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Stockholm

Spiegelung auf dem Stortorget in Stockholm/Sweden.

Spiegelung auf dem Stortorget.

Mit einer halben Stunde Verspätung startet easy Jet, Flug U2 5885 nach Stockholm und um kurz nach 15:00 Uhr landen wir auf dem Flughafen Stockholm/Arlanda.

Zuerst kaufen wir am Automaten ein 72 Stunden-Ticket für den Arlanda Expres für 33,50 Euro. Ein Einzelticket würde sonst pro Person oneway in die Stadt 25,80 € kosten. Der Zug braucht nur 20 Minuten in die Innenstadt und nach zehn Minuten Fußweg stehen wir an der Rezeption des „Downtown Camper by Scandic“ Hotels. Wir können uns nicht vorstellen wie man besser und stylischer in Stockholm übernachten könnte. Zu unserer Freunde bekommen wir auch noch ein Upgrade auf ein riesiges und behindertengerechtes Zimmer.
Wer mich kennt, den wird´s kaum wundern – die erste Sehenswürdigkeit Stockholms die wir besuchen ist der Sternentaler. Dort gibt es Latte Macchiato, einen Lemmon Poppy Seed Muffin und eine Schweden-Gedenk Tasse.
Über die Strömbron Brücke geht es in die Altstadt Gamla Stan. Vor uns liegt der hässlich Bauklotz des Royalpalastes und daneben liegt das, von der weichen Nachmittagssonne beleuchtete Grand Hotel. Stortorget ist Stockholms berühmter und geschichtsträchtiger Platz mit den roten und dem gelben Gebäude. Nur 90 Zentimeter breit ist die Gasse „Mårten Trotzigs Gränd“, die nur 300 Meter vom Stortorget entfernt beginnt. Im Viertel Järntorget kann man noch erahnen wie es im Mittelalter wohl gewesen sein mag. Durch enge Gassen gesäumt von rauh verputzten Häusern mit hölzernen Fensterläden gelangt man zur Treppe, die 36 Stufen hinauf führt zur Prästgatan.
Zum Dinner geht es zurück zum Norrmalm. Während statistisch Stockholm im September eher mit 14° Celsius und Regen aufwartet, können wir uns über 20° Celsius und Sonnen freuen. Überall sitzen die Menschen in den Cafés in den Straßen. Für Schweden ist das fast unerträglich heiß, denn während wir schon zur Sicherheit eine Jacke dabei haben und für den Abend noch mit Tüchern bewaffnet sind, laufen die Schweden in T-Shirts und kurzen Hosen.
Das K25 (Kungsgatan 25, 111 56 Stockholm) in das wir einkehren, ist eine große Food Halle mit vielen kleinen Restaurants, die verschiedene kulinarische Richtungen anbieten. Die Restaurants bieten Wasser gratis an. Mit etwa zehn Euro pro Mahl ist das Preis-Leistung Verhältnis einfach spitze!
Soweit unser erster Orientierungslauf durch Stockholm und wir entschwinden gegen dreiviertel Zehn ins Hotel.
Das Frühstück im „Downtown Camper by Scandic“ ist super toll, leider ist es auch super voll. Dann wieder ab in die Altstadt. Vor dem königlichen Schloss kaufen wir Tickets für die Hop on Hop off Tour mit „Royaltours“, in der eine Bootsfahrt inklusive ist. Nachdem wir die gesamte Tour gefahren sind, steigen wir an der Centralstation aus und kaufen hier ein Metro Tagesticket. Von hier fahren zur Station Radhuset  und Solna Centrum. In Radhuset ist ein Elch und weitere Tiere der skandinavischen Fauna ausgestellt. Viel beeindruckender sind in beiden Stationen die in den rohen Fels geschlagenen riesigen Gewölbe. Weiter rumpelt die Metro nach Odenplan. In der Nähe, gegenüber des Hard Rock Cafés befindet sich die öffentliche Bibliothek Stockholms, welche die schönste der Welt sein soll. In dem runden Saal dessen Wände aus Regalen bestehen warten 40.000 Bücher auf Leser.

Klein aber OHO!

Nur 600 Meter die Straße hinunter befindet sich die ehemalige Wohnung von Astrid Lindgren (Dalagatan 46, 113 24 Stockholm). Wer die Wohnung besichtigen will muss vorher einen Termin vereinbaren. Bevor wir die Bootstour antreten, schieben wir uns noch die schwedische Köstlichkeit einer Zimtschecke in uns rein und kippen einen Latte drauf. Wir umschiffen die Insel Djurgården, die ein Stadtteil und Parkgebiet im Stockholmer Bezirk Östermalm ist. Auf dem Wasser merkt man trotz Ausnahmesommer/Herbst dann schon, dass hier die kalte Jahreszeit naht und ich ziehe die zweite Jacke über die erste. Die Schweden natürlich immer noch im T-shirt! Nachdem der Pott wieder vertäut am Kai liegt schlendern wir wieder zurück durch die Altstadt, vorbei am Schloss, über den Platz Stortorget zu einem echt schwedischen Restaurant, dem House of Burgers (Tyska brinken 19, 111 27 Stockholm). Man kann das noch toppen, wenn man danach ins Ben & Jerry’s Gamla Stan (Västerlånggatan 59, 111 29 Stockholm) geht. Auf der Drottninggatan (deutsch: Königinstraße) der Einkaufsmeile laufen wir uns einen Teil der Kalorien wieder ab.

Volles Programm!
Wir durchqueren wieder die Altstadt auf dem Weg zur Insel Södermalm. Ja, dass Stockholm zum größten Teil auf Inseln erbaut ist, wussten wir auch nicht. Auf Södermalm findet man die Straße Pustegränd, die steilste Straße in Stockholm. Die Stockholmer nennen sie auch „Beschwerdegang“, aber natürlich in ihrer eigenen Sprache, die wir nie und nimmer lernen!. Genau genommen ist die Gasse nur einen Abstecher wert, wenn man sowieso auf der Insel ist. Über die Götgatan, der „Shoppingmeile“ zwischen Slussen und Medborgarplastsen, laufen wir nach Söderkäkar.

Hier in der Nytgorgsgatan Nr. 5 steht ein kleines rotes Holzhäuschen und das ist das kleinste Haus der Welt. Naja vielleicht ist es nur das kleinste Stockholms – egal Haken ran und weiter. In den Viertel gibt es natürlich viele andere Söderhütten, denen ist aber der Fluch erspart geblieben im Reiseführern Erwähnung zu finden. So können die Bewohner unbehelligt ihr Leben leben. An der Uferpromenade entlang laufen wir zurück zur Altstadtinsel Gamla Stan. Dort neben dem Roten Haus befindet sich „Kaffeekoppen“ (Stortorget 20, 111 29 Stockholm)  Gleich gegenüber des Royal Palace ist die Finska Kyran. die warnwestenorange finnische Kirche , welche 1725 eröffnet wurde, nicht zu übersehen. Auch wenn Kirchenbesuche nicht so der Thrill sind sollte man einmal in den Innenhof gehen. Hier findet sich das kleiste Wahrzeichen Stockholms, der Järnpojke, bekannt auch als Iron Boy oder in deutsch „Junge, der auf den Mond schaut“.
Unsere Stadtwanderung führt uns vorbei am Grand Hotel und an der Nationalmuseum. Über die Brücke Skeppsholmsbron, mit den imposanten goldenen Kronen in der Mitte, gelangen wir nach Östermalm. Auf der Insel Östermalm leuchtet die Kirche Jacobs Kryka in grellem Rot schon von weitem. Etwa weiter trifft man auf das „Nordiska Kompaniet“. Am besten kann man dieses Kaufhaus wohl mit dem KADEWE vergleichen. In diesem Haus wurde Schwedens erste mechanische Rolltreppe installiert. Zwei Blocks weiter beginnt die Biblioteksgatan, eine der schönsten Einkaufsstraßen Stockholms, besonders wenn wie heute wieder die Sonne scheint. Wer Backwaren mag wird Stockholm lieben. So leckeres Zeug wie hier habe ich noch nirgends gesehen und gegessen!
Die Vielfalt , die Frische und die etwas anderen Ungesundheiten sind einfach zu verlockend. Also zum Mittag ab in die Snickarbacken 7. Ein Avocadotoast und ´ne Limo wird deinen Diätplan schon nicht zerstören. Ersparen kann man sich dagegen die Östermalms Saluhall. Die Markthalle wurde 1880 erreichtet, heute ist dies aber ein großer Supermarkt der bestenfalls für Selbstversorger interessant sein könnte.

