  ab 35 € und die Nebenkosten betragen je nach Intensität der Unternehmungen etwa 60 € pro Tag.   –> REISEBERICHT

ABGEHOBEN

Laut faucht der Brenner und bläst heiße Luft in den Ballon. Ballonfahren ist eines der letzten Abenteuer die man erleben kann, denn der Wind bestimmt die Richtung in die der Ballon fährt. Vom Wind getrieben gleiten die Ballonfahrer über die die Landschaft. Ob vor der Haustür oder tausende Kilometer weit weg. Ballonfahren eröffnet immer ungewohnte Sichtweisen auf die Heimat oder die Fremde und jede Jahreszeit hat ihre eigenen Reize. Aus der Distanz der Höhe kann man die Alltagsprobleme auch kaum noch erkennen.

WORAUF ACHTEN
Ballone fahren meist unter 1000 Meter Höhe. Dort ist es noch nicht so kalt und der Brenner sorgt für zusätzliche Wärme. Wind spürt man auch nicht, da der Ballon mit dem Wind getrieben wird.
Vor oder nach dem Start sollte man im Frühjahr, Herbst und Winter jedoch warm angezogen sein. In den Morgen und Abendstunden kann es auf den Feldern empfindlich kalt werden.
Für die Tiere in Wald und Flur ist ein Ballon ein angsteiflößendes UFO und sie fliehen davor. So sieht man oft Rehe, Hirsche, Füchse und Greifvögel, die vom Ballon aufgeschreckt werden.

Das weiche Licht und der Schattenwurf der niedrig stehenden Sonne, erschafft ein fast schon surreales Gemälde.

KOSTEN
Ballon fahren koste ab 165 € pro Person für etwa eine Stunde. Das erscheint für diejenigen teuer, die es noch nie gemacht haben.  Bedenkt man jedoch die Wetterabhängigkeit und den Aufwand den Ballonfahrer betreiben um dieses Himmelserlebnis zu ermöglichen, ist es sehr günstig und in jedem Fall jeden Cent wert. Günstiger wird es, wenn man Gruppen von 5-8 Personen zusammenbekommt. Rabatte gibt es für Onlinebuchungen und „Mehrfachtäter“.

Einen kreisförmigen Regenbogen sieht man eher selten. Diesen kreisförmigen Regenbogen nennt man Halo und er entsteht durch Lichtbrechung und Spiegelung an Eiskristallen in der unteren Atmosphärenschicht. So vielfältig wie die Formen von Eiskristallen sind auch die Formen von Halos. Je nach Form und Größe der Eiskristalle und deren Ausrichtung beim Fall durch die Atmosphäre sind es Ringe, Säulen, Kreise, Bögen oder Flecken. Die Haloerscheinungen sind zusätzlich vom Stand der Sonne abhängig.

 

ALSO – ABHEBEN UND DIE MAGIE DES SCHWEBENS ERLEBEN!

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