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Südsee – Klima – Beste Reisezeit

Wetter allgemein

Seit einigen Jahren fällt auf, dass das Wetter in vielen Regionen der Welt nicht mehr den üblichen Zyklen folgt und es zu „Extremereignissen“ kommt. Der kälteste Winter in Indien seit 50 Jahren im Jahr 2011, verregnete Südseeaufenthalte auf den Salomonen und Vanuatu sind da nur Beispiele. Daher nutzen wir für die Wettervorhersagen weltweit die Webseite yr.no. Dieser, vom Norwegischen Meteorologischen Institut und dem Norwegischen Rundfunk zur Verfügung gestellter Dienst, aktualisieren die Vorhersagen viermal am Tag und Erfahrungen haben gezeigt, dass diese zuverlässiger sind als viele andere Wetterseiten.

Wer es noch nicht weiß, ein Regentag bedeutet nicht zwingend, dass es den ganzen Tag regnet. Oft regnet es nur eine Stunde. Wird in 24 Stunden eine Wassersäule größer als 0,1 mm (0,1 l/m²) gemessen, ist das meteorologisch gesehen ein Regentag. Die Nebensaison kann daher ähnliche Chancen auf einen gelungenen Urlaub bieten, wie die „beste Reisezeit“. Genau so kann es in dieser „besten Reisezeit“ auch tagelang bewölkt sein oder gar stundenlang regnen. Es gibt keine Garantien – nur Richtwerte.

Die Hauptinseln und Inseln mit aufragenden Bergen bekommen in der Regel weitaus mehr Regen als die Koralleninseln ab, da sich die Wolken an den Bergen aufstauen. Die flachen Inseln und Atolle sind hingegen deutlich flacher, weshalb hier Regenwolken oft nur darüber hinwegziehen oder gelegentlich Niederschläge spenden.

Cook Inseln

In den Monaten von Januar bis Mai und im Dezember gibt es in Rarotonga viele Niederschläge. Die Wassertemperaturen liegen ganzjährig über 21° Celsius. Beste Reisezeit sind die Monate von Juni bis Anfang November. Doch auch in diesen Monaten kann es gelegentlich zu Niederschlägen kommen.

Klima Cook Inseln

Fiji Inseln

Hauptsaison ist von Dezember bis Januar, Nebensaison Mai bis September. Zwischen Januar und Februar ist es regnerisch und es kann Stürme geben. Von Mai bis Oktober ist Trockenzeit mit wenig Regen, angenehmer Luftfeuchtigkeit und durchschnittlichen Temperaturen von 29° Celsius. In unserer Winterzeit von November bis April herrscht Regenzeit mit durchschnittlichen 31° Celsius, hoher Luftfeuchtigkeit und der Gefahr von tropischen Wirbelstürmen (ereignen sich statistisch gesehen alle fünf Jahre, der letzte war im Februar 2016). Im trockeneren Westen Fidschis, wo die Yasawa-Inseln liegen, regnet es in dieser Zeit meist nur ein bis zwei Stunden am Nachmittag.

Klima Fidschi Fiji

Französisch Polynesien

Trotz der geografisch großen Ausdehnung, ist das Wetter auf allen Inseln annähernd gleich. Von November bis März dauert die heißere und feuchtere Periode des Jahres. Mit Tagestemperaturen von bis zu 32 °Celsius ist es sehr warm und es besteht eine hohe Luftfeuchtigkeit. Zudem ist in dieser Zeit mit starken Regenfällen zu rechnen. Denn dann bringen Passatwinde aus dem Norden und Nordosten dreiviertel des jährlichen Niederschlages. Zwischen Januar und März kann die Inselwelt Französisch Polynesiens auch von Zyklonen getroffen werden.
Die Landebahn auf Hiva Oa liegt hoch oben auf einem Bergrücken und kann vor allem von März bis August wegen Nebel oder Regen geschlossen werden.
Von April bis Oktober herrscht hingegen kühleres und trockeneres Wetter. Verantwortlich dafür ist der trockenere Südostpassat. Dann werden am Tage bis zu 29 °Celsius gemessen. Die Luftfeuchtigkeit ist in diesen Monaten geringer. Doch auch in diesen Monaten kann es gelegentlich zu Niederschlägen kommen.
Auf den Passatwinden zugewandten Ostseiten der Inseln sorgt der Seewind für Abkühlung, aber auch für mehr Feuchtigkeit. Die Wassertemperatur liegt ganzjährig zwischen 26 und 29 °Celsius.

Klima Französisch Polynesien

Guam

Auf Guam ist es das ganze Jahr über tropisch warm mit einer hohen Luftfeuchtigkeit. Wegen der Nähe zum Äquator variieren die Temperaturen wenig. Sie liegen zwischen 27 und 31 °Celsius. Die “Beste Reisezeit” ist kühlere und trockenere Saison von Ende Dezember bis Ende Mai. Die feuchte und wärmere Jahreszeit dauert von Juli bis Dezember. In dieser Zeit können etwa alle acht Jahre auch Taifune die Insel treffen.

Klima Guam Reisezeit

Kiribati

Wegen der Nähe zum Äquator variieren die Temperaturen wenig. Sie liegen zwischen 26 und 34 °Celsius. Das Klima auf allen Inseln Kiribatis ist während des gesamten Jahres tropisch. Auf den Inseln nördlich des Äquators, gibt es zwischen Juni und November die stärksten Niederschläge. Nahe dem Äquator ist das Klima ausgeglichener und die geringen Regenschauer verteilen sich über das Jahr. Auf den Inseln südlich des Äquators regnet es in den Monaten von November bis April. Dabei fallen die Regenschauer meist kurz und heftig aus.

Kiribati ist stark durch tropische Wirbelstürme gefährdet, die insbesondere zwischen November und März auftreten können. Als beste Reisezeit empfehlen sich die Monate Juli bis Oktober.

Klima Kiribati Wetter

Föderierte Staaten von Mikronesien

Obwohl die Inseln Mikronesiens über eine riesige Fläche im Pazifik verstreut liegen, herrscht wegen der Lage direkt am Äquator, auf allen Atollen ganzjährig ein tropisches und warmes Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit. Die Mittelwerte von 25 bis 30° Celsius bleiben im Tages- und Jahresverlauf fast immer konstant gleich.
Eine „beste Reisezeit“ für ganz Mikronesien ist schwierig zu definieren. Auf den Inseln und Atollen nördlich des Äquators, sorgen Passatwinde zwischen November und April für kühlere Temperaturen und weniger Regen.
Auf den Inseln und Atollen südlich des Äquators, herrschen zwischen Mai und Oktober kühlere Temperaturen und es fällt weniger Regen.
In Mikronesien regnet es an rund 300 Tagen im Jahr. So kommt es auch in den trockeneren Monaten immer wieder zu Niederschlägen.
Die Inseln Mikronesiens werden statistisch von 19 tropischen Wirbelstürmen pro Jahr getroffen. Aufgepasst ihr Abenteurer! Zwischen Juni und Dezember ist vor allem auf den nordwestlichen Inseln Sturmsaison.

Nauru

Nauru ist klein und liegt rund 60 Kilometer südlich des Äquators. Das Thermometer schwankt nur zwischen 24 und 34° Celsius und es herrscht eine hohe Luftfeuchtigkeit. Mit ergiebigen Regen muss in jedem Monat gerechnet werden. Die niederschlagsreichsten Monate sind November bis Februar.
Die „beste Reisezeit“ für Nauru sind die Monate zwischen März und Oktober. Auch wenn fast täglich mit größeren Regenfällen gerechnet werden muss, regnet es dann weniger und das Wetter ist auf Grund der warmen und trockenen Passatwinde sehr angenehm. Die Sonne scheint fast ganzjährig acht Stunden pro Tag. In der Vergangenheit wurde Nauru von tropischen Wirbelstürmen verschont.

Klima Wetter Nauru

Neukaledonien

Die Temperaturen auf Neukaledonien, sind etwas kühler als auf anderen Südsee-Inseln. Der längs über die Hauptinsel verlaufende Gebirgszug, teilt die Insel in zwei klimatische Zonen. Der Norden und Osten werden von einem feuchten Klima beherrscht und der im Regenschatten liegende Westen und Süden ist durch trockneres Klima geprägt. Von Dezember bis März herrscht ein warmes, windiges und eher feuchtes Wetter auf Neukaledonien. Es kommt fast täglich zu kurzen, sehr heftigen tropischen Regenschauern. In den Monaten Von April bis November ist ein kühles und trockenes Klima auf Neukaledonien vorherrschend. Von November bis Mai besteht die Gefahr von Zyklonen.

Klima Wetter Neukaledonien

Republik Marshallinseln

Auf den Marshallinseln in unmittelbarer Nähe zum Äquator, herrscht immer ein tropisches und feuchtes Klima mit hohen Temperaturen.
Die Temperaturen schwanken im Jahresverlauf kaum. Von Januar bis März werden sie durch den kühlen Nordostpassat etwas gemildert.Auf den südlichen Inseln und Atollen ist es wärmer als auf den Nördlichen. Mit kurzen und ergiebigen Regenschauern muss man das ganze Jahr über täglich rechnen.
Als beste Reisezeit empfiehlt sich die trockenere Periode zwischen Dezember und April. Dann fallen die Regenschauer geringer aus als in der feuchteren Periode von Mai bis November. Im Süden der Republik kann mit 4.000 Litern Regen pro Quadratmeter, achtmal mehr Regen fallen als im Norden!
Wirbelstürme ziehen meist an den Marshallinseln vorbei, doch ist es nicht ausgeschlossen, dass sie die Atolle zwischen September und November treffen.

Klima Wetter Marshallinseln

Republik Palau

Regenreich und heiß ist das Klima auf dem Inselstaat Palau zumindest in den Monate Juli bis Oktober. Die Tagestemperaturen klettern auf bis zu 32°Celsius. In den Monaten November bis März kann das Thermometer, wenn auch sehr selten, auf bis zu 8 ° Celsius absinken. Die jährlichen Niederschlagsmengen betragen satte 1.500 bis 2.500 mm. Mit Regenfällen muss in allen Monaten gerechnet werden. Am stärksten regnet es zwischen Juli und Oktober. Die beste Reisezeit für Palau ist die Zeit zwischen Dezember und April, da dann die Chance auf trockene Tage am höchsten ist.

Klima Wetter Palau

Papua-Neuguinea – Rabaul

In den Küstenzonen Papua-Neuguineas herrscht ein tropisches heißes Klima. Die Temperaturen liegen zwischen 26 und 30° Celsius. In den Monaten Dezember und Januar können sie auf 39° Celsius steigen. Die Tiefstwerte werden im Juni und Juli mit etwa 23°Celsius erreicht. Die Wassertemperaturen betragen zwischen 26 und 29° Celsius.
Auf Papua-Neuguinea gibt es eine feuchtere und eine trockenere Jahreszeit. Zwischen Dezember und April führt der Nordwestmonsun sehr feuchte Luftmassen vom Pazifik heran, der für starke Niederschläge sorgen kann. In diesem Zeitraum muss auch mit Taifunen gerechnet werden.
Die „beste Reisezeit“ für Papua-Neuguinea ist im Zeitraum zwischen Mai und November. Dann sorgt der Südostpassat für sonnige und trockene Tage mit wenigen Niederschlägen.

Klima Wetter Papua Neuguinea

Pitcairninseln

Ergiebige Regenfälle und tropische Temperaturen prägen das Wetter auf den Pitcairn Inseln. Die Temperaturen sind mit nächtlichen Tiefsttemperaturen von 12° Celsius und Tageshöchsttemperaturen von 28° Celsius niedriger als auf anderen Südseeinseln. Die beste Reisezeit ist zwischen August und November. Im August und September sind die Temperaturen am niedrigsten.

Klima Wetter Pitcairn

Salomonen

Auf den Salomonen herrscht ein warmes und feuchtes Klima mit Durchschnittstemperaturen von 24-29° Celsius bei geringen Schwankungen im Jahresverlauf. Im August sind die Temperaturen am niedrigsten und im Februar am höchsten.
Die beste Zeit für eine Reise auf die Salomonen sind die Monate von Mai bis Oktober. In dieser Zeit ist es im Inselstaat meist sonnig und trocken. Die sonst hohe Luftfeuchtigkeit wird durch leichte Meeresbrisen gemildert.
Die Regenzeit dauert von November bis April. Zwischen Januar und März können alle zwei bis drei Jahre tropische Wirbelstürme die Inselgruppe treffen. In der Regenzeit sind die Verkehrsverbindungen zu Lande, zu Wasser und in der Luft häufig unterbrochen.

Klima Wetter Salomonen

Samoa

Die beste Reisezeit für Samoa ist die Zeit von Mai bis Oktober und hier vor allem die trockensten Monate Juni, Juli und August. Im Vergleich zur Regenzeit zwischen November und April sind die Temperaturen in der „Trockenzeit“ ein klein wenig niedriger, es regnet weniger und die schwüle tropische Luft wird durch Passatwinde gemildert. Zudem bedrohen dann keine Wirbelstürme die Urlaubsfreude unter Palmen und die Sonne scheint jeden Tag lange vom blauen Himmel.