Zu Gast bei Astrid Lindgren
Von dort machen laufen wir über die Strandvägen, der boulevardähnlichen Prachtstraße in Östermalm über die Djurgårdsbron (Tiergartenbrücke) zur Insel Djurgården. Die Wohnungen hier haben bis zu 20 Zimmer und sind etsprechnd teuer. Der Normale Stockholmer wohnt hier nicht. Dafür aber Per Gessle von Roxette und andere Stars. Auf das Vermächtnis Schwedes wohl bekanntester Literaturgröße trifft man auf Djurgården im Junibacken. In einer Gondel schwebt man in zwölf Minuten durch die Geschichten der Schriftstellerin Astrid Lindgren.  Für mich die am besten investierten 17,50 € auf dieser Reise! Ein Muss für Jung und Alt. Auf der Insel findet sich auch ein Freilichtmuseum, das Abba Museum (21 Euro) und die Vasa. Nein, nicht das Vasa, sondern das Schiff, dass dadurch berühmt wurde, dass die Jungfernfahrt am 10. August 1628 nach etwa einem Kilometer auf dem Grund des Hafens von Stockholm endete. Der Eintritt ist mit 58 € jedoch nicht gerade ein Schnäppchen. Inhaber des Stockholm Passes kommen ohne zusätzlichen Eintritt rein.
Die Vasa (oder Wasa) war eine schwedische Galeone, die zu den größten und am stärksten bewaffneten Kriegsschiffen ihrer Zeit zählte. Bereits zu Beginn ihrer Jungfernfahrt am 10. August 1628 sank die Vasa nach nur etwa 1300 Metern Fahrtstrecke bei normalem Seegang wegen schwerwiegender konstruktiver Instabilität. Nach ihrer Auffindung 1956 und Bergung 1961 wurde sie mehrfach restauriert und ist heute im Vasa-Museum in Stockholm zu besichtigen. Das Schiff trug den Namen der schwedischen Königsdynastie Wasa (schwedisch vasa).

Zum Abschluss dieser Tour geht es für eine Zimtschnecke und einen Latte wieder nach Östermalm ins Löfberg Lila (Kungsgatan 3, 111 43 Stockholm). Typisch schwedisch, Curry und Reis zum Abendessen im K 25! Achtung – ein Bier kostet hier 6,50 €. Der Abendspaziergang führt am illuminierten Royal Klotz vorbei. Wer für Szeneclubs zu alt ist, kann am Abend in die Fotofrafiska (Stadsgårdshamnen 22, 116 45 Stockholm ) gehen. Die Galerie ist täglich bis weit in die Nacht geöffnet.

Sergels torg Platz - Stockholm -Schweden

Sergels torg Platz

Die frühen Vögel genießen schon am Morgen den Blick vom Royal Palast auf das Rosenbad, dem Sitz der schwedischen Regierung. Heute ist der 09. September 2018 und es ist Parlamentswahl in Schweden.
Weiter wandern wir zum Stadshus, dem Rathaus Stockholms, in dem Sitz der Stadtregierung und des Stadtparlamentes. Der riesige Backsteinkomplex mit dem markanten Uhrenturm liegt an der südöstlichen Spitze der Insel Kungsholmen am Riddarfjärden im Mälarsee.

Stockholm liegt zu großen Teilen auf Inseln. Diese besondere Stadtlage und die faszinierende Schärenwelt  vor den Toren Stockholms machen die Stadt zu einem besonders attraktiven Ziel für Kurzreisen und Wochenendtrips. Natürlich gewinnt die Stadt deutlich, wenn man mit dem Wetter so ein Glück hat wie wir es hatten.
Ein Muss für Fotografen ist der  Sergels torg Platz mit seinem grafischen Muster. Der Platz ist nach dem Bildhauer Johan Tobias Sergel benannt, dessen Atelier in der Nähe des Platzes lag.

Dann geht es wieder mit dem Arlanda Express zum Flughafen Stockholm/Arlanda und von dort direkt nach Berlin.

Gastbeitrag von C. Witt

Wildkatzen ganz nah

Obwohl Hütscherode nur sechs Kilometer von der Autobahn 4 entfernt und direkt am Rand des Nationalparks Hainich liegt, verirrten sich lange Zeit nur wenige Besucher in den abgeschiedenen Ort. So saßen an einem diesigen Februartag im Jahr 2010 der Bürgermeister Bernhard Bischof und Manuel Spieth in der Gaststube zusammen und ersannen die Idee eines Geheges für Wildkatzen, um mehr Besucher in den Ort zu locken. Manuel Spieth war Pächter eines geeigneten Geländes am Rand des Dorfes. Mit einem Handschlag und einem Schnaps wurde die Umsetzung beschlossen.

Allerdings bekam der BUND von der Sache Wind und wollte bei diesem Projekt mitmachen. „Wenn wir so etwas schon unterstützen, dann machen wir es gleich richtig“, war die Haltung beim BUND. So entstand auf dem Gelände am Dorfrand ein 800 Quadratmeter großes Areal, auf dem man auf artgerechte Weise versucht dem Besucher diese scheuen Tiere und ihre Probleme in unserer Welt zu überleben, nahe zu bringen.

Fossilienfunde legen nahe, dass bereits vor 300.000 Jahren in Europa die moderne Wildkatze die Wälder durchstreifte. In Afrika und Asien tauchte die Wildkatze erst vor etwa 130.000 Jahren auf. Die Wildkatze durchstreifte unsere Wälder bereits lange bevor die Römer die ersten Hauskatzen über die Alpen brachten. Die uns bekannte Hauskatze kann dagegen erst ab dem 1. Jahrhundert nachgewiesen werden. Der Lebensraum der Wildkatzen sind naturnahe Laub- und Mischwälder. Die gute Infrastruktur, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstand und bis heute ausgebaut wird, zerschnitt den Lebensraum der Wildkatzen. Sie sind zu einem Leben auf  den Inseln der letzten intakten Wälder gezwungen, denn sie finden auf den industriell bewirtschafteten Agrarflächen kaum noch Schutz während ihrer Wanderungen zu neuen Revieren. Tod auf Straßen, Autobahnen oder Inzucht waren die Folge.

Die Population in Deutschland wir auf etwas mehr als 3.000 Individuen geschätzt. Sie kommen in den Wäldern des Vogesen, im Schwarzwald, dem Pfälzerwald,  im Nationalpark Hainich, im Thüringer Wald, im Harz, im Elm, im Hunsrück, in der Eifel, im Siebengebirge und auch im Saarland vor. In Nordhessen sind die Populationen heute ebenfalls wieder im Wachstum begriffen. Die Populationen sollen im Rahmen eines Projektes des Bundesumweltministeriums mit naturbelassenen Waldkorridoren verbunden werden.

