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SANSIBAR – MEHR ALS NUR MEER – TOP 6 TO DOs

Sansibar
Sansibar, die Sehnsuchts-Destination! Die meisten Besucher denken bei dem Namen an Sonnenbaden, Schnorcheln und Tauchen. Die Mehrzahl verbringt die Zeit in den Resorts an der Ost- oder Nordküste und verlassen diese Orte eher selten. Doch die Inselgruppe hat mehr zu bieten als einen Aufenthalt in einem fünf Sterne Resort!

Stone Town – Wer sich nur ein paar Stunden Zeit nehmen will, sollte einen Rundgang durch die Gassen von Stone Town nicht versäumen. Touren werden von allen Hotels und Lodges angeboten, man kann diese aber auch auf eigene Faust machen. Man startet gegenüber des Fährterminals an der alten Apotheke, die durch ihre mintfarbenen Balkone auffällt. Danach geht man zur anglikanischen Kathedrale (Eintritt 2 €) auf deren Gelände man auch das Mahnmal gegen den Sklavenhandel findet. Von dort schlängelt man sich durch die Gassen der Altstadt zur Kenyatta Road, auf der man Richtung Norden die Westspitze der Küste entlang geht. Dabei passiert man das alte Stadttor sowie das alte Fort von 1698. Von dort sind es nur noch 50 Meter bis zum sehenswerten Mizingani Seafront Hotel. Hier gibt es die besten Kuchen und Kaffeekreationen der Stadt. Das Hotel besticht vor allem durch seine aufwendige Restaurierung und die detailverliebte Innengestaltung. Die deutsche Managerin sorgt für Perfektion in Service und Organisation. Wer hier wohnt, hat das Gefühl in einem lebendigen Museum untergekommen zu sein. Nach dem beschriebenen Stadtrundgang, für den man etwa zwei Stunden benötigt, hat man einen guten Überblick. In den Gassen von Stone Town lässt es sich auch gut Souvenirs shoppen oder Insel-Touren buchen.

Sansibar - Stone Town - Forodhani Gardens- Menschen -street photography - night - Food

Der Forodhani-Park verwandelt sich zum Sonnenuntergang in ein Freiluftrestaurant. In lebendiger Atmosphäre geben sich Einheimische und mutige Touristen der Verlockungen der arabischen und afrikanischen Küche hin. Sättigende Malzeiten kosten etwa drei Euro.
Touren – Ein Halb- oder Ganztagesausflug nach Prison Island (Changuu) ist ein Muss. Auf der kurzen Überfahrt von Stone Town ist es möglich Delfine zu sehen, aber eher selten der  Fall. Auf der Insel selbst leben etwa 200 Giant Aldabran Schildkröten, die einst ein Sultan hier ansiedelte, der sie von den Seychellen importierte. Auf dem Rundgang über das Eiland muss man auch Erläuterungen zu den Bedingungen, im vor langer Zeit aufgegebenen Gefängnis über sich ergehen lassen. Aufgegeben wurde 2015 auch der Hotelbetrieb auf der Insel. Betrieben wird nur noch das Restaurant. Wer den Touristenansturm auf Prison Island vermeiden möchte, sollte Stone Town spätestens um 8:00 Uhr verlassen, was aber nur auf privaten Touren möglich ist. Die teureren Touren, für welche wir uns entschieden sind durch einen Schnorchel- und Badestopp aufgewertet. Touren nach Prison Island gibt es ab 14 Dollar. Privattouren für zwei Personen kosten 35 Dollar pro Person. Einige Agenturen bieten auch spezielle Delphintouren an, bei denen man mit den Tieren schwimmen kann.

Jozani Forest – Die seltenen Red Colobus Affen trifft man im Jozani Forest, eine halbe Autostunde südlich von Stone Town an. Da die Affen in der Hitze des Tages eher in den Bäumen dösen, ist ein Besuch am Morgen die beste Option die Tiere zu beobachten. Der Jozani Forest ist der letzte intakte Wald auf der Insel.