Klima Wetter Samoa

Königreich Tonga

Wie auf allen Südsee Inseln, herrscht auf Tonga hat ein warmes, Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit. Im Vergleich zu den anderen Südseestaaten ist es in dem kleinen Königreich etwas kühler. Die Temperaturen sind auch hier recht ausgeglichen.
Die niedrigsten Temperaturen werden von Juli bis September mit 17 bis 25° Celsius, die höchsten Temperaturen zwischen Januar und März mit 23 bis 29°Celsius gemessen. Nur selten steigen die Temperaturen über 30° Celsius. Im Süden Tongas ist es etwa 5° Celsius kühler als im Norden. Ebenso regnet es im Süden, wo auch die Hauptinsel Tongatapu liegt, deutlich weniger als im Norden.
Die beste Reisezeit sind die relativ trockenen und kühlen Monate zwischen Mai und November, wobei vor allem die Monate zwischen Juli bis Oktober zu empfehlen sind. Dann sind die Niederschlagsmengen am geringsten und die Sonnenscheindauer erreicht ihren Höhepunkt. In der Zeit von Dezember bis April gehen starke Regenfälle nieder und die Gefahr von Zyklonen steigt. Der März gilt als der regenreichste Monat. Der Himmel ist dann häufig bedeckt und es bilden sich am Nachmittag Gewitter.

Klima Wetter Tonga

Tuvalu

Wie auf allen Südsee Inseln, herrscht auf Tuvalu hat ein warmes, Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit und geringen jahreszeitlichen Temperaturschwankungen. Man unterscheidet zwei Jahreszeiten. In der Regenzeit, die im November beginnt und im März endet, fällt in 5 Monaten etwa so viel Regen wie in Deutschland in einem halben Jahr niedergeht. In der Regenzeit muss mit erschwerten Reisebedingungen zu Lande, zu Wasser und in der Luft gerechnet werden.
Von Januar bis März besteht die Gefahr, dass tropische Wirbelstürme die Inseln heimsuchen.
Beste Reisezeit für Tuvalu ist der Zeitraum von April bis Oktober. Allerdings sind auch dann mal stärkere aber kurze Regenfälle möglich. Dominierend sind Sonnenschein und blauer Himmel.

Klima Wetter Tuvalu

Vanuatu

Wie auf allen Südsee Inseln, herrscht auf Vanuatu hat ein warmes, Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit und geringen jahreszeitlichen Temperaturschwankungen. Mit maximal 25° Celsius am Tag und etwa 18 ° Celsius in der Nacht sind die Temperaturen von Juli bis September am niedrigsten. Die beste Reisezeit für Vanuatu ist von Juni bis September. In diesen Monaten ist es warm, aber nicht zu heiß. Zudem fällt relativ wenig Regen und kühlende Passatwinde mildern die Luftfeuchtigkeit. Von Dezember bis April sollte man die Inselgruppe eher nicht besuchen. Dann wird es relativ heiß, es ist oft regnerisch und sehr schwül. Außerdem ist in diesem Gebiet der Südsee die Gefahr für Wirbelstürme recht hoch. In den übrigen Monaten zwischen November und April fällt in Form kurzer, heftiger tropischer Schauer der meiste Niederschlag. Im März gibt es 21 Regentage und die Niederschläge sind wahrhaft tropisch.

Klima Wetter Vanuatu

Südsee – Flüge – Einreise – Tipps

Es gibt eine Region, die ist für Europäer noch schwerer zu erreichen als Australien oder Neuseeland. Die Südsee. So groß wie die Fläche von Russland, Asien und China zusammen, nimmt Sie ein Drittel der Erdoberfläche ein.
So weit entfernt, wo die scheinbar unberührten Inseln mit exotisch klingenden Namen liegen, muss das Wasser klarer und die Vegetation viel grüner sein. Und tatsächlich gibt es dort keine Schlangen an Sehenswürdigkeiten und keine Hotelburgen an den Stränden. Einige Inseln bieten nicht mehr als eine Hütte zur Übernachtung.

Manche der Inseln ragen nur wenige Meter aus der Meer, während sich auf anderen Inseln majestätische Felsnadeln und Berge aus dem Dschungel erheben.
Die Inselbewohner entwickelten vielfältige und einzigartige Kulturen. Sie besitzen noch heute die Fähigkeit, ohne die Errungenschaften der modernen Technik, in der unendlichen Wasserwüste zu navigieren.

So mancher Seefahrer erlag den Reizen der Südsee mit seiner üppigen Natur und der unbeschwerten freizügigen Lebensweise ihrer Bewohner, nach Monate währender Fahrt über die Ozeane. Überliefert ist die Geschichte des Transportschiffes „Bounty“. Teile der Besatzung beschlossen im Jahr 1790 nicht nach London zurückzukehren und stattdessen mit tahitianischen Frauen die Pitcairn Inseln zu besiedeln.

In langen Recherchen und auf mehreren Reisen sammelten wir wertvolle Informationen, über diese in unseren Breiten, wenig bekannte Region.

Folgende Inselkombinationen sind, basierend auf den Flugverbindungen, machbar.
Alle nicht genannten Inseln und Inselstaaten sollte man nicht kombinieren, da es dann sehr zeitaufwendig und teuer wird und am Ende kaum Erholung übrig bleibt.
Santiago de Chile – Osterinseln – Tahiti
Tahiti – Marquesas
Tahiti – Cook Islands
Tonga – Samoa – Cook Islands
Tonga – Samoa – Fiji
VanuatuSalomonen
Neukaledonien – Rabaul (PNG)

  • VISA on Arrival ist auf den meisten Südseeinseln möglich, allerdings benötigt man dann zwingend ein Flugticket für den Beleg der Weitereise (siehe Tabelle Einreisebestimmungen)
  • auf Grund der Flugverbindungen kann man die Südsee in drei Regionen teilen:
    1) grüne Linien von Australien erreichbar
    2) rote Linien von Neuseeland erreichbar
    3) Französisch Polynesien und Osterinseln von Nord- bzw. Südamerika erreichbar
  • möchte man von einer Region in eine andere Reisen, benötigt man unglaublich viel Zeit und muss oft einen Umweg über Australien oder Neuseeland in Kauf nehmen
  • plane Puffertage ein, da Flüge nicht selten verspätet sind oder ganz gestrichen werden (die Puffertage lassen sich dann für kurze Ausflüge nutzen)
  • „Beste Reisezeit“ – die Südsee ist kein Garant für ewige Sonne – auch in den Monaten, die als beste Reisezeit ausgewiesen sind, kann es jederzeit zu tage- oder wochenlangen Regenfällen kommen
  • die Preise vor Ort für orientieren sich an dem Niveau von Australien und Neuseeland und die meisten Waren haben einen langen Seeweg hinter sich
  • reise mit leichtem Gepäck, da es zwischen den Inseln eines Inselstaates oft nur kleine Propellermaschinen verkehren, die nicht selten gut gebucht sind
  • eine Reiseapotheke die Pflaster, Ibuprofen 600 und Desinfektions-spray enthalten sollte (auch kleinste Verletzungen können dramatische Folgen haben, das es dort Viren und Keime gibt, die unserem Immunsystem völlig unbekannt sind (ich  habe das schmerzlich erfahren müssen)
  • die Auswahl an Reiseveranstaltern in Europa mit Angeboten für die Südsee ist sehr überschaubar und die Preise sind für einen deutschen Durchschnittshaushalt kaum zu stemmen – eine Möglichkeit ist, Veranstalter in Australien oder Neuseeland, die ein deutlich breiteres Angebot haben zu nutzen
  • buche nur über Agenturen, wenn dir die eigene Organisation zu mühselig ist – das spart Geld!
  • einige Resorts bieten auch Unterkünfte an, die man mit anderen teilt – dass reduziert den Reisepreis drastisch
  • auf einigen Südseeinseln (z.Bsp. Fiji, Bula-Pass) ist günstiges Inselhopping in Kombi mit Fährtickets möglich
  • manchmal gibt es an den Häfen sogar supergünstige Last Minute Angebote
  • Fährtickets für Fahrzeuge unbedingt im Voraus buchen, denn zwischen einigen Inseln sind die Plätz für Fahrzeuge (Samoa, Upolu-Savaii) oft für Wochen ausverkauft
  • wenn du klare Vorstellungen vom Ort und der Art der Unterkunft hast, buche mindestens drei Monate im Voraus, viele gute Unterkünfte sind sonst ausgebucht

Internationale Flugverbindungen in der Südsee

Flüge Südsee Karte

Einreisebestimmungen VISA on arrival

Einreise Visa Südsee Fiji

Letzte Überarbeitung 04.10.2019

LISSABON

Aus den USA, Kanada, China, Japan, Schweden, den Niederlanden und vielen anderen europäischen Ländern kommen die Menschen nach Lissabon. Der Hype um die Stadt ist ungebrochen. Besonders, wenn Kreuzfahrtschiffe am Kai liegen wird es unerträglich voll in der Altstadt Lissabons. Es heisst anstehen an bekanten Cafés, an Museen und an allen Sehenswürdigkeiten. Vollgestopft mit Touristen müht sich die Carris durch die Altstadt Lissabons. Die alte Tram teilt sich die Straßen mit Autos, Bussen, LKW, TucTuc´s und nicht selten bricht der Verkehr zusammen. Über Lissabon gibt es viel Reiseliteratur und noch mehr Blogs, die scheinbar alle nur inhaltslose Oberflächlichkeiten voneinander abschreiben.

Alles was ich dem hinzufüge, sind einige Insider-Tipps, eine Liste aller Rooftop-Bars und Rooftop-Restaurants und aller Aussichtspukte, da es die in diese Vollständigkeit sonst nirgends gibt.

Die besten Aussichtspunkte

Miradouros – Wir beginnen mit dem Miradouro Nossa Senhora do Monte, dem höchsten Aussichtspunkt Lissabons. Neben dem malerischen Blick über Lissabon und den Tejo, findet sich hier oben auch eine Marienstatue und eine winzige Wallfahrtskapelle. Allerdings war es hier so voll, dass wir die  Marienstatue erst entdeckt haben, als ich die Party auflöste.

Lisboa Lissabon Aussicht view point
Miradouro Nossa Senhora do Monte

Ebenfalls katholisch ist das Kloster Igreja e Mosteiro Sao Vicente de Fora, dass König Philipp II. von Spanien 1582 errichten ließ. Der Renaissancebau ist Sitz des Kardinals von Lissabon. Im Innern finden sich die schon beschriebenen Azulejos und von der Außenterrasse bietet sich ein bescheidener Blick über das Stadtviertel Graça.

Am Abend ist der Miradouro da Graça ein beliebter Treffpunkt für Touristen. Zum Sonnenuntergang schweift der Blick über die Burg, die Baixa bis hin zur Ponte 25 de Abril. Eine ebenso schöne Aussicht genießt man vom Miradouro Sao Pedro Alcantara im Bairro Alto. Bei einem Drink vom Kiosk genießt man gemeinsam den Blick hinüber zur Burg.

Lissabon view Point aussicht
Miradouro da Graça

Miraduro de Sao Pedro befindet sich in unmittelbarer Nähe des Barrio Alto und bietet eine schöne Aussicht auf das Castelo St. Georg.

Die Linea 28 in Alfama fährt bis zum Aussichtspunkt Portas do Sol, wo sich auch das gleichnamige Restaurant findet. Von hier oben sieht man die Kreuzfahrtschiffe am Kai liegen.

Ebenso ist der Ascensor da Bica ein technisches Denkmal aus einer längst vergangenen Zeit. Konstruiert wurde die Standseilbahn ebenfalls durch den portugiesischen Ingenieur Raoul Mesnier du Ponsard. Sie ging am 28. Juni 1892 in Betrieb. Ursprünglich wurde sie mittels Wasserballast angetrieben, 1896 auf Dampf umgestellt und schließlich 1914 elektrifiziert. Beginn der kurzen Tramlinie ist an der Station Rua de São Paulo. Nur 160 Meter entfernt befindet sich der Miradouro de Santa Catarina. Von hier hat man einen schönen Blick auf die Ponte 25 de Abril und die verbeifahrenden Schiffe. Ein kleiner Kiosk bietet Erfrischungen nach dem beschwerlichen Aufstieg.

Der Aufzug„Elevator de Santa Justa“ wurde 1902 nach Plänen des Ingenieurs Raoul Mesnier de Ponsard, einem Schüler Gustav Eiffels, errichtet. Er verbindet die Stadtteile Baixa (Unterstadt), Chiado und Bairro Alto (Oberstadt) miteinander. Auf dem Dach des Elevator befindet sich eine meist überfüllte Aussichtsplattform mit schönem Blick auf Altstadt und Castelo.

Vom Hügel auf dem das Castelo de São Jorge steht, schauten schon die Mauren und die Römer auf den Tejo. Heute haben Touristen die Burganlage erobert und die Heerscharen laben sich im Café des Castelos oder blicken von den Miradouros über ihre Eroberung Lissabon.