Heute findet der Besucher des beschaulichen Ortes Hütscheroda, der keine 100 Einwohner zählt, einen Wildkatzenschleichpfad, ein Wildkatzenmuseum und das naturnahe Schaugelände, auf dem derzeit drei Wildkatzen leben. In Planung ist eine vierte Wildkatze aufzunehmen und ein Gelände für Luchse zu bauen. Hier werden die scheuen und versteckt lebenden Katzen dem Besucher nahe gebracht. In einen kurzweiligen Vortrag während der Fütterung erfährt der Besucher einiges über die Etablierung eines europaweiten Rettungsnetzes für die Wildkatzen und über das Leben der Tiere selbst.

Seit im Juni 2011 der thüringische Nationalpark Hainich zum Weltnaturerbe der UNESCO erklärt wurde, kommen nun immer mehr Besucher nach Hütscheroda und das Überleben der Wildkatzen ist etwas wahrscheinlicher geworden.

Sommer in Nordrhein-Westfalen

Sommer 2018 – wahrscheinlich wieder mal der wärmste Sommer aller Zeiten, der trockenste Sommer aller Zeiten und in jedem Fall schon jetzt der Sommer mit der längsten Schönwetterperiode an die sich Alt und Jung erinnern kann. Egal wohin man reist überall ein Feeling wie in den Urlaubsländern im Süden. Doch ich reise nicht in den Süden sondern in den Westen!

Dörenther Klippen Münsterland Telgte Billerbeck Sommer LandwirtschaftUp de Haselke, Up de Ruer, An der Liene oder Im Hoeck heißen die kleinen Wege, die sich kreuz und quer durch die Felder im Tecklenburger Land ziehen und die kleinen Höfe verbinden. Satt grüner Mais und goldgelbe Kornfelder erstrecken sich zwischen Baumspalieren, die sich in der Wintersaison den Winden entgegenstellen. Jetzt in diesem Jahrhundertsommer flirrt die Hitze über der Landschaft, so dass Wanderer und Fahrradfahrer froh sind über jeden Baum der ihnen Schatten spendet. Einige der unzähligen Höfe, von denen viele auch heute noch für die Landwirtschaft genutzt werden, betreiben Hofläden, Cafés und Gästezimmer.

Am Ende Kornblumen gesäumter Felder erheben sich die Dörenther Klippen, eine der bekanntesten Landmarken im Münsterland. Ausgeschilderte Wanderwege mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden führen durch schattigen Mischwald auf atemberaubende 405 Meter. Am Weg durch das Bocketal laden mehrere Restaurants zu einer Rast und am Hermannsweg findet sich sogar eine Almhütte. Von Dörenther Klippenschaut man weit über das Münsterland, über die vielfarbigen Felder hin zu Windparks und weit entfernten Industrieanlagen. Als Startpunkt eignet sich der Parkplatz „Dörenther Klippen“ an der B219 bei Ibbenbüren. Unweit findet sich auch die Sommerrodelbahn Ibbenbüren. Weiterführende Informationen für Wanderfreunde zu den Dörenther Klippen unter: https://www.outdooractive.com/de/wanderung/muensterland/teutoschleifen-doerenther-klippen/15786129/

Nicht weit entfernt, am Rand der waldreichen Hügellandschaft der Baumberge liegt der staatlich anerkannte Erholungsort Billerbeck. Die Stadt ist mit 12.000 Einwohnern recht klein und außer dem Dom und der kleinen Fußgängerzone, gibt es in dieser Stadt nichts wirklich erwähnenswertes. Unweit von Billerbeck befindet sich das Hotel Weissenburg, das gleichzeitig Basislager für das Trainingscamp der U 96 ist. Hotel, Restaurant und Dachterrasse sind aber für jeden offen und das absolute Hotel-Highlight im weiteren Umkreis! Von dem am Hang gelegenen Hotel hat man einen schönen Blick auf das Wildtiergehege und den Ort Billerbeck.

Burg Steinfurt

Burg Steinfurt Schloss Steinfurt

Lohnend ist auch ein Rundgang durch die engen, von Fachwerkhäusern gesäumten Gassen im Steinfurter Ortsteil Burgsteinfurt. Das Schloss Burgsteinfurt ist ein malerisches Wasserschloss welches von der Aa umflossen wird. Sie ist die älteste Wasserburganlage Westfalens. Das Schloss befindet sich heute noch im Besitz der Familie der Fürsten zu Bentheim und Steinfurt und wird als Wohnsitz genutzt. Eine Besichtigung des Innern der Schlossanlage sind seit 2009 nicht mehr möglich.

Es ist Sonntag und die Glocken der katholischen Wallfahrtskirche St. Marien läuten. Eine Gruppe Nonnen sitzet auf der Wiese im Schatten großer Bäume und sie singen Kirchenlieder. Dahinter erheben sich die Mauern der Wallfahrtskapelle und die Szenerie wirkt wie das Sujet eines Historienromans. Telgte oder Telchte wie die Einheimischen sagen, ist beschaulich, wenn nicht gerade Wallfahrt ist. Ziel dieser jährlichen Wallfahrten ist das 1370,aus Lindenholz geschnitzte Bildnis der Mutter Maria, mit dem Leichnam des vom Kreuz abgenommenen Christus im Schoß. Telgtes historischer Stadtkern zwischen Herren- und Königsstraße ist geprägt von kleinen Geschäften, Restaurant und Cafés. Dass es der Stadt wirtschaftlich sehr gut geht, merkt man spätestens wenn man am Nachmittag oder Abend in einem der vielen Restaurants am Markt und in den umliegenden Straßen versucht einen Tisch zu ergattern.

Münster ist Tatort, beziehungsweise Drehort für die gleichnamige Endlosserie. Münster ist die Fahrradhauptstadt der Welt, behauptet man stolz. Dabei unterschlägt man gerne, dass nicht die Stadtväter, sondern die schlechten Verkehrsverbindungen und die über 44.000 Studenten ausschlaggebend für diesen Rekord sind. Nicht viele Städte können von sich behaupten über Fahrradampeln, eine Fahrradautobahn und sogar eine Fahrradwaschanlage zu verfügen. Wie woanders die Autos, parken die Räder auf den Gehwegen in zweiter oder dritter Reihe oder vor den Unigebäuden in scheinbar unentwirrbarem Drahtgewirr.

Pilger Wallfahrtsort Telgte Münsterland Warendorf Tecklenburger Land katholische Kirche Stadtbesichtigung

Schaufenster eines Ladens für Pilgerbedarf in Telgte

Die Innenstadt wirkt wie die Kulisse eines Historienfilms. Fast vergessen sind die letzten Kriegsjahre, in denen Münster beinahe komplett zerstört wurde. Die historischen Orte Prinzipalmarkt, Spiekerhof, Kirchen und viele andere Gebäude wurden danach wieder originalgetreu aufgebaut. Wie im Umfeld, findet man auch in der Münsteraner Innenstadt überall skurrile Straßennamen wie Georgskommende, Drubbel oder Krummer Timpen.

Die Südseite des Münsteraner Hafens kennt man in der Szene als „Dirty Side“. Hier wo es immer mal wieder spontan Konzerte und kleine Jam-Sessions stattfinden, gibt es noch den wilden Charme des Aufbruchs. Doch die Stadtentwicklung der Stadt Münster plant auch dieses Kleinod in kürze wegzusanieren und durch eine langweilige Promenade zu ersetzen. Wenn das Projekt alle politischen Hürden nimmt und die benötigten Städtebaufördermittel durch das Land Nordrhein-Westfalen fließen, ist dieser lebendige Künstlertreff bereits im Sommer 2019 Vergangenheit.