Strände, Atolle, Resorts & Events – Matemwe, Kendwa, Pongwe und Jambiani sind die Topstrände auf der Hauptinsel Unguia. Wer mehr Zeit hat sollte auf jeden Fall zum Mnemba Atoll fahren. Das weitgehend intakte Mnemba Atoll gehört zu den besten Schnochelspots der Welt. Die Touren kosten etwa 25 Dollar. Etwas teurer sind die Ausflüge zum Chumbe Island Korallenpark. Das Gebiet war bis 1994 militärisches Sperrgebiet und steht seit dem unter Naturschutz. So blieb nahe der Küste ein einzigartiges Korallenriff, das auch als Rückzugsgebiet der Karettschildkröten ist erhalten. Die Tagestouren kosten 90 Dollar, die Übernachtung auf der Insel 280 Dollar. Ein Teil der Einnahmen fließt dabei in den Schutz der Insel und des Riffs.
Kendwa Rocks liegt ganz im Norden der Insel. Wer hier in einem der Resorts eingecheckt hat und zu Vollmond in Kendwa weilt, sollte die Vollmondparty am Strand des Kendwa Resorts nicht versäumen. DJs legen Musik auf, lokale Bands spielen und es wird getanzt. Feuerschlucker tun als würden sie Feuer schlucken, Bars und Garküchen sorgen für das leibliche Wohl. Einige Leute kommen sogar aus Dar es Salam für dieses Event hier her.

The Rock – ist Sansibars überbewertetes Restaurant. Das in dem Restaurant auf einem Felsen am Kijiweni Beach Fischgerichte kreiert werden ist weder eine Überraschung noch ein Alleinstellungsmerkmal. Die enge Bestuhlung und die Tatsache, dass vor Mittag die angestellten dort liegen und schlafen und nicht mal eine kalte Cola verkaufen schon eher. Die weitaus bessere Option an diesem Ort ist das Upendo Restaurant direkt gegenüber am Strand. Chillige Sitzmöbel, coole Musik und alles was man sonst auf einer Matratze im Schatten liegend benötigen könnte. Auch alkoholische Getränke sind hier auf der touristisch geprägten Ostseite der Insel kein Problem zu welcher Tageszeit auch immer.

Sansibar - Nungwi - Schildkröten - Karettschildkröten - Projekt - Mnarani Marine Turtles Conservation

Nungwi – hat dem interessierten Besucher viel zu bieten. Das sind zunächst die Dau-Bootsbauer. Hier entstehen in Handarbeit die traditionellen Fischerboote und es ist interessant den Handwerkern eine Weile bei ihrer Arbeit zuzuschauen. Keine hundert Meter entfernt befindet sich das Mnarani Aquarium. Traditionell wurden auf Sansibar Meeresschildkröten wegen ihres Fleisches gejagt. Seit 1993 gibt es in Nungwi das Schildkröten-Projekt. Fischer die eine Schildkröte im Netz haben, bekommen ein Entgelt, wenn diese im Aquarium abgegeben werden. Hier werden Karettschildkröten und die Grüne Meeresschildkröte nachgezüchtet und jedes Jahr im Februar entlässt man den Nachwuchs in die Freiheit des Meeres. Das Eintrittsgeld von fünf Dollar fließt in das Projekt. Weitere Spenden helfen das Projekt auf ganz Sansibar auszuweiten.
Der weiße Sandstrand ohne Felsen und Seeigel ist zum Schwimmen und Baden geeigneter als die Strände an der Ostküste. Da Nungwi eines der touristischen Hauptziele der Insel ist, gibt es auch eine große Zahl an Hotels und Lodges. Tauchbasen und Tagestouren ergänzen das Angebot.

Wer mehr Zeit hat sollte auf jeden Fall zum Mnemba Atoll fahren. Das weitgehend intakte Mnemba Atoll gehört zu den besten Schnochelspots der Welt. Die Touren kosten etwa 25 Dollar. Etwas teurer sind die Ausflüge zum Chumbe Island Korallenpark. Das Gebiet war bis 1994 militärisches Sperrgebiet und steht seit dem unter Naturschutz. So blieb nahe der Küste ein einzigartiges Korallenriff, das auch Rückzugsgebiet der Karettschildkröten ist, erhalten. Die Tagestouren kosten 90 Dollar, die Übernachtung auf der Insel kostet 280 Dollar. Ein Teil der Einnahmen fließt dabei in den Schutz der Insel und des Riffs.

Reisewege – Condor fliegt Sansibar von Frankfurt direkt an. Von Arusha, und Dar es Salam liegen mehrere Fluggesellschaften Sansibar an. Flüge von Dar es Salam gibt es ab 40 Euro. Precision Air sollte man meiden! Flugausfälle und Verspätungen sind hier an der Tagesordnung. 35 Dollar kostet die „Kilimandscharo“ Fähre von Dar es Salam und sie ist der sicherste und zuverlässigste Transportweg nach Sansibar.

 

Kalifornien – Big Sur & Hawaii

Traditionelle Klänge, Hula Tänze und Blumenketten – Hawaii ist ein Ort, an dem der Himmel blauer, der Wald grüner, das Meer klarer und das Leben einfach nur entspannt und schön ist ist! Klischee oder Realität? Wir werden es herausfinden. Die landschaftlich spektakuläre Inselgruppe gehört wohl zu den Destinationen, die wahrscheinlich fast jeder auf seiner Reisewunschliste hat. Entsprechend touristisch sind die meisten Inseln. Wir hoffen auf den Inseln Kauaʻi, Maui und Big Island unsere Klischees zu bedienen und jetten Ende Dezember weit nach Süden!

