Kenia – Tansania – Sansibar

Botswana, Kenia, Mosambik, Namibia, Südafrika, Sambia, Simbabwe, Tansania und Uganda, sind die einzigen Länder Afrikas, die es geschafft haben aus einem nennenswerten Bestand an Wildtieren einen lukrativen Tourismus zu entwickeln. Ruanda und der Kongo ergänzen die Reihe mit ihren Flachland und Berggorillas. Diese Länder füttern den Mythos des unberührten Afrikas in dem Tiere und Menschen im Garten Eden einträchtig nebeneinander leben. Doch die Kulisse hat ihren Preis. Mehr und mehr entwickeln sich diese Länder zu hochpreisigen Reisezielen.

Ein deutscher Kafferöster bietet Kenia, Tansania und Sansibar als 13 tägige Kombinationsreise in Mittelklassehotels oder Lodges & Badeverlängerung, sowie Mahlzeiten und sechs Safaris für 2.699 € pro Person an.

Wer etwas anspruchsvoller ist, wird bei Reiseveranstaltern fündig, die für eine Lodgesafari in beiden Ländern und Verlängerung auf Sansibar, mit vergleichbaren Leistungen und acht Safaris, 3.490 € pro Person berechnen.

Allerdings sollte man sich bei diesen Reisen drüber klar sein, dass man oft viel Zeit in Fahrzeugen, auf staubigen Pisten verbringt, um die Entfernungen zwischen mehreren Parks die besucht werden, zurückzulegen. Das verkürzt natürlich die verfügbare Zeit für die Pirschfahrten. Touren die aus Budgetgründen außerhalb der Nationalparks übernachten, haben morgens und abends teils lange Wege, die ebenfalls von der Zeit für die Pirschfahrten abzurechen sind. Die Verantwortlichen im Tourismus sind immer bestrebt, die Touren schnellstmöglich durch die Parks zu schleusen und die Besucher auf Massai-Dörfer, geologische Fund- oder Kulturstätten zu verteilen, um jährlich eine maximale Anzahl an Touristen abfertigen zu können.

Man kann sich auch die Mühe machen und sich nach eigenen Vorstellungen und Recherchen eine Tour zusammenstellen und diese bei Agenturen vor Ort anfragen. Mit etwas Geschick bekommt man dann Privattouren, die zwar etwas teuer sind, die aber in jedem Fall ein intensiveres Afrika Feeling ermöglichen. Es kann aber auch sehr skurril werden, wie diese Zeilen aus einem Emailverkehr zeigen:

„Allein ein Tag am Krater kostet 500 € (Übernachtung in der Rhino Lodge, Eintrittsgebühren in die NCA 70,80 $, halbe Kraterfee (300$/2) = 150 $ und das Fahrzeug samt Driver und Eintrittsgebühren für den Driver) pro Person. Meine Partnerunterkünfte sind unabhängige Camps und Lodges, d.h das Preisniveau ist höher.“ – Abhängige und unabhängige Unterkünfte? Die fixen Kosten für eine Unterkunft mit definiertem Standard sind in einem Land immer nahezu gleich.

„Wenn es um die Ausnutzung der Eintrittsgebühren geht, dann haben sich hier die Bestimmungen vor Kurzem geändert – jetzt gilt Single Entry – nicht mehr 24 – d.h. wenn Sie den Park verlassen ist die Permit erloschen und für einen erneuten Besuch, müssen wir eine neue Permit zahlen. Das nur für Sie zur Info“.

„Wenn Sie wirklich so oft in den Krater fahren möchten, empfehle ich Ihnen, eine Filming/Photo Permit zu beantragen, denn so schlau sind die Behörden, dass sie wissen, dass ein ganz normaler Tourist nur maximal 1 x in den Krater fährt… D.h. Sie sind dann in ihren Augen kein normaler Tourist, sondern führen etwas im Schilde… Ich habe selbst jahrelang in Tansania gelebt, und ich weiß, wie schnell es gehen kann, dass man von den Behörden ins Visier genommen wird. Das ist äußerst unangenehm, und kann im Gefängnis enden.“ – Dieses Permit kostet 2.000 Dollar!

In Kürze werden wir wissen, was davon den Tatsachen entspricht und welche Reisewege für Indvidualtouristen die günstigsten sind.

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