Für Kleintierfreunde hält Münster ein Überraschung bereit! Die Kaninchen auf dem Ludgerikreisel haben gelernt nicht auf die Straße zu gehen sondern sich ausnahmslos auf der Grünfläche des Kreisverkehrs aufzuhalten. Vom Park auf der anderen Straßenseite haben sie einen Gang auf die Kreiselmitte gegraben, so dass sie nicht die Straße überqueren müssen.

Die Münsteraner habe die Ludgeri-Kaninchen so liebgewonnen, dass sie, als eine Tiefgarage an dieser Stelle gebaut werden sollte, protestierend durch die Stadt zogen, bis die Langohren ein Schutzgebiet währed der Veränderungen am Kreisel bekamen. Und so hoppeln sie noch heute.

Angeblich soll es in Münster immer regnen. Doch wenn die Sonne scheint strömt, wer immer Zeit hat, auf die Promenade. Der viereinhalb Kilometer lange Grünstreifen, der sich entlang der ehemaligen Befestigungsmauer um die Stadt zieht, ist dann ebenso Anziehungspunkt wie der künstlich aufgestaute Aasee. So schön es auch an sonnigen Tagen ist, kaum ein Münsteraner bestreitet das unübersehbare. Wären nicht die vielen Studenten, so wäre Münster eine schnarchige Stadt voller alter Menschen und ebenso alter und schnarchiger Bustouristen.

Außerhalb der historischen Zentren fordert Wohlstand und Fortschritt seinen Tribut. Einkaufszentren, Autohäuser, Gewerbegebiete, Industriebetriebe, neue herausgeputzte und verkehrsberuhigte Eigenheimsiedlungen und Tankstellen ziehen sich wie einst die Stadtmauer um Münster, Telgte, Steinfurt, Warendorf Coesfeld und all die anderen Perlen Nordrhein-Westfalens.

Ein wilder Hase mümmelt Gras, Enten schnattern auf dem Dorfteich und Hühner gackern. Doch dies ist kein Dorf in der guten alten Zeit, es ist ein lebendiges Museum.

Ende der 1950er Jahre hatten weitsichtige Bürger aus dem Münsterland und Emsland die Idee der Stadt Münster eine Windmühle zu schenken. Diese sollte ein Denkmal für landwirtschaftliche Tradition und die Lebensweise der bäuerlich geprägten Region im Münsterland und Emsland werden. Im Laufe der Jahre entstand daraus ein fünf Hektar großes Gelände mit vielen original getreuen Bauwerken aus dem 16. bis 19. Jahrhundert. Seit 1963 kümmert sich der der gemeinnützige Verein „De Bockwindmüel“ um die weitläufigen Anlagen. Kundige Führer, welche die Zeit auf den Höfen teils noch aus dem eigenen Erleben kennen und dem Plattdeutsch mächtig sind erzählen kurzweilige Geschichten aus dem harten Leben der Bauern bevor es Kühlschränke, elektrischen Strom und Telefone gab. Ob Werkstätten, Landschule, Gutshäuser, Vorratsspeicher oder die Mühle, alle Gebäude sind mit historischem Gut ausgestattet, so dass einen Eindruck von den Gewohnheiten und Lebensumständen sowie Arbeitsweisen der Menschen wiedergegeben wird, die hier einmal zu Hause waren. Ständig finden hier Veranstaltungen statt an dem Traditionen wie zum Beispiel das Backen von Brot lebendig werden. Ein Dorfladen und ein Restaurant ergänzen das Angebot.

Toiletten, Tüten und andere Mittel für oder gegen die Seekrankheit

Kreuzfahrten sind voll im Trend und so macht sich ein Teil der Reisenden sicher Gedanken über die Seekrankheit. Neidvoll blicken wir auf die etwa zehn Prozent der Menschen die umso mehr Freude am Törn empfinden, je höher die Wellen werden.
Bei allen anderen Menschen wird bei zunehmenden Seegang, durch die widersprüchlichen Informationen des vestibulären, visuellen und somatosensorischen Systems an das Gleichgewichtszentrum im Kleinhirn, der Botenstoff Histamin ausgeschüttet. Im Zentralnervensystem ist Histamin ein Neurotransmitter, der an der Auslösung von Übelkeit und Erbrechen beteiligt ist. Histamin ist ein wichtiger Botenstoff für den gesamten Organismus und der Schlüssel zur Bekämpfung der Seekrankheit.

Was dagegen tun? Wer der medizinisch-chemischen Keule abgeneigt ist, könnte zunächst folgende Verhaltensweisen ausprobieren. Reich an Histamin ist Spinat, Tomaten, Rotwein, Bier und Weizenbier. Meiden sollte man Salami, Hartkäse, Dosen-Thunfisch, Ketchup, Pizza. Arm an Histamin sind frischer Fisch, Fleisch, Frischkäse und Obst. Bei der Aufnahme von Vitamin C sinkt der Histaminspiegel im Blut. Vitamin C Bomben wie Orangen, Kiwi oder Äpfel bauen Histamin am schnellsten ab!

Wir haben täglich, ein nur in der Apotheke erhältliches Vitamin C Präparat eingenommen. Dieses hat uns aber nicht vor dem auf dem kleinen Schiff um sich greifenden Erkältungsvirus geschützt. Die Wirkung gegen Seekrankheit war auf Grund anderer Medikation nicht nachweisbar. Allerdings gilt als sicher, dass es Seekrankheit vorbeugt, aber bei wirklich hohem Seegang auf offener See nicht hilft.

Homöopathische Mittel: Zintona ist das schonendste Präparat gegen Seekrankheit, auf dessen Wirksamkeit jedoch bei schwerem Seegang kein Verlass ist.

Seaband, sind zwei elastische Armbänder mit einer eingearbeiteten Halbkugel, die an beiden Armen gleichzeitig Druck auf den Akupunkturpunkt P6 erzeugen.
Unsere Reisebekanntschaft nutzte diese Bänder, die aber bei starkem Seegang ihre Wirkung, so sie denn je vorhanden war, quittierten.

Antihistaminika bei leichteren bis mittelschweren Fällen:

Cinnarizin – gibt es rezeptfrei aus dem Ausland, weitgehend ohne Nebenwirkungen
Itinerol B6 – sollte man nur für leichten Seegang nutzen, da die Wirkung unterschiedlich bewertet wird
Cinnageron – macht weniger müde als andere Mittel
Diphenhydramin – Tabletten gegen Reiseübelkeit
Dimenhydrinat – gibt es als Reisekaugummi oder Reisetabletten. „Travacalm Original“ haben wir in Australien rezeptfrei gekauft und es half sehr gut. „Travacalm natural“ mit Ingwer macht nicht müde, wirkt aber auch weniger.

Stugeron – soll bei manchen schon Wunder bewirkt haben, es wurden aber auch Fälle bekannt denen es wenig geholfen hat.

Antihistaminika bei schweren Fällen:
Scopolamin wird in der Fachpresse oft als das wirksamste Mittel gegen Seekrankheit beschrieben. Es enthält keine Substanzen die Histamin abbauenden, sondern wirkt lediglich dämpfend (60-Mal stärker wirksam als Promethazin). Wir nutzten das als Pflaster um es hinter das Ohr zu kleben. Es gibt den Wirkstoff über drei Tage gleichmäßig ab. Es kann von starker Müdigkeit begleitet werden. Bei uns war die Müdigkeit manchmal spürbar aber kaum störend. Die Wirkung war gut, allerdings nur bis zu einer Wellenhöhe von 12 Metern. Das Schiff war 90 Meter lang und 14 Meter breit! Größere Schiffe, die auch über Stabilisatoren verfügen, kompensieren diese Wellenhöhen deutlich besser als kleine Expiditionsschiffe.