Kenia – Tansania – Sansibar

Botswana, Kenia, Mosambik, Namibia, Südafrika, Sambia, Simbabwe, Tansania und Uganda, sind die einzigen Länder Afrikas, die es geschafft haben aus einem nennenswerten Bestand an Wildtieren einen lukrativen Tourismus zu entwickeln. Ruanda und der Kongo ergänzen die Reihe mit ihren Flachland und Berggorillas. Diese Länder füttern den Mythos des unberührten Afrikas in dem Tiere und Menschen im Garten Eden einträchtig nebeneinander leben. Doch die Kulisse hat ihren Preis. Mehr und mehr entwickeln sich diese Länder zu hochpreisigen Reisezielen.

Ein deutscher Kafferöster bietet Kenia, Tansania und Sansibar als 13 tägige Kombinationsreise in Mittelklassehotels oder Lodges & Badeverlängerung, sowie Mahlzeiten und sechs Safaris für 2.699 € pro Person an.

Wer etwas anspruchsvoller ist, wird bei Reiseveranstaltern fündig, die für eine Lodgesafari in beiden Ländern und Verlängerung auf Sansibar, mit vergleichbaren Leistungen und acht Safaris, 3.490 € pro Person berechnen.

Allerdings sollte man sich bei diesen Reisen drüber klar sein, dass man oft viel Zeit in Fahrzeugen, auf staubigen Pisten verbringt, um die Entfernungen zwischen mehreren Parks die besucht werden, zurückzulegen. Das verkürzt natürlich die verfügbare Zeit für die Pirschfahrten. Touren die aus Budgetgründen außerhalb der Nationalparks übernachten, haben morgens und abends teils lange Wege, die ebenfalls von der Zeit für die Pirschfahrten abzurechen sind. Die Verantwortlichen im Tourismus sind immer bestrebt, die Touren schnellstmöglich durch die Parks zu schleusen und die Besucher auf Massai-Dörfer, geologische Fund- oder Kulturstätten zu verteilen, um jährlich eine maximale Anzahl an Touristen abfertigen zu können.

Man kann sich auch die Mühe machen und sich nach eigenen Vorstellungen und Recherchen eine Tour zusammenstellen und diese bei Agenturen vor Ort anfragen. Mit etwas Geschick bekommt man dann Privattouren, die zwar etwas teuer sind, die aber in jedem Fall ein intensiveres Afrika Feeling ermöglichen. Es kann aber auch sehr skurril werden, wie diese Zeilen aus einem Emailverkehr zeigen:

„Allein ein Tag am Krater kostet 500 € (Übernachtung in der Rhino Lodge, Eintrittsgebühren in die NCA 70,80 $, halbe Kraterfee (300$/2) = 150 $ und das Fahrzeug samt Driver und Eintrittsgebühren für den Driver) pro Person. Meine Partnerunterkünfte sind unabhängige Camps und Lodges, d.h das Preisniveau ist höher.“ – Abhängige und unabhängige Unterkünfte? Die fixen Kosten für eine Unterkunft mit definiertem Standard sind in einem Land immer nahezu gleich.

„Wenn es um die Ausnutzung der Eintrittsgebühren geht, dann haben sich hier die Bestimmungen vor Kurzem geändert – jetzt gilt Single Entry – nicht mehr 24 – d.h. wenn Sie den Park verlassen ist die Permit erloschen und für einen erneuten Besuch, müssen wir eine neue Permit zahlen. Das nur für Sie zur Info“.

„Wenn Sie wirklich so oft in den Krater fahren möchten, empfehle ich Ihnen, eine Filming/Photo Permit zu beantragen, denn so schlau sind die Behörden, dass sie wissen, dass ein ganz normaler Tourist nur maximal 1 x in den Krater fährt… D.h. Sie sind dann in ihren Augen kein normaler Tourist, sondern führen etwas im Schilde… Ich habe selbst jahrelang in Tansania gelebt, und ich weiß, wie schnell es gehen kann, dass man von den Behörden ins Visier genommen wird. Das ist äußerst unangenehm, und kann im Gefängnis enden.“ – Dieses Permit kostet 2.000 Dollar!

In Kürze werden wir wissen, was davon den Tatsachen entspricht und welche Reisewege für Indvidualtouristen die günstigsten sind.