Mehr als hundert Treppenstufen gilt es auf der Calcada do Duque in Chiadozu erklimmen. Am Straßenrand liegen einige nette portugiesische Restaurants, von denen aus die Gäste unter anderem den Blick auf das Castelo de São Jorge genießen können.

Die besten Roof Top Locations.

Es gibt schönere Aussichten und die Location „Park-Bar“ im 6. Stock (Calcada do Combro 58, Lissabon 1200-115, Portugal) ist auch lange kein Geheimtipp mehr. Es ist laut und voll. Doch es geht auch nicht so gestelzt zu wie in einem Altis Avenida oder im Sheraton. Also wer es ungezwungen mag – rauf auf‘s Parkhausdach! (Calçada do Combro, 58, Bairro Alto, geöffnet 13-20:00 Uhr)

Das Bairro Alto Hotel, erbaut im 18. Jahrhundert, befindet sich zwischen dem Künstlerviertel Bairro Alto und dem weltoffenen Chiado. Ob diese Bar die schönste Roof Top Bar in Lissabon ist, muss jeder selbst entscheiden. Hier oben über der Altstadt, dem Tejo Fluss mit Blick auf die Brücke Ponte de 25 Abril genießt man die entspannte Atmosphäre bei einem Mojito. (Bairro Alto Hotel, Praca Luis de Camoes 2 Lisbon 1200-243, auf unabsehbare Zeit geschlossen wegen Renovierung)

Sky Bar heisst der Party-Hotspot unter freiem Himmel. Auf dem Dach des Hotel Tivoli treffen Nachtschwärmer und schlürfen die neuesten Long-Drink Kreationen. Am Freitag und Sonnabend legen DJ‘s auf, und am Wochenende gibt es Brunch unter freiem Himmel. An allen anderen Tagen öffnet die Bar um 17.30 Uhr. (Hotel  Tivoli Lisboa, Av. da Liberdade, 185 Lisbon)

Zum Greifen nahe ist die Burg Castelo de São Jorge und das Schloss ist auch nicht weit. Die Rooftop Bar des Hotel Mundial mit ihrem modernen Chic ist der krasse Gegensatz zur Historienshow ringsum. In der Küche kreiert ein Sternekoch erlesene Speisen. Im Sommer an Donnerstagen und Freitagen legen DJs auf. (Hotel Mundial, Praça Martim Moniz 2, 1100-341 Lisboa, geöffnet: täglich 18.30 bis 00.30 Uhr)

Das Restaurant Rossio lockt mit 360 Grad Panorama-Außenterrasse und Bar. Die Location hält was die beeindruckende Art Deco Fassade verspricht. Es geht elegant zu im Rossio und ist der Shopping-break der Schönen und Reichen und jener die sich dafür halten. (Altis Avenida Hotel, R. 1º de Dezembro 120, 1200-360 Lisboa, geöffnet 7.00 bis 1.00 Uhr)

Die Panorama Bar im Hotel Sheraton Lisboa wäre die Wahl, falls es mal regnet. Die Bar ist nicht open air aber gemessen an der Gebäudehöhe, definitiv die höchste Bar der Stadt.

Das Entretanto Rooftop ist das ruhige Open Air Restaurant mit Bar des Hotels Chiado. Hoch über den ungezählten kleinen Ziegeldächern zwischen Barrio Alto und Alfama kann man zu Mittag oder auch zu Abend essen. Das Servicepersonal empfanden wir als etwas unterkühlt. (Hotel Chiado, R. Nova do Almada 114, 1100-044 Lisboa)

Lisboa Lissabon Chiado Rooftop
Entretanto Rooftop

Level Eight Rooftop & Bar – zugegeben viele Rooftop Bars und Restaurant liegen dicht beieinander und bieten nahezu die gleichen Ausblicke. Da aber fast alle an warmen Tagen voll sind, ist es sinnvoll entweder zu reservieren oder zumindest alle auf einer Liste zu haben um schnell ein Alternative zu finden, wenn man mal keinen Platz ergattert. (Terraco, R. Castilho 14, 1250-096 Lisboa)

Vom Restaurant Rio Maravilha auf dem Dach der Lx Factory hat man einen der besten Ausblicke auf die Brücke 25 de Abril. Eine Skulptur des Künstlers Leonel Moura öffnet ihre Arme ebenso wie die Christus-Statue in Lissabon oder Rio de Janeiro. (Rio Maravilha, LX Factory, R. Rodrigues de Faria 103, 1300-501 Lisboa) Die ehemalige Industrieruine ist inzwischen zu einem touristischen Hot Spot avanciert. Restaurants, Bars, Künstler und unabhängige Modemacher buhlen um die Gunst der potenziellen Kunden.

Lissabon Maravilha LX - Factory 2019
LX – Factory einfach MEGA

Das Memmo Príncipe Real ist ein Hotel das vom Architekten Samual Torres de Carvalho entworfen wurde. Es hat auf der Dachterrasse einen Pool mit grünen Mosaiken. Im Café Colonial, gestaltet in zeitgenössischem und klassischem Design mit Blick auf den Pool und die Innenstadt, werden Drinks und kleine Snacks angeboten. (Rua D. Pedro V, 56 J, 1250-094 Lisboa, Príncipe Real, geöffnet 19-23 Uhr)

Vom Restaurant LostIn schweift der Blick über die roten Ziegeldächer der Altstadt hinüber zum Castelo. Man kann im Innern hinter Panoramascheiben speisen oder im lauschigen Garten chillen. (Lost In, R. Dom Pedro V Nº56-D, 1250-094 Lisboa, geöffnet 12:30-0:00 Uhr)

Lissabon - Restaurant Lost In 2019

Das Noobai ist ein romantisches Restaurant mit suboptimalem Ausblick über den Hafen auf die Brücke. (Miradouro de Santa Catarina, Adamastor, 1200-401 Lisboa)

Mitten in der Martini Werbemaschine ist man in der Terrazza Martini. Netter Ausblick auf den Bezirk Príncipe Real aber meist überfüllt.

Im obersten Stockwerk des neu renovierten Hotels NH Collection Lisboa Liberdade befindet sich auf der Dachterrasse das Rooftop Bar Ático. Die Überraschung ist hier der Pool, den jedoch nur noch Hotelgäste nutzen dürfen. Auf den Brettern die die Bar bedeuten, fletzt man in stilvollen Lounge-Möbeln unter Sonnenschirmen und genießt den atemberaubenden 360-Blick über Lissabon, bis hin zum Fluss Tagus. (NH Collection Lisboa Liberdade, Avda. da Liberdade, 180 B, 1250-146 Lisboa).

Lissabon NH Hotel Rooftop Atico
Rooftop Bar Ático

Das Varanda Do Castelo befindet sich im Bezirk Príncipe Real und bietet eine beeindruckende 250-Grad Sicht auf den Tejo und einige der historischsten Viertel der ältesten Hauptstadt Westeuropas. Bekannt ist die Bar auch für seine preisgünstigen Tapas und die extravaganten Cocktails. Geöffnet ist vom 1. April und dauert bis Ende Oktober. (2 Rua Rodrigo da Fonseca Lisboa, 1250-191, geöffnet 12:00-18:00 Uhr)

Das japanische Restaurant Silk Club, zentral im Stadtteil Chiado in Lissabon gelegen, ist zumindest einer der ausgefallensten Orte um den Sonnenuntergang von einer Terrasse genießen zu können. Der Innen-und Außenbereich bietet einen atemberaubenden 270 Grad Blick auf über die Stadt.(Rua da Misericórdia 14 Edifício Espaço Chiado, 1200-273 Lisboa, geöffnet 19:30-0:00 Uhr)

Madame Petisca glänzt nur durch seine Aussicht, weniger durch Speisen oder netten Service. Es soll aber auch schon zufrieden Gäste dort gegeben haben. (Rua de Santa Catarina 17 3º Andar, Lissabon-Bairro Alto 1200-401, geöffnet 12:00-0:00 Uhr)

Terraço Chill-Out Limão Die Aussicht ist fantastisch und die Raumgestaltung gelungen. Auf der Terrasse werden Snacks und Getränke gereicht, jedoch kann man hier nicht essen. (H 10 Hotel, Av. Duque de Loulé 83, 1050-089 Lisboa, geöffnet 13:00-23:00 Uhr)

Lissabon Terraço Chill-Out Limao
Terraço Chill-Out Limão

Das Lumni – Restaurante & Bar glänzt durch die tollen Gerichte und die reichhaltige Bar. Der Ausblick ist eher bescheiden. (Rua do Diario de Noticias 142,  5o Piso, Lissabon 1200-146, Bairro Alto, Bica & Cais do Sodré, geöffnet 07:30–11:30, 16:00–23:00)

Rooftop Lumni Lissabon 2019
Lumni Restaurant und Bar

Das Topo Chiado sei hier nur erwähnt fall jemand während des Stadtbummels eine Pause machen möchte. Vom  Elevador de Santa Justa, der gleich nebenan liegt, hat man eine bessere Aussicht. (Terraços do Carmo, Lissabon 1200-092)

Im Rooftop Restaurant des Lisboa Pessoa Hotel kann man schon das Frühstück aber auch das Abendessen im Freien genießen. Die Aussicht auf die Dächer der Altstadt ist ganz nett, der Service ist es eher nicht. (R. da Oliveira ao Carmo 8, 1200-309 Lisboa, geöffnet 07:00-23:00 Uhr)

Wenn die weißen Fassaden des Barrio Alto zum Sonnenuntergang golden erstrahlen, sitzt man hier in der ersten Reihe. Das Topo – Chic Rooftop Bar atop Martim Moniz im 6. Stock, hat eine der besten Aussichten. Speisen und Getränke sind teuer aber der Service ist super. (Commercial Center Martim Moniz, Praca Martim Moniz, offen von 12-0:00 Uhr)

Hinauf zum „The Insolito“ bewegt sich langsam und knarzend ein historischer Aufzug ins oberste Stockwerk. Hier befindet sich die Dachterrasse, mit einem wunderschönen Blick über die Stadt. Die mediterranen Speisen haben ein gutes Preis – Leistungsverhältnis. (Rua Sao Pedro de Alcantara 83, Lissabon 1250-238, Bairro Alto, Bica & Cais do Sodré)

Etwa eine Stunde außerhalb der Altstadt bietet sich eine andere Perspektive auf den Stadtteil Bairro do Restelo. The View Rooftop By Frize ist daher auch deutlich günstiger als die Restaurants im touristischen Epizentrum. Bier vom Fass 2,50 €, Menü ab 6 €, Whiskey ab 5 € und Caipirinha ab 5 € .(R. Alcolena 5-7, Lisboa, Portugal, geöffnet; 14:00-23:00Uhr)

Streetart  gehört zu Lissabon und es lohnt sich immer die Augen offen zu halten, denn Streetart lebt und verändert sich. Sogar historische Streetart findet man in Lissabon. Und zwar die berühmten Azulejos – die Blauen. Das sind zumeist quadratische, bunt bemalte und glasierte Keramikfliesen, die ihren Ursprung im Maurischen Reich haben, dass sich einst bis auf die iberische Halbinsel erstreckte. Ganze Häuserfassaden wurden einst mit den blauen Fliesen gestaltet. So ist es nur logisch, dass es in Lissabon sogar ein “Museu Nacional do Azulejo“ gibt.

Auch sonst lohnt es sich mit offenen Augen durch Lissabon zu wandeln und nicht zu hasten. So entdeckt man sicher auch die Laternen mit dem St. Vinzenzschiff und den zwei Raben. Der Legende nach waren es zwei Raben, die dabei halfen den Leichnam des Vinzenz zu finden. Während der Überführung des Leichnams zurück nach Lissabon, soll das Schiff dann von den zwei Raben begleitet worden sein. So bekam das Stadtwappen eben jenes Schiff mit und die schwarzen Raben.

Lissabon Lisboa TOP 10 2019

Der Torre de Belém im Stadtteil Belém an der Mündung des Tejo, ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Lissabons. Zusammen mit dem nahegelegenen Mosteiro dos Jerónimos gehört der Turm zu den wenigen Bauwerken, die den einzigartigen portugiesischen Baustil des 16. Jahrhunderts repräsentieren. Die meisten Gebäude in diesem Stil fielen dem Erdbeben im Jahr 1755 zum Opfer. Ursprünglich war der Turm ein Leuchtfeuer. Auf der gegenüberliegenden Seite gab es noch einen zweiten Turm. Feindliche Schiffe konnten so ins Kreuzfeuer genommen werden. In 35 Meter Höhe gibt es auch hier eine Aussichtsplattform. In Sichtweite findet sich auch das Padrão dos Descobrimentos, das Denkmal das sich die untergegangene Weltmacht Portugal selbst gesetzt hat.

Ich empfehle sehr den Torre, das Mosteiro, sowie die Bäckerei Pastéis de Belém so früh wie irgend möglich zu besuchen, denn ab 9:30 Uhr am Morgen ergießen sich Heerscharen von Besuchern über das Gelände.