Promethazin – 2-3 mal wirksamer als Diphenhydramin und Dimenhydrinat

Vomex, ist ein rezeptfreies Mittel gegen Erbrechen und Übelkeit und ist speziell auch für Reisekrankheit zu empfehlen. Vomex gibt es als Dragees, Zäpfchen und auch als Saft. In Foren wird von Müdigkeit aber auch von der guten Wirksamkeit berichtet.
Stugeron, ähnlich Cinnageron, Medikament mit dem Wirkstoff Cinnarazin 15mg. Soll sehr wirksam sein. Man nimmt 2 Tabletten vor Antritt der „Reise“ und dann alle 8 Std eine weitere.

Wenn starke Beschwerden und Erbrechen bereits vorhanden sind:
Metoclopramid (als Zäpfchen oder Tropfen, rezeptpflichtig, oft verabreichen Schiffsärzte dieses Mittel)

Nach dem Studium diverser Dissertationen, dem Befragen von Ärzten und Betroffenen, sowie unseren eigenen Erfahrungen kann man vereinfacht zusammenfassen: wer zu Seekrankheit neigt, dem helfen keine homöopathischen Mittel! Nur die schulmedizinische Keule kann Seekrankeit verhindern oder lindern.
Je nach Anfälligkeit und Stärke der medikation, muss man damit rechnen, dass bei starkem Seegang trotzdem temporär Symptome der Seekrankeheit auftreten. Diese werden aber erfahrungsgemäß nach dem Besuch der Toilette besser. Wer weinig oder gar nicht Seekrank wird, der kann sich die homöopathischen Mittel sparen, da der Körper sich dann nach drei Tagen auf den Seegang eingestellt hat und keine Symptome auftreten.

MÜNCHEN – BAYERN

München – Die Bayern sind mit Recht stolz auf ihren Freistaat. Sie leben ihre Traditionen und sind dabei trotzdem modern und fortschrittlich, was besonders in München zum Ausdruck kommt. Was mir als Berliner in München sofort auffällt – München ist sauberer als Berlin. Hier fehlt der Müll, der sich in Ecken zu Kunstwerken auftürmt. Es fehlt die Graffitikunst auf Zügen, LKWs und auf Wänden. In Münchens Straßen sieht es aus wie frisch gefegt und die Stadt wirkt dadurch bürgerlicher als das wilde Berlin, in dem die Gentrifizierung  noch nicht den letzten Winkel erreicht hat. Die historischen Gebäude Münchens erscheinen so makellos, wie die Häuser auf einer Modelleisenbahn, wären da nicht die Kräne und die Rüstungen, wie zum Beispiel an einem der Türme der Frauenkirche. Leider habe ich nur etwa drei Tage in München Zeit und entscheide mich daher für ein klassisches Touristenprogramm. Das Siegestor ist meine erste Station. Dieser Triumphbogen ist dem Bayerischen Heere gewidmet. Zum Mittag will ich mir dann auf dem Viktualienmarkt eine echte Weiswurschtl gönnen. Doch es ist Sonntag und die Buden haben am geschlossen. Auf dem Marienplatz, auf dem gerade tausend Menschen dem Glockenspiel am Neuen Rathaus lauschen und in den umliegenden Straßen ergattere ich auch keine Weiswurschtl, da ich mich nicht alleine in ein Restaurant setzen will. So gibt es zur Brotzeit ein belegtes Baguette der Bäckerei „Rischart“. Is jo a echt bärisch. Die Maximilianstraße ist die Shopping-Meile der Schickeria. Hier finden sie die internationalen Modemarken, das Hotel „Vier Jahreszeiten“ und das GOP Varieté-Theater. Praktischer weise befindet sich am Ende der  Maximilianstraße der Sitz des Bayerischen Landtags.
Die Hauptstadt des Freistaates hat ihren eigenen Charme, dem ich jedoch nicht ganz erliege. Es sind eben nur Teile der Innenstadt mit seinen historischen Gebäuden und touristischen Hot-Spots, welche Besucher locken. Außerhalb dieser Zone kann man das Stadtbild von München schon mal mit Hamburg, Frankfurt oder Berlin verwechseln. So cruise ich die Leopoldstraße und die Prinzregentenstraße runter und bin dann im Grunde durch mit der Besichtigungstour durch München. Das Einzige was mich wirklich fasziniert hat, sind die Surfer auf der Eisbach-Wave. Das habe ich so noch nie auf der Welt gesehen und dieser Ort sollte auf keiner München Besichtigung fehlen.

Für Technikbegeisterte ist das BMW Zentrum am Petuelring und Flugwerft Schleißheim einen Besuch wert.

Schloss Neuschwanstein diente Walt Disney als Vorlage für seine Märchenschlösser, wodurch das Schloss weltweit zum Inbegriff einer mittelalterlichen Burg wurde. Dabei ist Neuschwanstein keine mittelalterliche Burg, sondern eine kompositorische Neuschöpfung des Historismus – eine steingewordene Phantasie von König Ludwig II.
Nicht jeder wird es besucht haben und nicht jeder wird es mögen. Es sei denn er ist Japaner, Chinese oder Amerikaner. Denn Schloss Neuschwanstein rangiert international nach der Heidelberger Schlossruine auf Platz 2 der beliebtesten deutschen Sehenswürdigkeiten. Von der Landstraße 17 aus übersieht man den grauen Protzklotz vor dem Hintergrund der bewaldeten Bergflanken fast. Wandert man jedoch auf den Pfaden durch die umliegenden Wälder, so eröffnen sich immer neue schöne Perspektiven auf das Bajuwaren Schloss. Was König Ludwig, um dessen Geisteszustand es wohl nicht zum Besten bestellt war, dort von schwer schuftenden Untertanen auf einen Bergrat stellen ließ, ist schon hübsch anzusehen. Wer denkt das Schloss auch in Ruhe besichtigen zu können irrt allerdings. In Gruppen zu 30 Personen wird man durch sechs Räume geschleust und nach knapp einer halben Stunde ist die Audiotour vorbei und man findet sich im Souvenirladen wieder. Eineinhalb Millionen Besucher strömen jährlich nach Neuschwanstein und bis zu 7.000 Touristen werden täglich durch das Schloss geschleust. Das ist der Preis dafür.

TOP 15

  • Ludwigstraße – historische Gebäude, Siegestor
  • Frauenkirche – eines der bekanntesten Wahrzeichen Münchens
  • Marienplatz – Neues Rathaus mit dem Glockenspiel
  • Prinzregentenstraße – „Eisbach Wave“
  • Viktualienmarkt – Markstände und Biergärten mit vielen lokalen Spezialitäten
  • der Alte Peter – Turm der Pfarrkirche St. Peter mit fantastischen Blick über die gesamte Altstadt
  • Hofbräuhaus
  • Maximilianstraße – shoppen mit der goldenen Kreditkarte
  • der Karlsplatz – alias Stachus
  • der Odeonsplatz – umgeben von der Feldherrnhalle und der Theatinerkirche
  • Wittelsbacher Residenz – das größte Innenstadtschloss Deutschlands
  • Deutsches Museum liegt auf der Museumsinsel in der Isar und ist das meistbesuchte Museum Deutschlands
  • Flugwerft Schleißheim – Aussenstelle des Deutsches Museum
  • BMW Welt am Petularing
  • die Pinakothek der Moderne – Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts

Top of Germany
Am 21. Dezember 2017 absolvierte die neue Seilbahn zur Zugspitze ihre Jungfernfahrt. Nach wie vor warten jedoch in der Ski-Saison hunderte Menschen am Morgen um mit den ersten Gondeln, die immerhin 120 Menschen fassen, auf den Gipfel zu schweben. Um kurz vor acht Uhr fahre ich auf dem Parkplatz, wo die neuen Parkscheinautomaten zum Glück noch außer Betrieb sind. Mit der ersten Gondel fahre ich für 45,00 € auf den mit 2.960 Meter höchsten Gipfel Deutschlands. Auch in der Bergstation blieb kaum ein Stein auf dem anderen, denn auch Bergstation und Restaurant werden derzeit noch umgebaut. Es ist jedoch der atemberaubende Ausblick bei klarem Wetter, mit einer Sichtweite von bis zu 200 Kilometern, wegen dem die meisten Menschen hier hinauf kommen.
Das Rundreise-Ticket lässt sich auch mit der Zahnradbahn kombinieren. Die Zahnradbahn benötigt für die Strecke jedoch länger und fährt nicht direkt den Gipfel an. Zwischen dem Bahnhof der Zahnradbahn und dem Gipfel nutzt man dann die Gletscherseilbahn.