Papua Neuguinea – The last frontier

Undurchdringlicher Regenwald, nebelverhangene Berge, geheimnisvolle Kulturen, düstere Legenden, Geisterbeschwörungen im Schein des Feuers an den Ufern des Sepik, Tote die von Berggipfeln seit Jahrhunderten über die Täler blicken und rauchende Vulkane. Das alles klingt nach Zutaten aus einem Indianer Jones Film. Aber genau so kann man es noch heute erleben. Papua-Neuguinea gilt als „The last frontier“. Als das Ende der besiedelten Welt. Das Land ist nicht ganz ungefährlich, die Infrastruktur ist rudimentär, das Reisen teuer, aber dafür sind die Einblicke in die unterschiedlichen Kulturen des Landes interessanter als in vielen Teilen der Welt. Der Glaube an Geister und Übersinnliches, Rituale und Tänze sind ein lebendiger Teil des Alltags und noch nicht gänzlich zum unterhaltsamen Ringelpietz für Touristen verkommen.

Das unbekannte Land, außerhalb des Fadenkreuzes der großen Touristikkonzerne, bietet eine Vielfalt, die man sonst in der Welt nur noch schwer findet. Es zeigt exemplarisch wie einzigartig und schützenswert unser Planet, seine Natur und seine Kultur ist. Abenteuer sind meine Welt und so machte ich mich auf genau das zu erleben und es wurde abenteuerlicher als ich es mir je vorgestellt habe. Kommt mit auf eine Reise ans Ende der Welt – EXPECT THE UNEXPECTED.

Deutschlands Wildkatzen

„Am Anfang geht es ein bisschen den Berg rauf“ sagte der Mitarbeiter vom Nationalpark Harz am Telefon. OK! Ich schaute mir die Strecke noch einmal auf der Karte an und beschließe die fünf Kilometer mit dem Fahrrad zu fahren. Das sollte ja wohl deutlich schneller gehen. Kurz nach sieben baue ich mein Rad auf dem Parkplatz in Bad Harzburg zusammen und radele los. Nach nicht mal einem Kilometer im kleinsten Gang gebe ich japsend auf. „Ein bisschen den Berg rauf“? Das war wohl ein Witz! Der Waldweg steigt auf 100 Meter gefühlt um 50 Meter an. Mit langer Unterwäsche, dicker Jacke und meinem Fotorucksack schiebe ich nach Luft ringend und schwitzend den Berg hoch. Nach zwei Kilometern, auf denen ich mindestens einmal ernsthaft in Erwägung gezogen habe mein Rad in den Wald zu schmeißen, ist die schlimmste Quälerei vorbei und ich kann weiter radeln. Mein Ziel ist die nur 4,5 Kilometer von Bad Harzburg entfernet Rabenklippe.

Raubkatze Luchs Luchse Bad Harzburg Harz Nationalpark Wald

Elegant und fließend sind die Bewegungen, wenn sich die großen Tatzen lautlos auf den Waldboden drücken. Auf dem Weg über die Lichtung hält er inne und für eine Sekunde sieht er mit direkt in die Augen. Mit schnellen und doch sehr anmutigen Sprüngen erklimmt er eine Felswand und verschwindet im Dickicht hinter Bäumen. Ich bin überrascht wie groß ein Luchs ist. Es sind die größten Raubkatzen Europas. Ein ausgewachsenes Männchen kann 1,20 lang und 70 Zentimeter hoch werden.
Die Mitarbeiter des „Luchsprojekt Harz“ bemühen sich mit Erfolg um die Wiederansiedlung des Luchses im Harz. In den Jahren 2000 bis 2006 wurden von den Mitarbeitern insgesamt 24 Luchse ausgewildert. Eine Begegnung mit den größten Raubkatzen Deutschlands ist aber immer noch sehr selten, aber seit über zehn Jahren im Nationalpark Harz planbar. Um diese faszinierenden Tiere den Menschen nahe zu bringen und um Unterstützung zu werben, gibt es nahe Bad Harzburg zwei Schaugehege in dem je zwei Luchse gehalten werden.
Wer also in diesem Sommer im Nationalpark Harz wandern möchte, wird um Bad Harzburg ein lohnendes Ziel finden. Auf dem Weg zu den Luchs-Schaugehegen liegt der Radau Wasserfall und die alte Harzburg. Am Molkenhaus und an der Waldgaststätte Rabenklippe, mit ihrer schönen Aussicht, kann man sich stärken. Wer nicht so gut zu Fuß ist, aber dennoch in die Harzer Bergwelt möchte, ein Bus verkehrt zwischen April und Mitte November vom Bad Harzburger Bahnhof hoch zur Rabenklippe.
Nicht nur der Ruf der Luchse in der Ranz, auch die Dampflokomotiven der Harzer Schmalspurbahn, auf ihrem Weg rauf zum Brocken, hallen durch die Wälder. Bis zum Brocken ist es eine nur 12 Kilometer lange Wanderung.
Für ein beeindruckendes Erlebnis mit Raubkatzen muss man nicht nach Afrika oder Asien reisen. Für mich war das ein viel zu kurzer Ausflug der unbedingt wiederholt und ausgedehnt werden muss.