Carris – die Tram

In wenigen anderen Städten sind historische Verkehrsmittel von solcher touristischer Bedeutung, wie die Straßenbahnen, Seilbahnen und Elevatoren in Lissabon. Die Tram, die bereits 1873 eröffnet wurde, ist ein „must do“ bei jeder Lissabon Tour. Die regulären Linien 12, 24, 28 und 28E rollen in der Saison vollgestopft mit Touristen, quietschend über Steigungen, durch enge Kurven und durch die schmalen Gassen der Lissaboner Altstadt. Mit einem Preis von 18 € pro Person, sind die „Hills Tramcar Touren“ eine günstige Alternative zu den sonst hoffnungslos überfüllten Bahnen.Seit 1990 zwölf Linien stillgelegt wurden, existieren heute nur noch 31 Kilometern Strecke. Aber auch der monumentale Fahrstuhl in die Oberstadt, die Standseilbahnen und andere Verkehrsmittel sollten man ausprobieren. Die Tram, auch Carris genannt, hat im Depot Santa Amaro ein eigenes Museum.

Lissabon-Carris-Alfama

Ponte de 25 Abril

Zum Abschluss noch ein Tipp für die, denen die Miradouros zu voll sind oder jene, welche nicht jeden Abend den gleichen “Sonnenuntergang über der Stadt” fotografieren möchten. Vom Park Jardim do Passeio dos Heróis do Mar hat man zur blauen Stunde einen wundervollen Blick auf die auf illuminierte Brücke “Ponte de 25 Abril“ und man fühlt sich fast wie in San Francisco.

Lissabon TOP 10 2019 Lisboa
Die Brücke “Ponte de 25 Abril“

TRANSIBIRISCHE EISENBAHN

Transsibirische Eisenbahn Reise Russland

ABENTEUER TRANSSIB

Die Transsibirische Eisenbahn ist die auf Geheiß des Zaren Alexander III gebaute Strecke von Moskau nach Wladiwostok. Eröffnet wurde sie offiziell 1905 und mit ihr begann die Erschließung Sibiriens. Die Bahnlinie ist mit 9.288 Kilometern die längste Bahnstrecke der Welt, überquert  zwei Kontinente und durchquert  sieben Zeitzonen.

WANN?

Egal zu welcher Jahreszeit die Transsibirische Eisenbahn ist immer eine Reise wert. Ob durch die verschneiten Landschaften Sibiriens, das zu Hause von Väterchen Frost oder mit vielen Zwischenstopps in sehenswerten Städten, in denen Kathedralen zum Staunen und Cafés zum verweilen einladen. Hauptreisezeit ist der August, da zu dieser Jahreszeit in Russland, der Mongolei und in China angenehme klimatische Bedingungen herrschen. Dementsprechend voll sind Züge und Hotels.

WELCHER ZUG?

Einige Züge befahren die Transsibirische Magistrale auf ihrer gesamten Länge, andere nur auf Teilabschnitten. Einstellige Zugnummern bezeichnen Züge mit hohem Komfort, neuem Wagenmaterial und kurzen Fahrzeiten. Die Ankunfts- und Abfahrtszeiten sind so getaktet, dass sie den Bedürfnissen von Touristen entgegenkommen. In Zügen wie dem Zugpaar 1 und 2 „Rossia“ oder dem „Peking-Express“ Nummer 4 und 5 sind Touristen meist unter sich und das echte Russlandfeeling wird sich hier nicht einstellen. Aber auch hier muss jeder für sich selbst entscheiden was er mag. Wir entschieden uns ein Vierbettabteil in der 2. Klasse zu kaufen und empfanden das komfortabler als die 1. Klasse.

WELCHE KLASSE?

Vorteile der 1. Klasse: sauberere und modernere Wagen, mehr Stauraum und einmal ein Abendessen, Tee, Zucker, Schokolade, Softdrinks inklusive, Steckdosen im Abteil, Betten länger als in der 2. Klasse

Vorteile der 2. Klasse (wenn man das ganze Abteil zu zweit bucht): oben schlafen unten sitzen, genug Stauraum für Gepäck und genug Platz sich auszubreiten

Vorteile der Großraumwagen: günstiger als 1. Und 2. Klasse sonst keine

Transsib-transsibirische-eisenbahn-wagenklasse
2. Klasse Abteil

HIGHLIGHTS

Russland und die Transsib geizen nicht mit Superlativen! Auf seinem Weg gen Osten überquert der Zug einige der größten Flüsse der Erde und steuert zahlreiche Städte mit klangvollen Namen, wie Jekaterinburg oder Irkutsk an. Einer der beeindruckenden Höhepunkte der Reise ist der Baikalsee. Dieser tiefste und wasserreichste See des Planeten inmitten einer intakten Natur ist für sich schon eine Reise wert. Hier kann sich auch einen mehrtägige Unterbrechung lohnen.

DIE 15 WICHTIGSTEN TIPPS FÜR DIE TRANSSIB

  • Zeit für die Visaerteilung 6-10 Wochen
  • in den Speisewagen gibt es nur Instandspeisen (Kartoffelbrei mit Fleisch, oder mit Huhn) und verschiedene Backwaren: Wer sich unterwegs im Zug selbst verpflegen will braucht:
    Besteck, Tee, Kaffee, Trinkschokolade, Zucker, Tasse und natürlich die Lebensmittel die man mag.
  • an den Bahnhofskiosken gab es auf den 9.288 Kilometern immer das identische Angebot an Fertignahrung (Suppen, Schokolade, Kekse, Cola und Co.) und ab und zu gibt es frisches Brot
  • ACHTUNG: wer in der 1.Klasse seine im Fahrpreis inkludierte einmalige Mahlzeit, die Softdrinks, Schokolade und Tee nicht am ersten Abend angeboten bekommt sollte mit Nachdruck bei der Zugbegleiterin danach fragen (einige unterschlagen es einfach)
  • die Möglichkeiten im Abteil für 4 Personen Gepäck zu verstauen sind sehr begrenzt -> Cabin-Trolleys, Stofftaschen und Rucksäcke sind besser geeignet als Hartschalen- oder große Soft-Trolleys
  • auf Bahnhöfen gibt es offiziell weder alkoholische Getränke noch Zigaretten.
  • Jogginghose und Latschen (in der 1. Klasse werden Latschen gestellt)
  • Toilettenauflagen und Desinfektionsmittel, Toilettenpapier, Feuchttücher, Ohrenstöpsel
  • Mehrfachverteiler (1. Klasse Abteil hat drei 220 V Steckdosen)
  • in der 2. Klasse und den Großraumwagen ist es fast unmöglich einer der Steckdosen zu ergattern. Eine volle Powerbank kann da sehr hilfreich sein
  • WLAN soll auf der Transsib durchgängig verfügbar sein, eine russische Telefonkarte ist daher eine Option für Internet auf der Reise
  • erstaunlich wenig Russen und das betrifft auch die jungen Menschen sprechen englisch. Daher sind Russischkenntnisse von Vorteil. Hilfreich ist es schon wenigstens die Buchstaben und ein paar Zahlen drauf zu haben. Wer gar kein Russisch spricht sollte sich einen guten Translator zulegen, der offline von Deutsch in Russisch und umgekehrt übersetzt und dabei das russische auch in arabischer Schrift anzeigt. Noch besser ist ein Tool mit Spracherkennung.
  • die free Apps fürs Smartphone liefern kaum brauchbare Ergebnisse!
  • Karte der Russischen Föderation (z.B. von EMB Verlag) auf der man sehen kann wo man sich gerade befindet
  • wer aus dem Fenster fotografieren oder filmen möchte ist gut beraten Fensterputztücher und einen ausziehbaren Fensterputzer dabei zu haben
  • die Zugbegleiterinnen leiten die Abläufe in ihren Wagen zumeist mit harter Hand – individuelle Präsente bringen ihnen ein Lächeln und lassen auch manchmal einen Sonderwunsch in Erfüllung gehen
Dampflok-TRANSSIB - Transsibirische-Eisenbahn-Russland
Wladiwostok – Endstation der Transsibirischen Eisenbahn am Pazifik

Abu Dhabi – TOP 10

 

Abu Dhabi, die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate kennen sicher viele als Luftdrehkreuz zu allen Kontinenten. Rund zwanzig Fluggesellschaften befördern jährlich etwa zwanzig Millionen Fluggäste. Aber nur wenige kennen Abu Dhabi als Reiseziel. In Luxus-Hotels residieren. Durch Sanddünen wandeln. Dem Muezzin-Ruf lauschen. Die Hitze aushalten. Arabische Speisen genießen. Architektonischen Wahnsinn bestaunen. Kommt mit nach Abu Dhabi.

Was in Abu Dhabi mit westlichem Know How und Arbeitsmigranten aus Glas und Beton in den Wüstensand gesetzt wurde ist zwar architektonisch beeindruckend, aber alles andere als zukunftsorientiert. Doch das für und wieder ist hier nicht das Thema. Vielmehr nehme ich Euch mit auf einen Stadtrundgang.

Wir wohnen im „The Ritz-Carlton“ am Grand Canal. Ein fünf Sterne Hotel, dessen Angestellte aus Nepal und Indien einem jeden Wunsch erfüllen. Vom eigentlichen Zentrum fünfzehn Kilometer entfernt, ist es zwar nicht das, was man zentrale Lage nennt, doch im Fall Abu Dhabi ist diese Lage besser als, die Innenstadt. Warum? Weil in der Innenstadt „nichts“ ist und weil man am Grand Canal baden kann und die Mosche fußläufig zu erreichen ist. Ok, ich bin nie gelaufen, denn  in der Nebensaison herrschen am Tage 45° Celsius und da läuft nicht mal mehr der Skorpion in der Wüste. Golfcarts vom Hotel zur Mosche machen einem die Entscheidung auch leicht.

 

So starte ich meinen Stadtrundgang an der Scheich-Zayed-Moschee. Für Leute die nur einen Stoppover in Abu Dhabi machen, man erreicht die Moschee auch mit dem Flughafenbus A1. Diesen findest du vor dem Flughafengebäude. Die Scheich-Zayed-Moschee liegt auf dem halben Weg vom Flughafen zum Stadtzentrum. Auf einer Stadtrundfahrt mit dem Big Bus ist die Moschee eine der ersten Haltestellen.

Scheich-Zayid-Moschee, die wohl zu beeindruckteste Sehenswürdigkeit in Abu Dhabi! Auch in den Emiraten wird groß gedacht! Die 2007 eröffnete Moschee kostete eine halbe Milliarde Dollar. Sie Platz für vierzigtausend Gläubige und ist die größte Moschee der Vereinigten Arabischen Emirate, sowie die achtgrößte der Welt. Mit zweiunddreißig Metern Durchmesser ist die Kuppel der Moschee die größte der Welt. Vier, jeweils 107 Meter hohe Minarette erheben sich in den stahlblauen Himmel, der zu jederzeit einen perfekten Kontrast dazu bildet.

Zugang, Verhaltenshinweise und Dresscode: Am Eingang musst du einen Sicherheitscheck durchlaufen. Schwere Rucksäcke und anderes Gepäck kann man kostenlos gegen eine Pfandmarke abgeben. Der Zugang zur Moschee ist kostenfrei. Frauen müssen ihre Haare und ihren Körper verschleiern. Dafür erhalten sie am Eingang kostenlos eine Abaya, das traditionelle körperverhüllende Gewand. Bei Herren sind kurze Hosen und ärmellose Hemden nicht erlaubt und müssen durch ein verhüllendes Gewand verdeckt werden. Für den Zugang bestimmter Bereiche der Sheikh-Zayid-Mosque muss man seine Schuhe ausziehen. Es versteht sich von selbst das Händchenhalten, Küssen und ähnliche Körperkontakte hier wie anderswo in der Öffentlichkeit nicht erwünscht sind.
Öffnungszeiten: Samstag bis Donnerstag 9 – 22 Uhr, Freitag 16:30 – 22 Uhr, letzter Einlass jeweils um 21:30 Uhr
Kostenlose, einstündige Führungen finden freitags um 17 und 19 Uhr, samstags um 10, 11, 14, 17 und 19 Uhr und von Sonntag bis Donnerstag um 10, 11 und 17 Uhr statt. Anmelden muss man sich dafür nicht.

Etihad Towers & Emirates Palace Hotel – Die architektonisch ansprechenden Etihad Towers sind ein Komplex aus fünf Wolkenkratzern, die von 2006 bis 2011 erbaut wurden. Versäume nicht vom Obervation Deck@300 im 74. Stockwerk des 2. Turmes, in 300 Meter Höhe über Abu Dhabi zu blicken.
Den Eintrittspreis von 75 AED/ 17 Euro für diesen höchstgelegenen Aussichtspunkt Abu Dhabis kann man in einen Verzehrgutschein umwandeln lassen.