Auf dem Rückweg nach München sind Garmisch-Partenkirchen, Ammersee und Starnberger See sehenswerte Abstecher für einen Tagestrip und mit etwas Glück umgeht man auf diesen Routen auch den einen oder anderen der allgewärtigen Staus.

Hawaii Tops und Flops, Wetter, Unterkünfte und Preise

Im Winter nach Hawaii? Wie ist das Wetter dort? Was sind die Tops und Flops? Wie sind Unterkünfte und Preise?

Wir haben uns für Kauai, Maui und Big Island entschieden weil:
• Kauai, die außergewöhnlichste Naturszenerie aller Inseln hat,
• Maui, der ideale Ausgangspunkt für Walbeobachtungen ist,
• Big Island, die Vulkanaktivität und mit dem Mauna Kea den höchsten Berg hat

Wetter – Die Hawaii Inseln sind bei gleichbleibenden Temperaturen zwischen 20°-30° Grad Celsius ganzjährig bereisbare Ziele. Allerdings ist auf der Ostflanke der Inseln das Wetter meist schlechter als im Westen. So kann es passieren, dass die Gäste im Westen der Insel im Pullover unter dem Regenschirm sitzen, während nur 50 Kilometer entfernt auf der anderen Seite der Insel, unter blauem Himmel gesurft wird. Auf den Gipfeln der Vulkane können die Temperaturen in der Nacht unter null Grad fallen. Bei der Wahl der Unterkunft also unbedingt beachten!

Tourismus – Hawaii ist international eine Top Destination. Etwa 7 Millionen Besucher  zählt die Inselgruppe jährlich, wobei Maui, Oʻahu und Big Island am meisten frequentiert werden. Entsprechend voll sind die Inseln und nur in den Monaten April und November ist es nicht ganz so überlaufen. Vor Ort fiel aber auf, dass überall noch Vakanzen in allen Preisklassen vorhanden waren, was sich aber wenig negativ auf die Preise für Schlafplätze auswirkt.
Wer auf den Inseln mit einem Mietwagen unterwegs ist, muss Zeit und Aloha haben. In den Haupttouristenorten können sich die Staus durchaus mit den Staus in deutschen Großstädten zum Berufsverkehr messen.
Oft wartet man vor guten oder beliebten Restaurants auf einen Platz, um eine überteuerte und qualitativ durchschnittliche Mahlzeit zu bekommen.

Tipps – Helikopterrundflüge, besonders auf Kauai, Parktickets für den Sonnenaufgang auf dem Haleakala, längere Walbeobachtungstouren oder Schnorcheln mit Mantas, sollte man vorbuchen.
Wer sich erst spontan entscheidet, riskiert im Zeitraum seines Aufenthalts nichts mehr zu bekommen.
Ein 4WD (Allradfahrzeug) ist entgegen allen Hinweisen in Reiseführern und anderen Publikationen für die Fahrt zum Mauna Kea NICHT nötig. Die Straße zum Mauna Kea ist wenn auch auf einem Teilstück unbefestigt hervorragend ausgebaut. Die Nutzung eines 4WD Fahrzeugs wird auch nicht kontrolliert. Man sollte sich nur der Tatsache bewusst sein, dass man auf etwa 100 Meilen von Meereshöhe auf 4200 Meter hochfährt. Auf der Hinfahrt kostet das irre Benzin und auf der Talfahrt sollte man auch die Motorbremse nutzen da sonst die Bremsen überhitzen.
PS: Hawaii ohne Jeep ist möglich – macht aber keinen Spaß!

TOP – In ganz Hawaii ist zwischen Dezember und April Walsaison. 10.000 Buckelwale halten sich in den hawaiianischen Gewässern auf. Der Hot Spot sind hier vor allem die flachen Gewässer zwischen Maui. Lanai und Molokai. Sichtungen sind täglich garantiert! Die Anzahl und Qualität der Sichtungen hängt nicht vom Preis ab, sondern von der Dauer der Tour.
Die Napali Küste und ihr Hinterland wirken wie eine Landschaft aus der Urzeit, aus den Filmen Jurassic Park oder King Kong. Nur mit dem Helikopter kann man sich hier einen Eindruck machen. Einen Eindruck den man nie vergessen wird.
Die Wellen an der schroffen Küste von Hawaii im Winter, haben wir so noch nirgendwo gesehen. Blowholes und Tidenpools machen die Küste Hawaiis im Winter zu einem Eldorado für die Landschaftsfotografie.
Natürlich hat Hawaii auch erstklassige Tauch-, Schnorchel,- und Surfspots. Jedoch sind die Bedingungen fürs Schnorcheln und Schwimmen, auf Grund des raueren Wetters und der hohen Wellen, in der Wintersaison eher schlecht.
Der Sonnenaufgang auf dem Mauna Kea ist einfach überirdisch und die Landschaft ringsum ist außerirdisch.

FLOP  – Traditionelle Klänge, Hula Tänze und Blumenketten – Hawaii ist ein Ort, an dem der Himmel blauer, der Wald grüner, das Meer klarer und das Leben einfach nur entspannt und schön ist! Falsch gedacht! Hin und wieder gewinnt man den Eindruck, die Hawaiianer, die direkt vom Tourismus leben, sind freundlich, alle anderen hassen Touristen. Wir sind mehrfach wegen nichtiger Anlässe beschimpft und angepöbelt worden. Bedienungen in Restaurants sind gequält freundlich oder gleich ganz unfreundlich. Da zieht dann schon mal einer ein Gesicht, wenn man sich nicht sofort für ein Gericht entscheidet und eine Frage hat. Millionen Verbots- und Gebotsschilder warnen überall und sagen was man zu tun, aber meist zu unterlassen hat. Alle haben einen gemeinsamen Inhalt: „Bleib in deiner Hotelanlage, buche ein Tour, konsumiere, aber geht uns nicht auf die Nerven.“ Hawaii ist Massentourismus, mit allen seinen negativen Begleiterscheinungen. Das Flair eines Südseeparadieses, wo Hulamädchen am Strand ihre Hüften schwingen und Surfer in einsamen Buchten die perfekte Welle reiten, ist schon lange verflogen.
Preise – Man braucht auf Hawaii kein Kleingeld! Die kleinste Währungseinheit sind fünf Dollar. Eine Flasche Wasser, drei Brötchen, eine Schale frisches Obst im Supermarkt, Trinkgeld – alles jeweils fünf Dollar. Zimmer in Laufweite zum Strand kosten immer über 100 € pro Nacht, meist 200 € pro Nacht. Ein Zimmer zu finden, das 500 Dollar pro Nacht kostet, ist keine Schwierigkeit.