 

Digitale Kamera oder Smartphone?

„Du kennst Dich doch aus, ich möchte mir eine Kamera kaufen, was soll ich für eine nehmen?“
Inzwischen fragt mich kaum noch jemand, da ich mich mit den Kriterien, die für jeden individuell sind eben nicht auskenne.
Wozu kauft überhaupt noch jemand eine Kamera, wo doch die 50 Millionen Smartphones in Deutschland alle über eine Kamerafunktion verfügen? Die Antwort darauf ist im Grunde einfach und ergibt sich aus den eigenen Erwartungen und dem Zweck, den die Kamera erfüllen soll.

Clicker – die Bezeichnung soll nicht abwertend sein, denn immerhin ist die Fotografie mit Handys und Smartphones inzwischen eine anerkannte Kunstform! Normalerweise macht der Clicker Bilder von der Familie und Schnappschüsse im Urlaub, Bilder zum Dokumentieren von Dingen und Situationen, für soziale Netzwerke und Communitys. Es soll schnell gehen, einfach im Handling sein und man benötigt Abzüge von den Dateien nie größer als 20X30 Zentimeter. Hier reicht ein Smartphone.

Ein Smartphone passt in jede Tasche und ist kein zusätzlicher Ballast. Die Qualität von Smartphones ist inzwischen auf einem Niveau, das Kompaktkameras nahezu unnötig erscheinen lässt. Der Monitor eines Endgerätes wie Tablet oder Notebook erzeugt eine Auflösung von 2µm/pro Pixel und ein iPhone 5 erzeugt 1,5 µm und das HTC One 2,0 µm pro Pixel. Es ist eine Frage der Zeit bis alle Smartphones mindestens diese 2,0 µm pro Pixel liefern. 2017 pendeln sich die Smartphones bei einer Bildgröße von 12 Megapixeln (Pixeldichte auf dem Sensor) ein und auch die Frontkameras für Selfies werden immer besser. Die Bildgröße von 2560×1440 (Auflösung des Bildes) ist heute Standard und wird zunehmend von den neuen Modellen übertroffen. Diese Bildgröße ist ausreichend für alle Sozial Media Anwendungen und bildlastigen Communitys.
Die Angaben in µm beziehen sich auf die Pixeldic des Sensors, viele Smartphone-Kameras haben sich momentan bei 12Mpix eingependelt und selbst die Frontkameras (für Selfies) werden immer besser.
Eine Besonderheit stellen Iphones mit ihrem Retina-Display dar. Zum Vergleich:
Samsung Galaxy, Pixeldichte 576 ppi, Auflösung 2.560 x 1.440 Pixel
Apple iPhone S 6 Pixeldichte 326 ppi, Auflösung 1.334 x 750 Pixel
Vielfach sind die Möglichkeiten, welche die Software der Smartphones bieten, denn Benutzern unbekannt. Aber auch hier werden die Hersteller und wahrscheinlich auch die Benutzer in den nächsten Jahren aufholen. Filter und Apps übernehmen hier die Funktion der nachträglichen Bildbearbeitung und das mit nur einem Click. Ein nachträgliche Bearbeiten am PC kann man sich meiste ersparen.

Der entscheidende Nachteil ist, dass Smartphones meist nur auf „Knopfdruck“ automatisch ein Bild machen. Das klappt bei Tageslicht und Sonne im Rücken wunderbar. Individuelle Einstellmöglichkeiten gibt es, jedoch sind sie für schwierige Lichtsituationen wie  Langzeitbelichtungen bei Nacht oder Gegenlichtaufnahmen nur bedingt geeignet. Mittlerweile gibt es beim neusten iPhone und dem Samsung Galaxy S7 einen Profimodus, in dem auch manuelle Einstellungen möglich sind. Das sind u.a. Weißabgleich und auch Belichtungszeiten bis  10 Sekunden bei ISO50. Diese Einstellungen werden jedoch von den wenigsten genutzt, da man da ein Stativ benötigt. Bei wenig Licht, in Räumen, am Abend und in der Nacht, beginnen die kleinen Sensoren der Smartphones, aber auch von Kompaktkameras ein Bildrauschen zu erzeugen, das die Bilder unbrauchbar machen kann. Dies ist aber in den Auflösungen die Social Media Anwendungen nutzen nicht sichtbar. Erst wenn man die Bilder als 30X20 Zentimeter Ausdruck an die wand hängen will ist die Qualität dahin.