Die Avenue at Etihad Towers nimmt für sich in Anspruch zu den teuersten und exklusivsten Einkaufsstraßen der Welt zu sein. In intimer und pompöser Umgebung interpretieren über dreißig Luxusmarken den Lifestyle im orientalischen Stil. Die „Avenue at Etihad Towers“ hat auf zwei Etagen eine Fläche von fast vierzehntausend Quadratmetern.
Die Marina Mall ist der Treffpunkt der Markenopfer, die am Ende der 18th Street auf einer Insel, direkt an der Corniche Promenade gelegen ist. Hier findet man unzählige Markenshops, die man auch in allen anderen Destinationen weltweit findet. Allerding sind die Preise durchaus höher als in Europa, so dass man nicht mal im „Sale“ ein Schnäppchen machen kann. Im Untergeschoß befindet sich ein Supermarkt, in dem man sich mit den Dingen des täglichen Bedarfs eindecken kann.  Es sind aber besonders die exotischen Gewürze, die man hier  für wenig Geld kaufen kann.

Die Marina Mall hat einen hundert Meter hohen Aussichtsturm der kostenlos zugänglichen ist, das Riesenrad Marina Eye, einen Eislaufplatz, eine Bowlingbahn, Cafés und Restaurants. Und noch ein Superlativ: Die auf der Marina Mall-Insel wehende Flagge der VAE ist eine der größten Fahnen der Welt.
Zahlreiche Hotels bieten einen kostenlosen Transfer zur Marina Mall an. Ebenso gibt es einen kostenlosen Shuttleservice zwischen dem Hafen und der Marina Mall. Während der Liegezeit von Kreuzfahrtschiffen, wird der Takt der Shuttlebusse auf dreißig Minuten verkürzt.

Die Corniche Strandpromenade ist Abu Dhabis bekannteste Flaniermeile, die sich etwa sechs Kilometer am Meer entlang zieht. Sie ist die Grenze zwischen Strand und Meer auf der einen Seite und der beeindruckenden Skyline auf der anderen Seite. Allerding sollte man hier die Mittagshitze meiden, denn zu dieser Zeit wirkt die Corniche wie ausgestorben. Erst am Abend und nur in der „Winter“-Saison, wenn es nicht so heiß ist, bevölkert sich die Corniche mit Spaziergängern und Joggern und auch die Bänke auf der Promenade sind besetzt.
An der Corniche befindet sich ein öffentlicher Badestrand, der mit der blauen Flagge ausgezeichnet wurde, die ihn als sicheres und sauberes Badegewässer ausweist. Bei Wassertemperaturen um die dreißig Grad sollte man aber keine Abkühlung erwarten.

Ghost City -Zwei Blondinen schleppen sich in der brütenden Hitze mit ihren Wasserfläschchen über die achtspurige Corniche Road während ihnen unsichtbare ungläubig blickende Augenpaare hinter den abgedunkelten Scheiben der wenigen Autos folgen. Warum in aller Welt laufen die hier in der Hitze halbnackt durch die Gegend? Sie wollen der Corniche noch eine Chnace geben. Doch es ist wie die Tage zuvor – öde, grau, staubig sandig, hässlich und menschenleer.

Al Mina Fish Market – Auch hier sucht nach vergebens nach Ursprünglichkeit. Doch gleich nebenan liegen die Dhaus am Kai. Immer fünf Boote sind zusammen vertäut und wer es schafft hier vor Sonnenaufgang aufzukreuzen, kann eben hier, bei der Entladung der Fische noch etwas vom ursprünglichen arabische Flair spüren.

Qasr al-Hosn ist für die Araber ein wichtiger Teil ihrer kulturellen Vergangenheit. Die Festung ist das älteste Gebäude der Stadt. Errichtet wurde an dieser Stelle 1761 ein Wachturm, der dazu dienen sollte, einen Süßwasserbrunnen zu verteidigen. Später wurde es vom regierenden Scheich in eine Festung umgewandelt. Im Laufe der Zeit wurde Qasr Al Hosn baulich verändert und erweitert und hatte verschiedene Funktionen. Es diente als Zufluchtsort, als Regenten-Residenz und als Regierungssitz. Heutzutage befindet sich im Qasr al-Hosn ein Museum für Sammelstücke aus Abu Dhabi sowie der gesamten Region des Persischen Golfs. Seit die Arabischen Emirate während des Ölbooms in den 1960 er Jahren in die Moderne katapultiert wurde, erinnert das Museum an die Lebensumstände der Vorfahren, die noch als Beduinen, Perlentaucher, Fischer oder Händler im Rhythmus von Sanddünen und Meer  gelebt haben.
Öffnungszeiten: Quasr al-Hosn ist täglich von 16 – 23 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Achtung derzeit wegen Bauarbeiten geschlossen (Eröffnung voraussichtlich im März 2019)

Das Heritage Village of VAE versucht die Geschichte der Menschen dieser Region lebendig zu halten.
Lebendig werden die nach historischen Vorbildern nachgebauten Gebäude durch die kleinen Werkstätten, in denen eigens engagierte Handwerker ihre Kunstfertigkeiten zeigen. Die Innenbereiche sind klimatisiert. Wer nicht in die Wüste fährt oder doch kann auch hier Kamel-Petting machen. Vom Strand, wo die alten Boote stehen, hat man einen tollen Blick auf die Skyline von Abu Dhabi. In der Saison kann es vorkommen, dass mehrere Busse gleichzeitig ankommen. Dann wird das Museumsdorf von Touristen und Einheimischen überrannt.

Madinat Zayed Shopping Centre ist die Mall für die arabisch Mittelschicht und die Arbeitsmigranten, da hier das Preisniveau etwa geringer ist. In den Geschäften findet man hier auch Wasserpfeifen, Weihrauch und einheimische Duftwässer Vorsicht bei Spontankäufen, denn was auf den ersten Blick als super günstig erscheint sind oft Plagiate der entsprechenden Marken.  Neben dem Madinat Zayed Shopping Center befindet sich das Gold Center, in dem geschäftstüchtige Araber das Edelmetall gegen bunt bedrucktes Papier tauschen. Beim Kauf sollte man die Einfuhrsteuer bei der Ankunft in Deutschland bedenken. Empfehlenswert ist der Food Court des Madinat Zayed Shopping Centre in der obersten Etage mit einem vielfältigen und günstigen Angebot von Speisen aus ganz Asien.
Gesamturteil; wer Schnäppchen sucht oder einfach die arabische Atmosphäre schnuppern möchte, ist hier goldrichtig.

The Galleria – Mein erster Gedanke: „Eine Mall wie die anderen Malls auch“. Gepflegt wie alle Malls, Branchenmix wie alle Malls, Food Court wie alle Malls. Vor der Mall gibt es eine nette Promenade mit Blick auf das Meer und Teile der Stadt. Aber nett ist ja bekanntlich der kleine Bruder von…. Fazit: hat man eine Mall gesehen hat man alle gesehen.
Yas Mall Hier besteht ein direkter Zugang zur Ferrari World. Wer in Begleitung seiner Kinder unterwegs ist kann diese in der Kids World parken. Eine der großzügigeren Malls mit Restaurants und den immer präsenten Designer Shops, die sich in jeder anderen Mall finden. Im Arabian Oud gibt es bezahlbare arabische Parfüm Kreationen.

Souk Qaryat di Al Beri war der letzte Hot Spot den ich uns in Ermangelung anderer Optionen rausgesucht hatte. Zunächst hatte ich angenommen es wäre ein Markt mit orientalischen Tüchern und duftenden orientalischen Gewürzen. Doch auch dieses Mal wurden wir enttäuscht. Diese Mall liegt am Grand Canal und ist Teil des Shangri-la-Hotels. Und in der Tat fühlt man sich in dieser Mall dem Subkontinent nirgends näher als hier! Das Gebäude ist erfüllt vom Geruch (ich hätte auch schreiben können Gestank) schwerer öliger Parfums. Auf dem Weg treppauf treppab durch die verwinkelten Gänge zum Ende der Mall mussten wir zweimal das Gebäude verlassen, da uns so übel von dem Geruch war. Aners als in den sonstigen Malls finden sich hier Shops für Teppiche und traditionelle Kleidung, die Kandura, Ghuttra, Abaya und Sheylas.

Der Souk bietet auch noch einen speziellen kostenlosen Service an, eine Fahrt mit einem Boot durch den Souk und durch das Shangri-La, sehr entspannend und sehr nett diese kleine Bootstour.

Saadiyat Public Beach – Ob eine meditative Yoga-Sitzung, im Feinen weißen Sand liegen, im türkisfarbenen Wasser planschen oder im mondänen und stylischen Beach Café schlemmen – der Saadiyat Public Beach ist ein idealer Rückzugsort und bietet Freizeitaktivitäten wie Windsurfen und Segeln. Der 400 Meter lange und unter Umweltschutz stehende Saadiyat Public Beach befindet sich auf der Insel Saadiyat, auf der sich auch der Abu Dhabi Louvre befindet.
Für die Besucher stehen Duschen und Umkleideräume sowie Liegestühle, Handtücher und Schließfächer zu Verfügung.
Öffnungszeiten: von 8 Uhr morgens bis zum Sonnenuntergang
Preise: Für Erwachsene kostet der Eintritt 25 AED (etwas mehr als 5,60 €), für Kinder 15 AED (etwa 3,40 €). Sonnenstühle kannst du für 50 Dirham (etwas mehr als 10 €) mieten.
Anfahrt: Mit dem Taxi kostet die etwa zwanzigminütige Anfahrt zum Saadiyat Beach etwa 40 Dirham. Eine günstigere, jedoch umständlichere Möglichkeit bietet dir der öffentliche Bus 404, bei dem du pro Strecke gerade einmal 2 AED hinblättern musst.

Louvre Abu Dhabi – Unweit des Saadiyat Public Beach findet sich der 2017 eröffnete Louvre in Abu Dhabi. Louvre nennt sich dieses Kunstmuseum, da mit dem Louvre in Paris eine auf 30 Jahre festgelegte Kooperation besteht. So kann man am Rande der Wüste Kunstwerke aus der Antike und aus dem 21. Jahrhundert sowie von Picasso, Gauguin oder Manet bewundern. Das beeindruckende Dach ist einem schattenspendenden Palmenhain nachempfunden und besteht aus achttausend Metallsternen, die das Licht  gefiltert ins Innere leiten. Derzeit wird eine japanisch Kunst ausgestellt.
Öffnungszeiten: Montag ist Ruhetag. Von Samstag bis Mittwoch öffnet der Louvre Abu Dhabi seine Pforten zwischen 10 und 20 Uhr. Donnerstags und freitags hast du noch etwas mehr Zeit für Kunstgenuss, da das Museum dann von 10 bis 22 Uhr geöffnet ist.
Preise: Der Normalpreis für Erwachsene beträgt 60 AED (etwa 13,50 €). Junge Erwachsene zwischen 13 und 22 Jahren müssen nur den halben Eintrittspreis zahlen, während sich Kinder unter 13 Jahren kostenlos der Kunst in der Wüste widmen können.
Anfahrt: Die etwa zwanzigminütige Taxifahrt vom Stadtzentrum zum Abu Dhabi Louvre sollte dich etwas um die 40 Dirham kosten. Eine günstigere Anreisemöglichkeit bietet dir der öffentliche Bus 94, bei dem du pro Strecke gerade einmal 2 AED berappen musst.

Ferrari World – Das futuristische Bauwerk gilt als eines der touristischen Highlights von Abu Dhabi. Sie befindet sich auf Yas Island und Yas Island wiederum ist nur etwa fünfzehn Kilometer vom Abu Dhabi International Airport entfernt. Yas liegt relativ nah am Flughafen, was die Ferrari World damit theoretisch auch für eine nicht allzu lange Abu Dhabi Zwischenlandung zu einem attraktiven Ziel macht.
Die Formula Rossa ist die schnellste Achterbahn der Welt und damit sicher der Besuchermagnet der Ferrari World. In den ersten fünf Sekunden wird deine vergnügungssüchtige Seite auf 240 km/h beschleunigt. 4D-Welten und eine italienische Retro-Miniaturlandschaft lassen sich bewundern. Zudem hast du die Möglichkeit, dir einige Ferrari-Schlitten anzugucken.
Anreise: Wenn du aus dem Stadtzentrum zur Ferrari World anreist, dann zahlst du für die etwa halbstündige Fahrt mindestens 70 AED. Brichst du hingegen direkt vom Flughafen zum Freizeitpark auf, dann ist der Weg wesentlich kürzer und damit entsprechend günstiger. Auch mit den Bussen 190 oder 195 ist eine Anfahrt zur Ferrari World vom Stadtzentrum aus möglich.
Öffnungszeiten: Die Ferrari World ist täglich 11 bis 20 Uhr geöffnet. Zu Zeiten des Ramadan weichen die Öffnungszeiten leicht ab.
Tickets: Am besten die Tickets online kaufen. So vermeidet man das Schlange stehe an der Kasse  und kann auch den einen oder anderen Rabatt abgreifen. Allerdings ist die Ferrari World mit Preisen ab 60 Euro in keinem Fall ein Schnäppchen. Hinzu kommt, dass ein Ticket nicht einmal zum Besuch aller Highlights der Ferrari World berechtigt.