Wir waren am ersten Abend auf Kauai im Hotelrestaurant, um eine Kleinigkeit zu essen:
1 X Kartoffelchips mit Dressing
1 X kleine Portion Nudeln
1 ½ Liter Sider
1 ½ Liter Bier
1 X Limonade
macht zusammen 50 Dollar

Sonst kostet ein kleines Shave Ice 4,50 Dollar, ca. 250 Gramm Eis 7,50 Dollar, ca. 125 Gramm Eis 4,00 Dollar, 6 Pack Corona 7,99 Dollar, ein Mietwagen ab 50 Dollar pro Tag, 1 Stunde Hubschrauberrundflug ab 280 Dollar (Mauna Loa Helicopter Tours), 3-4 Sterne Übernachtung ab 160 Dollar pro Tag, Walbeobachtungstour ab 45 Dollar für 2 Stunden, Manta Rochen Schnorcheln ab 70 Dollar für 45 Minuten.

Wer den ausführlichen Bericht mit den entsprechenden Bildern lesen will, hier geht es weiter…

 

SANSIBAR – MEHR ALS NUR MEER – TOP 6 TO DOs

Sansibar
Sansibar, die Sehnsuchts-Destination! Die meisten Besucher denken bei dem Namen an Sonnenbaden, Schnorcheln und Tauchen. Die Mehrzahl verbringt die Zeit in den Resorts an der Ost- oder Nordküste und verlassen diese Orte eher selten. Doch die Inselgruppe hat mehr zu bieten als einen Aufenthalt in einem fünf Sterne Resort!

Stone Town – Wer sich nur ein paar Stunden Zeit nehmen will, sollte einen Rundgang durch die Gassen von Stone Town nicht versäumen. Touren werden von allen Hotels und Lodges angeboten, man kann diese aber auch auf eigene Faust machen. Man startet gegenüber des Fährterminals an der alten Apotheke, die durch ihre mintfarbenen Balkone auffällt. Danach geht man zur anglikanischen Kathedrale (Eintritt 2 €) auf deren Gelände man auch das Mahnmal gegen den Sklavenhandel findet. Von dort schlängelt man sich durch die Gassen der Altstadt zur Kenyatta Road, auf der man Richtung Norden die Westspitze der Küste entlang geht. Dabei passiert man das alte Stadttor sowie das alte Fort von 1698. Von dort sind es nur noch 50 Meter bis zum sehenswerten Mizingani Seafront Hotel. Hier gibt es die besten Kuchen und Kaffeekreationen der Stadt. Das Hotel, welches einst ein Palast war, besticht vor allem durch seine aufwendige Restaurierung und die detailverliebte Innengestaltung. Die deutsche Managerin sorgt für Perfektion in Service und Organisation. Wer hier wohnt, hat das Gefühl in einem lebendigen Museum untergekommen zu sein und wird auch nicht mehr weg wollen. Nach dem beschriebenen Stadtrundgang, für den man etwa zwei Stunden benötigt, hat man einen guten Überblick. In den Gassen von Stone Town lässt es sich auch gut Souvenirs shoppen oder Insel-Touren buchen. Doch Vorsicht, der Stadtplan ist eher nutzlos. Wir haben uns mehrfach in den Gassen verlaufen aber langweilig war es nie.

Sansibar - Stone Town - Forodhani Gardens- Menschen -street photography - night - Food

Der Forodhani-Park verwandelt sich zum Sonnenuntergang in ein Freiluftrestaurant. In lebendiger Atmosphäre geben sich Einheimische und mutige Touristen der Verlockungen der arabischen und afrikanischen Küche hin. Sättigende Malzeiten kosten etwa drei Euro.
Touren – Ein Halb- oder Ganztagesausflug nach Prison Island (Changuu) ist ein Muss. Auf der kurzen Überfahrt von Stone Town ist es möglich Delfine zu sehen, aber eher selten der  Fall. Auf der Insel selbst leben etwa 200 Giant Aldabran Schildkröten, die einst ein Sultan hier ansiedelte, der sie von den Seychellen importierte. Auf dem Rundgang über das Eiland muss man auch Erläuterungen zu den Bedingungen, im vor langer Zeit aufgegebenen Gefängnis über sich ergehen lassen. Aufgegeben wurde 2015 auch der Hotelbetrieb auf der Insel. Betrieben wird nur noch das Restaurant. Wer den Touristenansturm auf Prison Island vermeiden möchte, sollte Stone Town spätestens um 8:00 Uhr verlassen, was aber nur auf privaten Touren möglich ist. Die teureren Touren, für welche wir uns entschieden sind durch einen Schnorchel- und Badestopp aufgewertet. Touren nach Prison Island gibt es ab 14 Dollar. Privattouren für zwei Personen kosten 35 Dollar pro Person. Einige Agenturen bieten auch spezielle Delphintouren an, bei denen man mit den Tieren schwimmen kann.

Jozani Forest – Die seltenen Red Colobus Affen trifft man im Jozani Forest, eine halbe Autostunde südlich von Stone Town an. Da die Affen in der Hitze des Tages eher in den Bäumen dösen, ist ein Besuch am Morgen die beste Option die Tiere zu beobachten. Der Jozani Forest ist der letzte intakte Wald auf der Insel.

Strände, Atolle, Resorts & Events – Matemwe, Kendwa, Pongwe und Jambiani sind die Topstrände auf der Hauptinsel Unguia. Wer mehr Zeit hat sollte auf jeden Fall zum Mnemba Atoll fahren. Das weitgehend intakte Mnemba Atoll gehört zu den besten Schnochelspots der Welt. Die Touren kosten etwa 25 Dollar. Etwas teurer sind die Ausflüge zum Chumbe Island Korallenpark. Das Gebiet war bis 1994 militärisches Sperrgebiet und steht seit dem unter Naturschutz. So blieb nahe der Küste ein einzigartiges Korallenriff, das auch als Rückzugsgebiet der Karettschildkröten ist erhalten. Die Tagestouren kosten 90 Dollar, die Übernachtung auf der Insel 280 Dollar. Ein Teil der Einnahmen fließt dabei in den Schutz der Insel und des Riffs.
Kendwa Rocks liegt ganz im Norden der Insel. Wer hier in einem der Resorts eingecheckt hat und zu Vollmond in Kendwa weilt, sollte die Vollmondparty am Strand des Kendwa Resorts nicht versäumen. DJs legen Musik auf, lokale Bands spielen und es wird getanzt. Feuerschlucker tun als würden sie Feuer schlucken, Bars und Garküchen sorgen für das leibliche Wohl. Einige Leute kommen sogar aus Dar es Salam für dieses Event hier her.

The Rock – ist Sansibars überbewertetes Restaurant. Das in dem Restaurant auf einem Felsen am Kijiweni Beach Fischgerichte kreiert werden ist weder eine Überraschung noch ein Alleinstellungsmerkmal. Die enge Bestuhlung und die Tatsache, dass vor Mittag die angestellten dort liegen und schlafen und nicht mal eine kalte Cola verkaufen schon eher. Die weitaus bessere Option an diesem Ort ist das Upendo Restaurant direkt gegenüber am Strand. Chillige Sitzmöbel, coole Musik und alles was man sonst auf einer Matratze im Schatten liegend benötigen könnte. Auch alkoholische Getränke sind hier auf der touristisch geprägten Ostseite der Insel kein Problem zu welcher Tageszeit auch immer.