Auf kleinen Sensoren drängeln sich viele Photodioden an einander und stören sich gegenseitig beim Datenaustausch. Bildrauschen ist also eine Störung die besonders dann auftritt, wenn die Belichtungszeiten lang werden oder die ISO Zahl hoch ist. Bei der Erhöhung der ISO Zahl wird die Spannung am Sensor erhöht, was ebenfalls die „Störsignale“ verstärkt. Dieses Problem haben grundsätzlich alle Sensor-Chips! Ein großer Vollformatsensor kommt damit auf Grund der größeren Fläche, auf dem weniger Gedränge herrscht besser klar.

Semis – Du bist kreativ, willst kreativ sein oder deine Kreativität testen. Du willst mit Licht, Gegenlicht, Schärfe und Unschärfe spielen, Effekte erzielen und mit verschiedenen Brennweiten, externen Blitzgeräten und Stativ qualitativ gute Ergebnisse erzielen. Eventuell willst Du auch Abzüge größer 20X30 Zentimeter machen und sie Dir an die Wand hängen. Das sind die Anwendungen für die Smartphones nicht geeignet sind. Hier würde ich mich für eine Systemkamera entscheiden. Wer noch mehr retro, oder noch anspruchsvoller ist, wählt eventuell auch eine Spiegelreflexkamera.

Wo ist der Unterschied?
Während der Zeit der Belichtung, zählen die Pixel auf dem Bildsensor, dem digitalen Film, die eintreffenden Lichtteilchen. Die Pixel auf dem Sensor ermitteln einen Helligkeits- und einen Farbwert. Desto mehr Lichtteilchen ein Pixel zählen kann, umso genauer wird das Ergebnis. Der Bildsensor einer System- oder Spiegelreflexkamera ist etwa 25-mal größer als der eines Smartphones und entsprechend mehr Licht kann er einfangen. Auch die Anzahl der Pixel insgesamt hat einen Einfluss auf die Bildqualität. Auf einen größeren Sensor passen eben auch mehr Bildpunkte, die wir Pixel nennen. Sind nun die Pixel selbst größer, können sie auch durch die größere Oberfläche in der meist kurzen Belichtungszeit mehr Lichtteilchen zählen. Aus Platz- und Kostengründen sind in Kameras größere Sensoren eingebaut als in Smartphones. Das ist das auch der Grund warum eine System- oder Spiegelreflexkamera mit zum Beispiel 10 Megapixeln bessere Ergebnisse liefert als ein Smartphone mit 10 Megapixeln.
System- oder Spiegelreflexkameras haben Wechselobjektive, individuelle Einstellungsoptionen (Camara settings), die Möglichkeit einen externen Blitz zu nutzen, einen Stativanschluss und neben dem viel besseren Sensor oft auch einen besseren Monitor.

Profis – Du willst auch in lichtarmen Situationen ohne Blitz und ohne Stativ rauschfrei fotografieren? Du interessierst Dich für Deep-Sky-Fotografie und benötigst hochauflösende Bilder für Verlage und Agenturen? Du willst dich von der Masse der Knipser durch ein teures und imposantes Markenprodukt abgrenzen! Dann kommt meiner Meinung nach nur Canon oder Nikon Vollformat in Frage. Viele Profis nutzen jedoch auch Halbformatkameras. Besonders im Bereich der Sport und Tierfotografie kann das sinnvoll sein. Mit einem halb so großen Sensor braucht man auch nicht so extreme Brennweiten um entfernten Objekten „nahe zu kommen“. Man sollte sich jedoch immer klarmachen, dass man mit einer Voll- oder auch Halbformat Fotoausrüstung mal eben zehn Kilogramm mit sich schleppt.

Da der Markt für Smartphones weltweit viel größer ist, als der für Kameras und sich auch der Umgang mit Bildern durch Social Communitys geändert hat, werden die Konzerne auch weiterhin viel Geld in die Weiterentwicklung von Smartphones und die darin verbaute Kameratechnik investieren. Die User werden davon profitieren, wenn sie es denn wollen. Kompaktkameras sind heute schon obsolet und wie lange System- oder Spiegelreflexkameras überleben werden, wird die Zukunft zeigen.