Abu Dhabi Wüstentour – Das leere Viertel nennen die Araber die Rub al-Khali. Sie ist die größte Sandwüste der Welt und fast doppelt so groß wie Deutschland. Am Rand dieser scheinbar unendlichen Wüste liegt Abu Dhabi. Was liegt also näher als eine Wüstensafari?
Man hat die Qual der Wahl unter den zahlreichen Angeboten das passende für einen selbst zu finden. Zu den beliebtesten Touren gehören die etwa fünfstündigen Wüstensafari-Angebote für um die 60 Euro pro Person. Mal kannst du entspannt unter den Sternen essen, ein anderes Mal mit einem Sandboard durch die Wüste brettern oder auf einem Kamel über den Sand traben.
Zunächst sollte man sich darüber klar sein, was man will. Es gibt viele Wüstengebiete, die von Abu Dhabi aus angefahren werden. Alle vermitteln mehr oder weniger einen Eindruck von der Wüste.

Wirklich spektakulär dagegen ist die Tel Moreeb. Hier findet man auch wieder Superlative, denn die Tel Moreeb ist mit 300 Metern eine der höchsten und steilsten Sanddünen der Welt –faszinierend erscheint die Fahrt dorthin: Häufig sind Straßenabschnitte von Sanddünen verweht, man merkt, dass hier nicht allzu oft Autos vorbeikommen. Von Abu Dhabi fährt man etwa vier Stunden bis hinter die Liwa Oasen, wo die Wüste spektakulär wird. Nach weitern zwanzig Minuten Fahrt hat man die Tel Moreeb Düne erreicht. Am beeindruckensten sind die Farben in der Wüste zu Sonnenauf- und Untergang. Dieses Erlebnis ist jedoch nur mit einer Übernachtung in der Wüste erlebbar.
Optionen: Ganztages Liwa Oasis Safari von Abu Dhabi ab165 Euro pro Person
Halbtagestour Wüsten Safari inklusive Abendessen bei Sonnenuntergang ab 63 Euro pro Person
Übernacht Desert Safaris in Gruppe oder als Privat Tour von 130-500 € pro Person

Wir haben uns eine Tour über GetYourGuide bei „Ocean View“ gebucht. Die Tour führte nach Dihan. Kamele füttern, Kamel reiten, Sandboarding, Dune-bashing bei dem mir echt und ernsthaft übel wurde! Mein letzter Reisekaugummi hat das Schlimmste verhindert. Ja, das volle Touri Programm für insgesamt 48 € pro Person und war voll gut!

Sündensteuer –  Ende 2017 haben die Vereinigten Arabische  Emirate eine Sündensteuer eingeführt. Demnach ist es eine größere Sünde Camel Zigaretten (Schachtel- ca. 4,90 €) als eine in Europa produzierte Zigarette der Marke West (Schachtel ca. 1,40 €). Aber auch die Anhänger der im 16. Jahrhundert in Arabien erfunden Shischa werden nicht verschont und zahlen nun fast das Doppelte. Es darf bezweifelt werden, dass es die Erbmonarchen über die Gesundheit ihrer Untertannen sorgen. Es gilt jedoch als sicher, dass sich die Sündensteuer positiv auf den Staatshaushalt auswirken.
Saison ist von November bis April. Dann liegen die Temperaturen bei 21 bis zu 30° Celsius. Doch dieses Jahr ist es auch in Abu Dhabi heißer als sonst. Die Maximaltemperaturen werden im August mit 43 ° Celsius erreicht. Doch wie man uns erzählte war es nicht selten das das Thermometer in den Sommermonaten die 50 ° Celsius Marke knackte.

Einst segelten sie nach Indien, China und Indonesien. . Die Küstenstädte Arabiens waren Handelszentren für Weihrauch, Seide, Gewürze und Porzellan. Wichtigstes Handelsgut war die Dattel – unverzichtbar als Proviant auf langen Seereisen, und mit der Verbreitung des Islam verehrt als heilige Frucht.Heute fahren die Dhaus als kleine Küstenfrachter, Ausflugs- und Fischerboote und fast alle sind motorisiert. Die meisten der Schiffe sind heute aus Fiberglas oder Stahl. Nur im Emirat Ras al Khaimah werden von Indern, Bangladeschern und Pakistanern Boote traditionell aus Holz gebaut. Doch nicht mehr für den überseeischen Handel sondern für Reiche Emiratis, die ein Stück Kultur kaufen und erhalten wollen. In Abu Dahbi reihen sich vor der Kulisse der Wolkenkratzer mit modernen Glasfassaden die Daus der Fischer im Hafen aneinander.

MILSEBURG

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Die Milseburg überragt alle umliegenden Erhebungen der Kuppenrhön um mindestens 130 Meter.

Der markante Fels, etwa 16 Kilometer Luftlinie von Fulda entfernt, entstand durch Vulkanismus im Tertiär.
Wie es damals so der Trend war, wurde auf dem Fels eine Burg errichtet. Im Jahr 1119 wurde die Anlage erstmalig erwähnt.
Die Milseburg war jedoch mit einer Grundfläche von etwa 500 Quadratmetern eher klein. Man geht davon aus, dass sie spätestens im 13. Jahrhundert verlassen wurde und dann allmählich verfiel.

1756 entstand die Kreuzigungsgruppe und die heutige Gangolfskapelle wurde 1932 errichtet.

Die Milseburghütte wurde am 29. Juni 1884 eingeweiht und ist bis heute weitgehend in ihrer ursprünglichen Konstruktion erhalten geblieben. Nach Auffassung einiger Fortschrittsfanatiker entspricht die urige Hütte, mit ihren sanitären Anlagen, sowie die Ver-und Entsorgungssituation nicht mehr dem „Zeitgeist“. Nachdem die Hütte 134 Jahre lang im Besitz des Rhönklubs war, tennte man sich wegen der befürchteten Sanierungskosten von dem Bauwerk. Seit April 2018 ist nun die Gemeinde Hofbieber Betreiber der Milseburghütte. Diese plant nun das Gebäude umfassend zu sanieren und teilweise neu aufzubauen.

Es bleibt zu hoffen, dass der Charm der alten Hütte erhalten bleibt und man auch in Zukunft unweit der Panoramaaussicht im Schatten der Bäume ein Bier zischen kann. Derzeit noch zu jeder Jahreszeit ein lohnender Geheimtipp – eine Wanderung zum 835 Meter hohen Gipfel der Milseburg.

Stockholm

Spiegelung auf dem Stortorget in Stockholm/Sweden.

Spiegelung auf dem Stortorget.

Mit einer halben Stunde Verspätung startet easy Jet, Flug U2 5885 nach Stockholm und um kurz nach 15:00 Uhr landen wir auf dem Flughafen Stockholm/Arlanda.

Zuerst kaufen wir am Automaten ein 72 Stunden-Ticket für den Arlanda Expres für 33,50 Euro. Ein Einzelticket würde sonst pro Person oneway in die Stadt 25,80 € kosten. Der Zug braucht nur 20 Minuten in die Innenstadt und nach zehn Minuten Fußweg stehen wir an der Rezeption des „Downtown Camper by Scandic“ Hotels. Wir können uns nicht vorstellen wie man besser und stylischer in Stockholm übernachten könnte. Zu unserer Freunde bekommen wir auch noch ein Upgrade auf ein riesiges und behindertengerechtes Zimmer.
Wer mich kennt, den wird´s kaum wundern – die erste Sehenswürdigkeit Stockholms die wir besuchen ist der Sternentaler. Dort gibt es Latte Macchiato, einen Lemmon Poppy Seed Muffin und eine Schweden-Gedenk Tasse.
Über die Strömbron Brücke geht es in die Altstadt Gamla Stan. Vor uns liegt der hässlich Bauklotz des Royalpalastes und daneben liegt das, von der weichen Nachmittagssonne beleuchtete Grand Hotel. Stortorget ist Stockholms berühmter und geschichtsträchtiger Platz mit den roten und dem gelben Gebäude. Nur 90 Zentimeter breit ist die Gasse „Mårten Trotzigs Gränd“, die nur 300 Meter vom Stortorget entfernt beginnt. Im Viertel Järntorget kann man noch erahnen wie es im Mittelalter wohl gewesen sein mag. Durch enge Gassen gesäumt von rauh verputzten Häusern mit hölzernen Fensterläden gelangt man zur Treppe, die 36 Stufen hinauf führt zur Prästgatan.
Zum Dinner geht es zurück zum Norrmalm. Während statistisch Stockholm im September eher mit 14° Celsius und Regen aufwartet, können wir uns über 20° Celsius und Sonnen freuen. Überall sitzen die Menschen in den Cafés in den Straßen. Für Schweden ist das fast unerträglich heiß, denn während wir schon zur Sicherheit eine Jacke dabei haben und für den Abend noch mit Tüchern bewaffnet sind, laufen die Schweden in T-Shirts und kurzen Hosen.
Das K25 (Kungsgatan 25, 111 56 Stockholm) in das wir einkehren, ist eine große Food Halle mit vielen kleinen Restaurants, die verschiedene kulinarische Richtungen anbieten. Die Restaurants bieten Wasser gratis an. Mit etwa zehn Euro pro Mahl ist das Preis-Leistung Verhältnis einfach spitze!
Soweit unser erster Orientierungslauf durch Stockholm und wir entschwinden gegen dreiviertel Zehn ins Hotel.
Das Frühstück im „Downtown Camper by Scandic“ ist super toll, leider ist es auch super voll. Dann wieder ab in die Altstadt. Vor dem königlichen Schloss kaufen wir Tickets für die Hop on Hop off Tour mit „Royaltours“, in der eine Bootsfahrt inklusive ist. Nachdem wir die gesamte Tour gefahren sind, steigen wir an der Centralstation aus und kaufen hier ein Metro Tagesticket. Von hier fahren zur Station Radhuset  und Solna Centrum. In Radhuset ist ein Elch und weitere Tiere der skandinavischen Fauna ausgestellt. Viel beeindruckender sind in beiden Stationen die in den rohen Fels geschlagenen riesigen Gewölbe. Weiter rumpelt die Metro nach Odenplan. In der Nähe, gegenüber des Hard Rock Cafés befindet sich die öffentliche Bibliothek Stockholms, welche die schönste der Welt sein soll. In dem runden Saal dessen Wände aus Regalen bestehen warten 40.000 Bücher auf Leser.

Klein aber OHO!

Nur 600 Meter die Straße hinunter befindet sich die ehemalige Wohnung von Astrid Lindgren (Dalagatan 46, 113 24 Stockholm). Wer die Wohnung besichtigen will muss vorher einen Termin vereinbaren. Bevor wir die Bootstour antreten, schieben wir uns noch die schwedische Köstlichkeit einer Zimtschecke in uns rein und kippen einen Latte drauf. Wir umschiffen die Insel Djurgården, die ein Stadtteil und Parkgebiet im Stockholmer Bezirk Östermalm ist. Auf dem Wasser merkt man trotz Ausnahmesommer/Herbst dann schon, dass hier die kalte Jahreszeit naht und ich ziehe die zweite Jacke über die erste. Die Schweden natürlich immer noch im T-shirt! Nachdem der Pott wieder vertäut am Kai liegt schlendern wir wieder zurück durch die Altstadt, vorbei am Schloss, über den Platz Stortorget zu einem echt schwedischen Restaurant, dem House of Burgers (Tyska brinken 19, 111 27 Stockholm). Man kann das noch toppen, wenn man danach ins Ben & Jerry’s Gamla Stan (Västerlånggatan 59, 111 29 Stockholm) geht. Auf der Drottninggatan (deutsch: Königinstraße) der Einkaufsmeile laufen wir uns einen Teil der Kalorien wieder ab.

Volles Programm!
Wir durchqueren wieder die Altstadt auf dem Weg zur Insel Södermalm. Ja, dass Stockholm zum größten Teil auf Inseln erbaut ist, wussten wir auch nicht. Auf Södermalm findet man die Straße Pustegränd, die steilste Straße in Stockholm. Die Stockholmer nennen sie auch „Beschwerdegang“, aber natürlich in ihrer eigenen Sprache, die wir nie und nimmer lernen!. Genau genommen ist die Gasse nur einen Abstecher wert, wenn man sowieso auf der Insel ist. Über die Götgatan, der „Shoppingmeile“ zwischen Slussen und Medborgarplastsen, laufen wir nach Söderkäkar.