Sansibar - Nungwi - Schildkröten - Karettschildkröten - Projekt - Mnarani Marine Turtles Conservation

Nungwi – hat dem interessierten Besucher viel zu bieten. Das sind zunächst die Dau-Bootsbauer. Hier entstehen in Handarbeit die traditionellen Fischerboote und es ist interessant den Handwerkern eine Weile bei ihrer Arbeit zuzuschauen. Keine hundert Meter entfernt befindet sich das Mnarani Aquarium. Traditionell wurden auf Sansibar Meeresschildkröten wegen ihres Fleisches gejagt. Seit 1993 gibt es in Nungwi das Schildkröten-Projekt. Fischer die eine Schildkröte im Netz haben, bekommen ein Entgelt, wenn diese im Aquarium abgegeben werden. Hier werden Karettschildkröten und die Grüne Meeresschildkröte nachgezüchtet und jedes Jahr im Februar entlässt man den Nachwuchs in die Freiheit des Meeres. Das Eintrittsgeld von fünf Dollar fließt in das Projekt. Weitere Spenden helfen das Projekt auf ganz Sansibar auszuweiten.
Der weiße Sandstrand ohne Felsen und Seeigel ist zum Schwimmen und Baden geeigneter als die Strände an der Ostküste. Da Nungwi eines der touristischen Hauptziele der Insel ist, gibt es auch eine große Zahl an Hotels und Lodges. Tauchbasen und Tagestouren ergänzen das Angebot.

Reisewege – Condor fliegt Sansibar von Frankfurt direkt an. Von Arusha, und Dar es Salam liegen mehrere Fluggesellschaften Sansibar an. Flüge von Dar es Salam gibt es ab 40 Euro. Precision Air sollte man meiden! Flugausfälle und Verspätungen sind hier an der Tagesordnung. 35 Dollar kostet die „Kilimandscharo“ Fähre von Dar es Salam und sie ist der sicherste und zuverlässigste Transportweg nach Sansibar.

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Papua Neuguinea – The last frontier

Undurchdringlicher Regenwald, nebelverhangene Berge, geheimnisvolle Kulturen, düstere Legenden, Geisterbeschwörungen im Schein des Feuers an den Ufern des Sepik, Tote die von Berggipfeln seit Jahrhunderten über die Täler blicken und rauchende Vulkane. Das alles klingt nach Zutaten aus einem Indianer Jones Film. Aber genau so kann man es noch heute erleben. Papua-Neuguinea gilt als „The last frontier“. Als das Ende der besiedelten Welt. Das Land ist nicht ganz ungefährlich, die Infrastruktur ist rudimentär, das Reisen teuer, aber dafür sind die Einblicke in die unterschiedlichen Kulturen des Landes interessanter als in vielen Teilen der Welt. Der Glaube an Geister und Übersinnliches, Rituale und Tänze sind ein lebendiger Teil des Alltags und noch nicht gänzlich zum unterhaltsamen Ringelpietz für Touristen verkommen.

Das unbekannte Land, außerhalb des Fadenkreuzes der großen Touristikkonzerne, bietet eine Vielfalt, die man sonst in der Welt nur noch schwer findet. Es zeigt exemplarisch wie einzigartig und schützenswert unser Planet, seine Natur und seine Kultur ist. Abenteuer sind meine Welt und so machte ich mich auf genau das zu erleben und es wurde abenteuerlicher als ich es mir je vorgestellt habe. Kommt mit auf eine Reise ans Ende der Welt – EXPECT THE UNEXPECTED.

Deutschlands Wildkatzen

„Am Anfang geht es ein bisschen den Berg rauf“ sagte der Mitarbeiter vom Nationalpark Harz am Telefon. OK! Ich schaute mir die Strecke noch einmal auf der Karte an und beschließe die fünf Kilometer mit dem Fahrrad zu fahren. Das sollte ja wohl deutlich schneller gehen. Kurz nach sieben baue ich mein Rad auf dem Parkplatz in Bad Harzburg zusammen und radele los. Nach nicht mal einem Kilometer im kleinsten Gang gebe ich japsend auf. „Ein bisschen den Berg rauf“? Das war wohl ein Witz! Der Waldweg steigt auf 100 Meter gefühlt um 50 Meter an. Mit langer Unterwäsche, dicker Jacke und meinem Fotorucksack schiebe ich nach Luft ringend und schwitzend den Berg hoch. Nach zwei Kilometern, auf denen ich mindestens einmal ernsthaft in Erwägung gezogen habe mein Rad in den Wald zu schmeißen, ist die schlimmste Quälerei vorbei und ich kann weiter radeln. Mein Ziel ist die nur 4,5 Kilometer von Bad Harzburg entfernet Rabenklippe.

Raubkatze Luchs Luchse Bad Harzburg Harz Nationalpark Wald

Elegant und fließend sind die Bewegungen, wenn sich die großen Tatzen lautlos auf den Waldboden drücken. Auf dem Weg über die Lichtung hält er inne und für eine Sekunde sieht er mit direkt in die Augen. Mit schnellen und doch sehr anmutigen Sprüngen erklimmt er eine Felswand und verschwindet im Dickicht hinter Bäumen. Ich bin überrascht wie groß ein Luchs ist. Es sind die größten Raubkatzen Europas. Ein ausgewachsenes Männchen kann 1,20 lang und 70 Zentimeter hoch werden.
Die Mitarbeiter des „Luchsprojekt Harz“ bemühen sich mit Erfolg um die Wiederansiedlung des Luchses im Harz. In den Jahren 2000 bis 2006 wurden von den Mitarbeitern insgesamt 24 Luchse ausgewildert. Eine Begegnung mit den größten Raubkatzen Deutschlands ist aber immer noch sehr selten, aber seit über zehn Jahren im Nationalpark Harz planbar. Um diese faszinierenden Tiere den Menschen nahe zu bringen und um Unterstützung zu werben, gibt es nahe Bad Harzburg zwei Schaugehege in dem je zwei Luchse gehalten werden.
Wer also in diesem Sommer im Nationalpark Harz wandern möchte, wird um Bad Harzburg ein lohnendes Ziel finden. Auf dem Weg zu den Luchs-Schaugehegen liegt der Radau Wasserfall und die alte Harzburg. Am Molkenhaus und an der Waldgaststätte Rabenklippe, mit ihrer schönen Aussicht, kann man sich stärken. Wer nicht so gut zu Fuß ist, aber dennoch in die Harzer Bergwelt möchte, ein Bus verkehrt zwischen April und Mitte November vom Bad Harzburger Bahnhof hoch zur Rabenklippe.
Nicht nur der Ruf der Luchse in der Ranz, auch die Dampflokomotiven der Harzer Schmalspurbahn, auf ihrem Weg rauf zum Brocken, hallen durch die Wälder. Bis zum Brocken ist es eine nur 12 Kilometer lange Wanderung.
Für ein beeindruckendes Erlebnis mit Raubkatzen muss man nicht nach Afrika oder Asien reisen. Für mich war das ein viel zu kurzer Ausflug der unbedingt wiederholt und ausgedehnt werden muss.

 

RIGA ROCKT!

Riga-Latvia-music-musik-nightlifeWer Musik mag, wird Riga lieben. Letten lieben Musik und sie mögen es zu singen. Gemessen an der Einwohnerzahl gibt es in Lettland mehr Chöre, Gesangsclubs und Bands als irgendwo sonst in Europa. Es gibt keinen Tag in Riga an dem nicht irgendwo ein Konzert stattfindet. Besonders in der warmen Jahreszeit ist Riga die Stadt der Partypeople. Folk, Rock, Pop oder Klassik. In den zahlreichen Clubs und auf den Freilichtbühnen wird jeder etwas für seine Ohren finden. Wer dann nach durchfeierter Nacht noch Lust hat etwas zu unternehmen – los geht’s. In der historischen Altstadt laden Cafés, Restaurants und Bars zum Verweilen ein. Mode, die garantiert unique ist findet man in den kleinen Szeneläden. Bei stahlblauem Himmel bietet sich ein Ausflug zur Ostsee an. Die Luft am breiten Sandstrand der Ostsee, nur eine halbe Stunde mit dem Zug vom Zentrum entfernt, riecht nach großer weiter Welt. Flüge gibt es ab 100 €, Hotels  ab 35 € und die Nebenkosten betragen je nach Intensität der Unternehmungen etwa 60 € pro Tag.   –> REISEBERICHT

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