Digitale Kamera vs. Smartphone

Zum Vergleich habe ich zwei vom System her völlig verschiedene Bilder nebeneinander gestellt. Eins mit einem Smartphone und eines mit einer digitalen Vollformatkamera,auf dem technischen Level von 2011 aufgenommen.
CANON EOS 5 D Mark 3 – Modus M, ISO 100, Belichtung 1/125 sec, B 4,0, Bildgröße 5760X3840 Pixel – in Photoshop geöffnet als 72 dpi Datei, Farbwerte beibehalten, nicht konvertiert, beide Bilder auf ein einheitlichen Ausschnitt mit gleichen Kantenlängen zurecht gestutzt, 100 Prozent Auflösung, diese Bildschirmansicht dann ausgeschnitten
SAMSUNG GALAXY S 6  – Modus Pro, ISO 100, Belichtung 1/125 sec, Bildgröße 5312X2988 Pixel – in Photoshop geöffnet als 72 dpi Datei, Farbwerte beibehalten, nicht konvertiert, 100 Prozent Auflösung, diese Bildschirmansicht dann ausgeschnitten.
  • das 16:9 Format des Smarphones und das 4:3 Format der Kamera lassen die Bilder perspektivisch anders wirken.
  • die Tiefenschärfe des Smartphones ist größer und nicht zu beeinflussen, Fotografen arbeiten bewusst mit Schärfeebenen
  • die unterschiedlichen Farbwerte wird sicher jeder nach seinem Geschmack bewerten
  • klar zu sehen ist, dass das Smartphone Probleme hat dunkle Flächen als solche abzubilden

Es gibt beim Fotografieren auf der technischen Seite zwei entscheidende Faktoren. Das Objektiv und die Wertigkeit der optischen Vergütung (Smartphones haben Linsen aber keine Objektive).
Der Sensor (oder auch der Film) und seine jeweilige Qualität.

Eins haben Smartphones und Digitalkameras gemeinsam. Will man an den Bildern auch noch nach Jahren Freude haben und Erinnerungen digital konservieren, so ist ein Archivierungs- und Speichersystem ein Muss. Ob in der Cloud oder auf der Festplatte zu Hause, das wichtigste ist eine Struktur beim Speichern und Sichern. Das musste ich mir auch selbst schon eingestehen, nachdem ich Daten, die ich wochenlang suchte und verloren glaubte,  dann durch Zufall doch auf einer externen Speicherplatte wiederfand.
Speichere deine Bilder zeitnah und lege Dir am besten Ordner an, die in etwa so benannt werden: 2017_08_DEU_sylt. So wirst Du in der Zukunft deine Fotos vom Urlaub auf Sylt im Jahr 2017 immer wieder finden. Wenn möglich speichere die Bilder auch immer im RAW Format ab. Das erlaubt auch nach Jahren noch die Bearbeitung und Verbesserung, wenn man daran Interesse hat. Speichere möglichst auf zwei getrennten Datenträgern. Speicher Chips oder der heimische Computer können kaputtgehen. Lösche nicht gelungene Bilder, das erleichtert den Überblick.

APS-C versus CMOS Sensor

Da ich glaube, dass das Thema Systemkamera versus Spiegelreflexkamera viele interessiert, habe ich heute beide Modelle mal hinsichtlich ihrer Bildqualität getestet. In der  SONY ALPHA 5100 ist ein APS-C (23.5mm x 15.6mm) Sensor verbaut. Die Canon EOS 5D Mark 3 besitzt einen CMOS Sensor der Größe 36 mm × 24 mm. Letzteres entspricht der Größe eine Kleinbilddias oder Negativs.
Die Pixeldichte der kleinen Sensoren wie dem APS-C, der Sony Alpha 5100 hat den vergangenen Jahren durch Forschung und bessere Techniken immer weiter zugenommen und nimmt immer noch zu. Da jedoch auf kleinem Raum mehr Pixel zusammendrängt sind als bei einem großem CMOS Sensor, beeinflussen sich die Pixel eher als die der großen Sensoren. Das führt zu dem schon erwähnten Rauschen bei Aufnahmesituationen mit sehr wenig Licht (Party, Konzert)
Mehr Pixel bedeuten auch mehr Bildinformationen, weshalb Vollformatbilder immer mehr Kantenschärfe haben und knackiger daherkommen. Ebenso unterscheiden sich die Schärfentiefen und die Größen der ausgegebenen Bilder, was man an den beiden Beispielen sieht. Beide Bilder wurden zu gleichen Zeit, mit den gleichen Einstellungen und Brennweiten gemacht. In Photoshop wurden sie dann in identischen Workflows gerade gerückt, und auf das Maß 60X40 Zentimeter bei 300 DPI (meiste geforderte Druckauflösung) gebracht, aber nicht weiter gepimpt! Zu guter letzt habe ich bei 100 Prozent Auflösung ein 750 Pixel breites Bild ausgeschnitten. Bewerten kann das jeder für sich. Wer sich ein 60X40 Zentimeter großes Bild an die Wand hängen will bewegt sich mit dem APS-C Sensor der Sony Alpha 5100 im Grenzbereich.
Für viele wird aber der folgende Punkt entscheidend sein. Die Sony Alpha 5100 bekommt man ab 439,00 EUR. Für die Canon EOS 5D Mark III mit Objektiv sind 2883,00 € hinzublättern!
Jetzt kann man darüber streiten ob das Bild der Canon EOS 5D Mark III sechseinhalb Mal besser ist das das der Sony Alpha 5100…………

RIGA ROCKT!