Hier in der Nytgorgsgatan Nr. 5 steht ein kleines rotes Holzhäuschen und das ist das kleinste Haus der Welt. Naja vielleicht ist es nur das kleinste Stockholms – egal Haken ran und weiter. In den Viertel gibt es natürlich viele andere Söderhütten, denen ist aber der Fluch erspart geblieben im Reiseführern Erwähnung zu finden. So können die Bewohner unbehelligt ihr Leben leben. An der Uferpromenade entlang laufen wir zurück zur Altstadtinsel Gamla Stan. Dort neben dem Roten Haus befindet sich „Kaffeekoppen“ (Stortorget 20, 111 29 Stockholm)  Gleich gegenüber des Royal Palace ist die Finska Kyran. die warnwestenorange finnische Kirche , welche 1725 eröffnet wurde, nicht zu übersehen. Auch wenn Kirchenbesuche nicht so der Thrill sind sollte man einmal in den Innenhof gehen. Hier findet sich das kleiste Wahrzeichen Stockholms, der Järnpojke, bekannt auch als Iron Boy oder in deutsch „Junge, der auf den Mond schaut“.
Unsere Stadtwanderung führt uns vorbei am Grand Hotel und an der Nationalmuseum. Über die Brücke Skeppsholmsbron, mit den imposanten goldenen Kronen in der Mitte, gelangen wir nach Östermalm. Auf der Insel Östermalm leuchtet die Kirche Jacobs Kryka in grellem Rot schon von weitem. Etwa weiter trifft man auf das „Nordiska Kompaniet“. Am besten kann man dieses Kaufhaus wohl mit dem KADEWE vergleichen. In diesem Haus wurde Schwedens erste mechanische Rolltreppe installiert. Zwei Blocks weiter beginnt die Biblioteksgatan, eine der schönsten Einkaufsstraßen Stockholms, besonders wenn wie heute wieder die Sonne scheint. Wer Backwaren mag wird Stockholm lieben. So leckeres Zeug wie hier habe ich noch nirgends gesehen und gegessen!
Die Vielfalt , die Frische und die etwas anderen Ungesundheiten sind einfach zu verlockend. Also zum Mittag ab in die Snickarbacken 7. Ein Avocadotoast und ´ne Limo wird deinen Diätplan schon nicht zerstören. Ersparen kann man sich dagegen die Östermalms Saluhall. Die Markthalle wurde 1880 erreichtet, heute ist dies aber ein großer Supermarkt der bestenfalls für Selbstversorger interessant sein könnte.

Zu Gast bei Astrid Lindgren
Von dort machen laufen wir über die Strandvägen, der boulevardähnlichen Prachtstraße in Östermalm über die Djurgårdsbron (Tiergartenbrücke) zur Insel Djurgården. Die Wohnungen hier haben bis zu 20 Zimmer und sind etsprechnd teuer. Der Normale Stockholmer wohnt hier nicht. Dafür aber Per Gessle von Roxette und andere Stars. Auf das Vermächtnis Schwedes wohl bekanntester Literaturgröße trifft man auf Djurgården im Junibacken. In einer Gondel schwebt man in zwölf Minuten durch die Geschichten der Schriftstellerin Astrid Lindgren.  Für mich die am besten investierten 17,50 € auf dieser Reise! Ein Muss für Jung und Alt. Auf der Insel findet sich auch ein Freilichtmuseum, das Abba Museum (21 Euro) und die Vasa. Nein, nicht das Vasa, sondern das Schiff, dass dadurch berühmt wurde, dass die Jungfernfahrt am 10. August 1628 nach etwa einem Kilometer auf dem Grund des Hafens von Stockholm endete. Der Eintritt ist mit 58 € jedoch nicht gerade ein Schnäppchen. Inhaber des Stockholm Passes kommen ohne zusätzlichen Eintritt rein.
Die Vasa (oder Wasa) war eine schwedische Galeone, die zu den größten und am stärksten bewaffneten Kriegsschiffen ihrer Zeit zählte. Bereits zu Beginn ihrer Jungfernfahrt am 10. August 1628 sank die Vasa nach nur etwa 1300 Metern Fahrtstrecke bei normalem Seegang wegen schwerwiegender konstruktiver Instabilität. Nach ihrer Auffindung 1956 und Bergung 1961 wurde sie mehrfach restauriert und ist heute im Vasa-Museum in Stockholm zu besichtigen. Das Schiff trug den Namen der schwedischen Königsdynastie Wasa (schwedisch vasa).

Zum Abschluss dieser Tour geht es für eine Zimtschnecke und einen Latte wieder nach Östermalm ins Löfberg Lila (Kungsgatan 3, 111 43 Stockholm). Typisch schwedisch, Curry und Reis zum Abendessen im K 25! Achtung – ein Bier kostet hier 6,50 €. Der Abendspaziergang führt am illuminierten Royal Klotz vorbei. Wer für Szeneclubs zu alt ist, kann am Abend in die Fotofrafiska (Stadsgårdshamnen 22, 116 45 Stockholm ) gehen. Die Galerie ist täglich bis weit in die Nacht geöffnet.

Sergels torg Platz - Stockholm -Schweden

Sergels torg Platz

Die frühen Vögel genießen schon am Morgen den Blick vom Royal Palast auf das Rosenbad, dem Sitz der schwedischen Regierung. Heute ist der 09. September 2018 und es ist Parlamentswahl in Schweden.
Weiter wandern wir zum Stadshus, dem Rathaus Stockholms, in dem Sitz der Stadtregierung und des Stadtparlamentes. Der riesige Backsteinkomplex mit dem markanten Uhrenturm liegt an der südöstlichen Spitze der Insel Kungsholmen am Riddarfjärden im Mälarsee.

Stockholm liegt zu großen Teilen auf Inseln. Diese besondere Stadtlage und die faszinierende Schärenwelt  vor den Toren Stockholms machen die Stadt zu einem besonders attraktiven Ziel für Kurzreisen und Wochenendtrips. Natürlich gewinnt die Stadt deutlich, wenn man mit dem Wetter so ein Glück hat wie wir es hatten.
Ein Muss für Fotografen ist der  Sergels torg Platz mit seinem grafischen Muster. Der Platz ist nach dem Bildhauer Johan Tobias Sergel benannt, dessen Atelier in der Nähe des Platzes lag.

Dann geht es wieder mit dem Arlanda Express zum Flughafen Stockholm/Arlanda und von dort direkt nach Berlin.

Gastbeitrag von C. Witt

Wildkatzen ganz nah

Obwohl Hütscherode nur sechs Kilometer von der Autobahn 4 entfernt und direkt am Rand des Nationalparks Hainich liegt, verirrten sich lange Zeit nur wenige Besucher in den abgeschiedenen Ort. So saßen an einem diesigen Februartag im Jahr 2010 der Bürgermeister Bernhard Bischof und Manuel Spieth in der Gaststube zusammen und ersannen die Idee eines Geheges für Wildkatzen, um mehr Besucher in den Ort zu locken. Manuel Spieth war Pächter eines geeigneten Geländes am Rand des Dorfes. Mit einem Handschlag und einem Schnaps wurde die Umsetzung beschlossen.

Allerdings bekam der BUND von der Sache Wind und wollte bei diesem Projekt mitmachen. „Wenn wir so etwas schon unterstützen, dann machen wir es gleich richtig“, war die Haltung beim BUND. So entstand auf dem Gelände am Dorfrand ein 800 Quadratmeter großes Areal, auf dem man auf artgerechte Weise versucht dem Besucher diese scheuen Tiere und ihre Probleme in unserer Welt zu überleben, nahe zu bringen.

Fossilienfunde legen nahe, dass bereits vor 300.000 Jahren in Europa die moderne Wildkatze die Wälder durchstreifte. In Afrika und Asien tauchte die Wildkatze erst vor etwa 130.000 Jahren auf. Die Wildkatze durchstreifte unsere Wälder bereits lange bevor die Römer die ersten Hauskatzen über die Alpen brachten. Die uns bekannte Hauskatze kann dagegen erst ab dem 1. Jahrhundert nachgewiesen werden. Der Lebensraum der Wildkatzen sind naturnahe Laub- und Mischwälder. Die gute Infrastruktur, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstand und bis heute ausgebaut wird, zerschnitt den Lebensraum der Wildkatzen. Sie sind zu einem Leben auf  den Inseln der letzten intakten Wälder gezwungen, denn sie finden auf den industriell bewirtschafteten Agrarflächen kaum noch Schutz während ihrer Wanderungen zu neuen Revieren. Tod auf Straßen, Autobahnen oder Inzucht waren die Folge.

Die Population in Deutschland wir auf etwas mehr als 3.000 Individuen geschätzt. Sie kommen in den Wäldern des Vogesen, im Schwarzwald, dem Pfälzerwald,  im Nationalpark Hainich, im Thüringer Wald, im Harz, im Elm, im Hunsrück, in der Eifel, im Siebengebirge und auch im Saarland vor. In Nordhessen sind die Populationen heute ebenfalls wieder im Wachstum begriffen. Die Populationen sollen im Rahmen eines Projektes des Bundesumweltministeriums mit naturbelassenen Waldkorridoren verbunden werden.

Heute findet der Besucher des beschaulichen Ortes Hütscheroda, der keine 100 Einwohner zählt, einen Wildkatzenschleichpfad, ein Wildkatzenmuseum und das naturnahe Schaugelände, auf dem derzeit drei Wildkatzen leben. In Planung ist eine vierte Wildkatze aufzunehmen und ein Gelände für Luchse zu bauen. Hier werden die scheuen und versteckt lebenden Katzen dem Besucher nahe gebracht. In einen kurzweiligen Vortrag während der Fütterung erfährt der Besucher einiges über die Etablierung eines europaweiten Rettungsnetzes für die Wildkatzen und über das Leben der Tiere selbst.

Seit im Juni 2011 der thüringische Nationalpark Hainich zum Weltnaturerbe der UNESCO erklärt wurde, kommen nun immer mehr Besucher nach Hütscheroda und das Überleben der Wildkatzen ist etwas wahrscheinlicher geworden.

Sommer in Nordrhein-Westfalen

Sommer 2018 – wahrscheinlich wieder mal der wärmste Sommer aller Zeiten, der trockenste Sommer aller Zeiten und in jedem Fall schon jetzt der Sommer mit der längsten Schönwetterperiode an die sich Alt und Jung erinnern kann. Egal wohin man reist überall ein Feeling wie in den Urlaubsländern im Süden. Doch ich reise nicht in den Süden sondern in den Westen!

Dörenther Klippen Münsterland Telgte Billerbeck Sommer LandwirtschaftUp de Haselke, Up de Ruer, An der Liene oder Im Hoeck heißen die kleinen Wege, die sich kreuz und quer durch die Felder im Tecklenburger Land ziehen und die kleinen Höfe verbinden. Satt grüner Mais und goldgelbe Kornfelder erstrecken sich zwischen Baumspalieren, die sich in der Wintersaison den Winden entgegenstellen. Jetzt in diesem Jahrhundertsommer flirrt die Hitze über der Landschaft, so dass Wanderer und Fahrradfahrer froh sind über jeden Baum der ihnen Schatten spendet. Einige der unzähligen Höfe, von denen viele auch heute noch für die Landwirtschaft genutzt werden, betreiben Hofläden, Cafés und Gästezimmer.

Am Ende Kornblumen gesäumter Felder erheben sich die Dörenther Klippen, eine der bekanntesten Landmarken im Münsterland. Ausgeschilderte Wanderwege mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden führen durch schattigen Mischwald auf atemberaubende 405 Meter. Am Weg durch das Bocketal laden mehrere Restaurants zu einer Rast und am Hermannsweg findet sich sogar eine Almhütte. Von Dörenther Klippenschaut man weit über das Münsterland, über die vielfarbigen Felder hin zu Windparks und weit entfernten Industrieanlagen. Als Startpunkt eignet sich der Parkplatz „Dörenther Klippen“ an der B219 bei Ibbenbüren. Unweit findet sich auch die Sommerrodelbahn Ibbenbüren. Weiterführende Informationen für Wanderfreunde zu den Dörenther Klippen unter: https://www.outdooractive.com/de/wanderung/muensterland/teutoschleifen-doerenther-klippen/15786129/

Nicht weit entfernt, am Rand der waldreichen Hügellandschaft der Baumberge liegt der staatlich anerkannte Erholungsort Billerbeck. Die Stadt ist mit 12.000 Einwohnern recht klein und außer dem Dom und der kleinen Fußgängerzone, gibt es in dieser Stadt nichts wirklich erwähnenswertes. Unweit von Billerbeck befindet sich das Hotel Weissenburg, das gleichzeitig Basislager für das Trainingscamp der U 96 ist. Hotel, Restaurant und Dachterrasse sind aber für jeden offen und das absolute Hotel-Highlight im weiteren Umkreis! Von dem am Hang gelegenen Hotel hat man einen schönen Blick auf das Wildtiergehege und den Ort Billerbeck.

Burg Steinfurt

Burg Steinfurt Schloss Steinfurt

Lohnend ist auch ein Rundgang durch die engen, von Fachwerkhäusern gesäumten Gassen im Steinfurter Ortsteil Burgsteinfurt. Das Schloss Burgsteinfurt ist ein malerisches Wasserschloss welches von der Aa umflossen wird. Sie ist die älteste Wasserburganlage Westfalens. Das Schloss befindet sich heute noch im Besitz der Familie der Fürsten zu Bentheim und Steinfurt und wird als Wohnsitz genutzt. Eine Besichtigung des Innern der Schlossanlage sind seit 2009 nicht mehr möglich.

Es ist Sonntag und die Glocken der katholischen Wallfahrtskirche St. Marien läuten. Eine Gruppe Nonnen sitzet auf der Wiese im Schatten großer Bäume und sie singen Kirchenlieder. Dahinter erheben sich die Mauern der Wallfahrtskapelle und die Szenerie wirkt wie das Sujet eines Historienromans. Telgte oder Telchte wie die Einheimischen sagen, ist beschaulich, wenn nicht gerade Wallfahrt ist. Ziel dieser jährlichen Wallfahrten ist das 1370,aus Lindenholz geschnitzte Bildnis der Mutter Maria, mit dem Leichnam des vom Kreuz abgenommenen Christus im Schoß. Telgtes historischer Stadtkern zwischen Herren- und Königsstraße ist geprägt von kleinen Geschäften, Restaurant und Cafés. Dass es der Stadt wirtschaftlich sehr gut geht, merkt man spätestens wenn man am Nachmittag oder Abend in einem der vielen Restaurants am Markt und in den umliegenden Straßen versucht einen Tisch zu ergattern.

Münster ist Tatort, beziehungsweise Drehort für die gleichnamige Endlosserie. Münster ist die Fahrradhauptstadt der Welt, behauptet man stolz. Dabei unterschlägt man gerne, dass nicht die Stadtväter, sondern die schlechten Verkehrsverbindungen und die über 44.000 Studenten ausschlaggebend für diesen Rekord sind. Nicht viele Städte können von sich behaupten über Fahrradampeln, eine Fahrradautobahn und sogar eine Fahrradwaschanlage zu verfügen. Wie woanders die Autos, parken die Räder auf den Gehwegen in zweiter oder dritter Reihe oder vor den Unigebäuden in scheinbar unentwirrbarem Drahtgewirr.

Pilger Wallfahrtsort Telgte Münsterland Warendorf Tecklenburger Land katholische Kirche Stadtbesichtigung

Schaufenster eines Ladens für Pilgerbedarf in Telgte

Die Innenstadt wirkt wie die Kulisse eines Historienfilms. Fast vergessen sind die letzten Kriegsjahre, in denen Münster beinahe komplett zerstört wurde. Die historischen Orte Prinzipalmarkt, Spiekerhof, Kirchen und viele andere Gebäude wurden danach wieder originalgetreu aufgebaut. Wie im Umfeld, findet man auch in der Münsteraner Innenstadt überall skurrile Straßennamen wie Georgskommende, Drubbel oder Krummer Timpen.

Die Südseite des Münsteraner Hafens kennt man in der Szene als „Dirty Side“. Hier wo es immer mal wieder spontan Konzerte und kleine Jam-Sessions stattfinden, gibt es noch den wilden Charme des Aufbruchs. Doch die Stadtentwicklung der Stadt Münster plant auch dieses Kleinod in kürze wegzusanieren und durch eine langweilige Promenade zu ersetzen. Wenn das Projekt alle politischen Hürden nimmt und die benötigten Städtebaufördermittel durch das Land Nordrhein-Westfalen fließen, ist dieser lebendige Künstlertreff bereits im Sommer 2019 Vergangenheit.

Für Kleintierfreunde hält Münster ein Überraschung bereit! Die Kaninchen auf dem Ludgerikreisel haben gelernt nicht auf die Straße zu gehen sondern sich ausnahmslos auf der Grünfläche des Kreisverkehrs aufzuhalten. Vom Park auf der anderen Straßenseite haben sie einen Gang auf die Kreiselmitte gegraben, so dass sie nicht die Straße überqueren müssen.

Die Münsteraner habe die Ludgeri-Kaninchen so liebgewonnen, dass sie, als eine Tiefgarage an dieser Stelle gebaut werden sollte, protestierend durch die Stadt zogen, bis die Langohren ein Schutzgebiet währed der Veränderungen am Kreisel bekamen. Und so hoppeln sie noch heute.

Angeblich soll es in Münster immer regnen. Doch wenn die Sonne scheint strömt, wer immer Zeit hat, auf die Promenade. Der viereinhalb Kilometer lange Grünstreifen, der sich entlang der ehemaligen Befestigungsmauer um die Stadt zieht, ist dann ebenso Anziehungspunkt wie der künstlich aufgestaute Aasee. So schön es auch an sonnigen Tagen ist, kaum ein Münsteraner bestreitet das unübersehbare. Wären nicht die vielen Studenten, so wäre Münster eine schnarchige Stadt voller alter Menschen und ebenso alter und schnarchiger Bustouristen.

Außerhalb der historischen Zentren fordert Wohlstand und Fortschritt seinen Tribut. Einkaufszentren, Autohäuser, Gewerbegebiete, Industriebetriebe, neue herausgeputzte und verkehrsberuhigte Eigenheimsiedlungen und Tankstellen ziehen sich wie einst die Stadtmauer um Münster, Telgte, Steinfurt, Warendorf Coesfeld und all die anderen Perlen Nordrhein-Westfalens.

Ein wilder Hase mümmelt Gras, Enten schnattern auf dem Dorfteich und Hühner gackern. Doch dies ist kein Dorf in der guten alten Zeit, es ist ein lebendiges Museum.

Ende der 1950er Jahre hatten weitsichtige Bürger aus dem Münsterland und Emsland die Idee der Stadt Münster eine Windmühle zu schenken. Diese sollte ein Denkmal für landwirtschaftliche Tradition und die Lebensweise der bäuerlich geprägten Region im Münsterland und Emsland werden. Im Laufe der Jahre entstand daraus ein fünf Hektar großes Gelände mit vielen original getreuen Bauwerken aus dem 16. bis 19. Jahrhundert. Seit 1963 kümmert sich der der gemeinnützige Verein „De Bockwindmüel“ um die weitläufigen Anlagen. Kundige Führer, welche die Zeit auf den Höfen teils noch aus dem eigenen Erleben kennen und dem Plattdeutsch mächtig sind erzählen kurzweilige Geschichten aus dem harten Leben der Bauern bevor es Kühlschränke, elektrischen Strom und Telefone gab. Ob Werkstätten, Landschule, Gutshäuser, Vorratsspeicher oder die Mühle, alle Gebäude sind mit historischem Gut ausgestattet, so dass einen Eindruck von den Gewohnheiten und Lebensumständen sowie Arbeitsweisen der Menschen wiedergegeben wird, die hier einmal zu Hause waren. Ständig finden hier Veranstaltungen statt an dem Traditionen wie zum Beispiel das Backen von Brot lebendig werden. Ein Dorfladen und ein Restaurant ergänzen das Angebot.

MÜNCHEN – BAYERN

München – Die Bayern sind mit Recht stolz auf ihren Freistaat. Sie leben ihre Traditionen und sind dabei trotzdem modern und fortschrittlich, was besonders in München zum Ausdruck kommt. Was mir als Berliner in München sofort auffällt – München ist sauberer als Berlin. Hier fehlt der Müll, der sich in Ecken zu Kunstwerken auftürmt. Es fehlt die Graffitikunst auf Zügen, LKWs und auf Wänden. In Münchens Straßen sieht es aus wie frisch gefegt und die Stadt wirkt dadurch bürgerlicher als das wilde Berlin, in dem die Gentrifizierung  noch nicht den letzten Winkel erreicht hat. Die historischen Gebäude Münchens erscheinen so makellos, wie die Häuser auf einer Modelleisenbahn, wären da nicht die Kräne und die Rüstungen, wie zum Beispiel an einem der Türme der Frauenkirche. Leider habe ich nur etwa drei Tage in München Zeit und entscheide mich daher für ein klassisches Touristenprogramm. Das Siegestor ist meine erste Station. Dieser Triumphbogen ist dem Bayerischen Heere gewidmet. Zum Mittag will ich mir dann auf dem Viktualienmarkt eine echte Weiswurschtl gönnen. Doch es ist Sonntag und die Buden haben am geschlossen. Auf dem Marienplatz, auf dem gerade tausend Menschen dem Glockenspiel am Neuen Rathaus lauschen und in den umliegenden Straßen ergattere ich auch keine Weiswurschtl, da ich mich nicht alleine in ein Restaurant setzen will. So gibt es zur Brotzeit ein belegtes Baguette der Bäckerei „Rischart“. Is jo a echt bärisch. Die Maximilianstraße ist die Shopping-Meile der Schickeria. Hier finden sie die internationalen Modemarken, das Hotel „Vier Jahreszeiten“ und das GOP Varieté-Theater. Praktischer weise befindet sich am Ende der  Maximilianstraße der Sitz des Bayerischen Landtags.
Die Hauptstadt des Freistaates hat ihren eigenen Charme, dem ich jedoch nicht ganz erliege. Es sind eben nur Teile der Innenstadt mit seinen historischen Gebäuden und touristischen Hot-Spots, welche Besucher locken. Außerhalb dieser Zone kann man das Stadtbild von München schon mal mit Hamburg, Frankfurt oder Berlin verwechseln. So cruise ich die Leopoldstraße und die Prinzregentenstraße runter und bin dann im Grunde durch mit der Besichtigungstour durch München. Das Einzige was mich wirklich fasziniert hat, sind die Surfer auf der Eisbach-Wave. Das habe ich so noch nie auf der Welt gesehen und dieser Ort sollte auf keiner München Besichtigung fehlen.

Für Technikbegeisterte ist das BMW Zentrum am Petuelring und Flugwerft Schleißheim einen Besuch wert.

Schloss Neuschwanstein diente Walt Disney als Vorlage für seine Märchenschlösser, wodurch das Schloss weltweit zum Inbegriff einer mittelalterlichen Burg wurde. Dabei ist Neuschwanstein keine mittelalterliche Burg, sondern eine kompositorische Neuschöpfung des Historismus – eine steingewordene Phantasie von König Ludwig II.
Nicht jeder wird es besucht haben und nicht jeder wird es mögen. Es sei denn er ist Japaner, Chinese oder Amerikaner. Denn Schloss Neuschwanstein rangiert international nach der Heidelberger Schlossruine auf Platz 2 der beliebtesten deutschen Sehenswürdigkeiten. Von der Landstraße 17 aus übersieht man den grauen Protzklotz vor dem Hintergrund der bewaldeten Bergflanken fast. Wandert man jedoch auf den Pfaden durch die umliegenden Wälder, so eröffnen sich immer neue schöne Perspektiven auf das Bajuwaren Schloss. Was König Ludwig, um dessen Geisteszustand es wohl nicht zum Besten bestellt war, dort von schwer schuftenden Untertanen auf einen Bergrat stellen ließ, ist schon hübsch anzusehen. Wer denkt das Schloss auch in Ruhe besichtigen zu können irrt allerdings. In Gruppen zu 30 Personen wird man durch sechs Räume geschleust und nach knapp einer halben Stunde ist die Audiotour vorbei und man findet sich im Souvenirladen wieder. Eineinhalb Millionen Besucher strömen jährlich nach Neuschwanstein und bis zu 7.000 Touristen werden täglich durch das Schloss geschleust. Das ist der Preis dafür.

TOP 15

  • Ludwigstraße – historische Gebäude, Siegestor
  • Frauenkirche – eines der bekanntesten Wahrzeichen Münchens
  • Marienplatz – Neues Rathaus mit dem Glockenspiel
  • Prinzregentenstraße – „Eisbach Wave“
  • Viktualienmarkt – Markstände und Biergärten mit vielen lokalen Spezialitäten
  • der Alte Peter – Turm der Pfarrkirche St. Peter mit fantastischen Blick über die gesamte Altstadt
  • Hofbräuhaus
  • Maximilianstraße – shoppen mit der goldenen Kreditkarte
  • der Karlsplatz – alias Stachus
  • der Odeonsplatz – umgeben von der Feldherrnhalle und der Theatinerkirche
  • Wittelsbacher Residenz – das größte Innenstadtschloss Deutschlands
  • Deutsches Museum liegt auf der Museumsinsel in der Isar und ist das meistbesuchte Museum Deutschlands
  • Flugwerft Schleißheim – Aussenstelle des Deutsches Museum
  • BMW Welt am Petularing
  • die Pinakothek der Moderne – Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts

Top of Germany
Am 21. Dezember 2017 absolvierte die neue Seilbahn zur Zugspitze ihre Jungfernfahrt. Nach wie vor warten jedoch in der Ski-Saison hunderte Menschen am Morgen um mit den ersten Gondeln, die immerhin 120 Menschen fassen, auf den Gipfel zu schweben. Um kurz vor acht Uhr fahre ich auf dem Parkplatz, wo die neuen Parkscheinautomaten zum Glück noch außer Betrieb sind. Mit der ersten Gondel fahre ich für 45,00 € auf den mit 2.960 Meter höchsten Gipfel Deutschlands. Auch in der Bergstation blieb kaum ein Stein auf dem anderen, denn auch Bergstation und Restaurant werden derzeit noch umgebaut. Es ist jedoch der atemberaubende Ausblick bei klarem Wetter, mit einer Sichtweite von bis zu 200 Kilometern, wegen dem die meisten Menschen hier hinauf kommen.
Das Rundreise-Ticket lässt sich auch mit der Zahnradbahn kombinieren. Die Zahnradbahn benötigt für die Strecke jedoch länger und fährt nicht direkt den Gipfel an. Zwischen dem Bahnhof der Zahnradbahn und dem Gipfel nutzt man dann die Gletscherseilbahn.

Auf dem Rückweg nach München sind Garmisch-Partenkirchen, Ammersee und Starnberger See sehenswerte Abstecher für einen Tagestrip und mit etwas Glück umgeht man auf diesen Routen auch den einen oder anderen der allgewärtigen Staus.

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