Wer Musik mag, wird Riga lieben. Letten lieben Musik und sie mögen es zu singen. Gemessen an der Einwohnerzahl gibt es in Lettland mehr Chöre, Gesangsclubs und Bands als irgendwo sonst in Europa. Es gibt keinen Tag in Riga an dem nicht irgendwo ein Konzert stattfindet. Besonders in der warmen Jahreszeit ist Riga die Stadt der Partypeople. Folk, Rock, Pop oder Klassik. In den zahlreichen Clubs und auf den Freilichtbühnen wird jeder etwas für seine Ohren finden. Wer dann nach durchfeierter Nacht noch Lust hat etwas zu unternehmen – los geht’s. In der historischen Altstadt laden Cafés, Restaurants und Bars zum Verweilen ein. Mode, die garantiert unique ist findet man in den kleinen Szeneläden. Bei stahlblauem Himmel bietet sich ein Ausflug zur Ostsee an. Die Luft am breiten Sandstrand der Ostsee, nur eine halbe Stunde mit dem Zug vom Zentrum entfernt, riecht nach großer weiter Welt. Flüge gibt es ab 100 €, Hotels  ab 35 € und die Nebenkosten betragen je nach Intensität der Unternehmungen etwa 60 € pro Tag.   –> REISEBERICHT

ABGEHOBEN

Laut faucht der Brenner und bläst heiße Luft in den Ballon. Ballonfahren ist eines der letzten Abenteuer die man erleben kann, denn der Wind bestimmt die Richtung in die der Ballon fährt. Vom Wind getrieben gleiten die Ballonfahrer über die die Landschaft. Ob vor der Haustür oder tausende Kilometer weit weg. Ballonfahren eröffnet immer ungewohnte Sichtweisen auf die Heimat oder die Fremde und jede Jahreszeit hat ihre eigenen Reize. Aus der Distanz der Höhe kann man die Alltagsprobleme auch kaum noch erkennen.

WORAUF ACHTEN
Ballone fahren meist unter 1000 Meter Höhe. Dort ist es noch nicht so kalt und der Brenner sorgt für zusätzliche Wärme. Wind spürt man auch nicht, da der Ballon mit dem Wind getrieben wird.
Vor oder nach dem Start sollte man im Frühjahr, Herbst und Winter jedoch warm angezogen sein. In den Morgen und Abendstunden kann es auf den Feldern empfindlich kalt werden.
Für die Tiere in Wald und Flur ist ein Ballon ein angsteiflößendes UFO und sie fliehen davor. So sieht man oft Rehe, Hirsche, Füchse und Greifvögel, die vom Ballon aufgeschreckt werden.

Das weiche Licht und der Schattenwurf der niedrig stehenden Sonne, erschafft ein fast schon surreales Gemälde.

KOSTEN
Ballon fahren koste ab 165 € pro Person für etwa eine Stunde. Das erscheint für diejenigen teuer, die es noch nie gemacht haben.  Bedenkt man jedoch die Wetterabhängigkeit und den Aufwand den Ballonfahrer betreiben um dieses Himmelserlebnis zu ermöglichen, ist es sehr günstig und in jedem Fall jeden Cent wert. Günstiger wird es, wenn man Gruppen von 5-8 Personen zusammenbekommt. Rabatte gibt es für Onlinebuchungen und „Mehrfachtäter“.

Einen kreisförmigen Regenbogen sieht man eher selten. Diesen kreisförmigen Regenbogen nennt man Halo und er entsteht durch Lichtbrechung und Spiegelung an Eiskristallen in der unteren Atmosphärenschicht. So vielfältig wie die Formen von Eiskristallen sind auch die Formen von Halos. Je nach Form und Größe der Eiskristalle und deren Ausrichtung beim Fall durch die Atmosphäre sind es Ringe, Säulen, Kreise, Bögen oder Flecken. Die Haloerscheinungen sind zusätzlich vom Stand der Sonne abhängig.

 

ALSO – ABHEBEN UND DIE MAGIE DES SCHWEBENS ERLEBEN!

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